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Wien - Die "Niemand muss, aber jeder kann"-Ansage von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle in Sachen autonomer Studiengebühreneinhebung findet bei den angesprochenen Unis keinen großen Anklang. Im Gegenteil. "Mir reicht diese Ansage natürlich nicht", sagte der Präsident der Universitätenkonferenz, Heinrich Schmidinger, am Sonntag zum STANDARD. "Es braucht eine gesetzliche Grundlage."
Die aber kann Töchterle nicht vorlegen, weil die SPÖ nach wie vor - auch nach dem "Jeder kann"-Vorschlag im Ö1-"Journal" am Samstag - auf ihrem Nein zu einer "neuen Bildungssteuer" beharrt.
Töchterles Verweis auf ein Rechtsgutachten von Heinz Mayer, der autonome Gebühren als rechtens erachtet, reicht den Rektoren nicht als Sicherheit. Immerhin vertrete der Verfassungsdienst des Kanzleramts eine gegenteilige Einschätzung, erinnert Schmidinger. Das Dilemma der Unis - 14 der 21 Rektoren wollen ab Herbst Gebühren einheben - beschreibt der Rektor der Uni Salzburg so: "Das Missliche an dieser ungeklärten Situation ist, dass uns das Ministerium sagt: Na gut, dann müssen die Unis eben selbst schauen, wie sie zurande kommen - und wir tun das, indem wir es riskieren, weil wir diese Einnahmen brauchen, um überhaupt an der Nullgrenze bilanzieren zu können." (nim, DER STANDARD, 22.4.2012)
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Ich freu mich ja schon auf den Herbst, wenn ich 500 Euro für's Semester berappen darf, um Bücher für die Diss zu entlehnen. Andere Leistungen, außer natürlich dem Doktorvater, den ich aber nicht an der Uni aufsuche, sondern privat treffe, brauche ich nicht.
Demnach, wenn ich so 50 Bücher pro Semester ausleihe, zahle ich pro Buch 10 Euro... Herzlichen Dank.
Das ist jetzt kein Argument für Studiengebühren, aber Sie können Bücher auch ausborgen ohn inskribiert zu sein. Also, wenn es nur um die Bücher geht, müssen Sie die 500€ nicht zahlen.
Das Studiengebühren der absolut falsche Weg ist, versteht sich von selbst.
Sie vergessen dabei, dass die Universität nach abeschlossener Arbeit auch einen Mehrwert davon hat, der ungleich höher ist als jener, den ich aus der Uni ziehe, welcher im Grunde mangels geeigneter Förderungen in einem adäquatem Ausmaß praktisch bei Null liegt.
...nur falsch...im moment ist es eher so --> die letzten paar jahrzehnte wurde im bildungsbereich ständig mit dem hammer raufgedroschen....töchterle versucht jetzt, mit dem hämmern aufzuhören, damit man dann ordentlich mit der reparatur beginnen kann ;)
Gehrer und mutig??
Von ihr habe ich mir nur 1 bzw. 2 "Taten" gemerkt
1. Die Kürzung der Stundenkontingente für die Schulen und
2. Dass zu ihrer Zeit längst klar war, welche Probleme wir mit den Studienplätzen in Medizin usw. haben werden. Sie hat genau garnichts getan. Die sauerei haben dann ihre NachfolgerInnen ausbaden dürfen.
Und Töchterles Kurs unterstütze ich momentan keineswegs, aber eines muss man ihm lassen: Er hat eine halbwegs umfassende Idee die er umsetzen möchte. Imho fehlt allen anderen Politikern momentan genau so ein Plan/Vision/Konzept.
Und genau das ist falsch: Elisabeth Gehrer besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck, eine Art fünfjähriges berufsbildendes Oberstufengymnasium wie die BAKIPs heute. Damals gab es noch keine PÄDAKs; Handarbeitslehrerinnen wurden in den "Bildungsanstalten für Arbeitslehrerinnen" (ohne Matura; bis 1982) ausgebildet.
Ich möchte Gehrers Bildungs- und Wissenschaftspolitik auf keinen Fall verteidigen; ihre tatsächliche Berufsausbildung muss man ihr dennoch zugestehen.
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