HTC: Design wichtiger als Akkulaufzeit

Der Hersteller hofft mit dünnen Geräten die Verkaufszahlen nach oben zu treiben. Studie widerspricht der Strategie

Die Akkulaufzeit ist für viele Kunden ein wichtiges Kriterium, wenn sie sich für ein Smartphone entscheiden. HTC hat bei seinen neuen One-Serie allerdings mehr darauf geachtet die Geräte dünn zu halten und die Akkulaufzeit hinten angestellt, wie auch der WebStandard-Test bestätigte. Wired hat sich gefragt, warum HTC das gemacht hat.

Was Kunden wollen

Laut HTC-Manager Bjorn Kilburn zeigen Untersuchungen, dass Kunden dünnere Smartphones, zwischen 8 und 10 mm, gegenüber dickeren Geräten mit längeren Akkulaufzeiten bevorzugen. Damit widerspricht er allerdings einer Studie von J.D. Power, wonach die Akkulaufzeit eines der wichtigsten Kriterien beim Smartphone-Kauf ist.

Auch was die bevorzugte Dicke des Geräts angeht unterscheidet sich die Studie von J. D. Power von den Angaben von HTC. Laut der Studie haben Kunden mit einer Dicke von bis zu 14 mm kein Problem. Das ist um fast die Hälfte mehr, als die von HTC angegeben maximalen 10 mm.

Von anderen Geräten abheben

HTC möchte vermutlich möglichst dünne Smartphones herstellen, um sich von anderen Android-Geräten hervorzuheben, damit Kunden auf dem ersten Blick hängen bleiben. Wenn das Smartphone allerdings im alltäglichen Gebrauch Schwächen aufweist, ist es unwahrscheinlich, dass der Nutzer erneut auf ein Gerät des selben Herstellers zurückgreift, sagt Kirk Parson von J.D. Power.

Verbesserung der Akkulaufzeit

Langfristig gesehen könnte also die Strategie das Design über die Akkulaufzeit zu stellen nach hinten losgehen. Allerdings ist es nicht so, dass HTC das Thema Akku nicht ernst nimmt. Gegenüber dem PC Magazine meinte Kilburn: "Wir haben viel Zeit darauf verwendet, andere Möglichkeiten zu finden [die Akkulaufzeit zu verlängern] als den Brute-Force-Ansatz." So ist beispielsweise das Super LCD 2 des HTC One X energieeffizienter als AMOLED-Bildschirme und auch die Software soll energiesparender arbeiten. (soc, derStandard.at, 21.04.2012)

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