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Amsterdam - Einen Tag nach dem schweren Zugunglück in Amsterdam ist das erste der lebensgefährlich verletzten Opfer gestorben. Eine 68 Jahre alte Frau sei am Sonntag ihren Verletzungen erlegen, teilte die Stadt Amsterdam mit. Am Samstagabend waren mitten in der niederländischen Stadt zwei Züge frontal zusammengestoßen. Über 120 Menschen wurden dabei verletzt.
Ein doppelstöckiger Schnellzug und ein Regionalzug waren nahe des Bahnhofs von Amsterdam-Sloterdijk zusammengeprallt. Die Ursache war auch am Sonntagvormittag noch unklar.
Nach Angaben der Tageszeitung "De Volkskrant" erlitten 125 Menschen Verletzungen, andere Berichte gehen sogar von 136 aus. Die Zahl soll so hoch sein, weil viele Passagiere standen oder noch auf der Suche nach einem Sitzplatz gewesen waren, als das Unglück geschah. Die meisten erlitten Knochenbrüche und Quetschungen.
56 Menschen wurden schwer verletzt
Die Züge waren bei der Kollision nicht umgekippt und waren anscheinend auch nicht besonders stark beschädigt. Mindestens 56 Menschen wurden dennoch schwer verletzt.
Die meisten Verletzten sollen Passagiere des Regionalzugs sein. Auf dem Bahnhof halten normalerweise mehrmals die Stunde Züge in Richtung Hauptbahnhof. Nur wenige Minuten dauert die Fahrt dorthin.
Rettungskräfte innerhalb von acht Minuten vor Ort
Augenzeugen berichteten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge, sie hätten zunächst das Warnsignal eines Zuges gehört, dem Sekunden später das Geräusch des Aufpralls folgte. Innerhalb von acht Minuten seien die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle gewesen. Viele der Verletzten mussten über enge Metalltreppen von den erhöhten Gleisen zu den Rettungswagen transportiert werden.
Helfer hoben Verletzte auf Tragen über die Barrieren, verängstigte Kinder klammerten sich an den Rettern fest. Auch den unverletzten Passagieren stand der Schock ins Gesicht geschrieben.
Der Zugverkehr auf der Strecke und auch zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen Schipohl sei unterbrochen, teilte ein Sprecher der Bahn mit. Die Sperre soll bis Mittag andauern. (APA, 22.4.2012)
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Bisher keine Schäden gemeldet
Zugbeeinflussungssysteme reagieren oft nur auf rote Signale, die überfahren werden. Das Problem ist, dass gerade im Bahnhofsbereich, die Streckenabschnitte relativ kurz sind und es aufgrund physikalischer Gesetze nicht möglich ist, einen bis zu mehreren tausend Tonnen schweren Zug auf dieser Strecke zum Stillstand zu bringen. Nebenbei gibt es mehrere Signalsysteme. Streckensignale und Verschubsignale eben. Das Beeinflussungssystem reagiert nur, wenn beide auf rot sind, denn bei einer Verschubfahrt muss es möglich sein, einen Zug auf einen besetzten Streckenabschnitt zu leiten.
Klar, bei Rangierfahrstrasse gibt es viel weniger Sicherheit, daher auch Geschwindigkeitslimit usw. Aber mit Passagieren?
Für mich klingt das eher so, als wäre das Signal eben nicht gesichert gewesen - das ist denke ich im Stationsbereich schon nicht unüblich.
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