Tausende demonstrieren gegen strikte Sparpolitik

Protest richtete sich unter anderem gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer, Einschnitte im öffentlichen Dienst, im Gesundheits- und Bildungsbereich

Prag - Zehntausende Tschechen haben am Samstag in Prag gegen die strikte Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Necas demonstriert. Zur Abschlusskundgebung auf dem Wenzelsplatz erwarten die Veranstalter rund 80.000 Teilnehmer. Zu der Demonstration aufgerufen hatten Gewerkschaften, linksgerichtete Organisationen sowie Umwelt- und Studentengruppen.

Der Protest richtete sich unter anderem gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer, Einschnitte im öffentlichen Dienst, im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie gegen die künftig nur noch geringfügige Steigerung der Pensionen. Der Vorsitzende des größten Gewerkschaftsverbands, CMKOS, Jaroslav Zavadil, sagte, die Regierung solle ihren Hut nehmen.

Seit Tagen wird über einen Bruch des regierenden Drei-Parteien-Bündnisses spekuliert. Necas steht seit Mitte 2010 an der Spitze einer Koalition, die von seiner Demokratischen Bürgerpartei (ODS), der rechtsgerichteten Partei TOP09 von Außenminister Karel Schwarzenberg und der kleinen Gruppierung Öffentliche Angelegenheiten (VV) gebildet wird. Laut Umfragen wäre bei Neuwahlen mit einem Sieg der derzeit oppositionellen Sozialdemokraten (CSSD) von Bohuslav Sobotka zu rechnen. (APA, 21.4.2012)

Share if you care
5 Postings

komisch, gegen Geldverschwendung hat keiner protestiert

Betriebswirtschaftlich ist sparen ein wirklich erfolgversprechender Weg.

Volkswirtschaftlich geht das zu Lasten anderer Volkswirtschaften und wenn es alle tun garantiert in die Hose.
Geld, das nicht ausgegeben wird, kann niemand einnehmen!
Noch Fragen?
Na, dann lesen´s doch Zeitungen aus den frühen 30er-Jahren (gibt es noch in der Nationalbibliothek).
Oder denken Sie einfach einmal darüber nach, wie ein Kreislauf funktionieren, soll, wenn manche heraus nehmen, aber niemand investiert.

's is' Frühling in Prag.

Mal sehen wie lange es noch dauert bis das zu uns kommt.

Rund um uns herum ist es ja schon praktisch so.

in diesem sinne mal was beschwingtes:

http://www.youtube.com/watch?v=XI2OFZrkQKI

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.