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Die Vienna hat in der Fußball-Erste-Liga am Freitag ein Ausrufezeichen gegen den Abstieg gesetzt. Die Döblinger schlugen den zuletzt starken Titelaspiranten aus Vorarlberg mit 3:1 und konnten damit den Relegationsplatz an den FC Lustenau weitergeben. Für die Austria Lustenau, die nach einer Serie von zehn Spielen ohne Niederlage erstmals seit 25. November (1:3 gegen Blau Weiß Linz) wieder als Verlierer vom Platz gingen, beträgt der Rückstand auf Tabellenführer WAC/St. Andrä weiter vier Punkte.
Matchwinner für die Vienna war Marjan Markovic mit zwei Treffern (5., 78.), Lustenaus Pierre Boya konnte im Finish (83.) nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Die Elf von Alfred Tatar, die in den jüngsten sieben Partien nur eine Niederlage kassierte, feierten bereits ihren zweiten Saisonsieg gegen die Austria und liegt nun als Achter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz einen Punkt vor dem FC Lustenau.
Die Vienna erwischte einen perfekten Auftakt: Markovic, der in die Verteidigung zurückgerückt war, weil Salvatore (gesperrt) bzw. Sturm (verletzt) fehlten, beförderte den Ball mit einem schönen Freistoß schon in der fünften Minute ins Tor (30.). Eine verdiente Führung für die aggressiven und zweikampfstarken Wiener, die durch Nacho Verdes (23.) noch vor der Pause sogar zwei gute Chancen (23., 37.) auf das 2:0 hatten.
Die Hausherren erhöhten bald nach Wiederbeginn auf 2:0. Eine gefühlvolle Markovic-Hereingabe brachte die Austria-Abwehr nicht aus dem Gefahrenbereich, Lackner bezwang mit einem wunderbaren Volley aus 14 Metern Goalie Kofler (52.).
Der Lustenau-Schlussmann bewahrte sein Team in der Folge vorerst noch vor einem höheren Rückstand, konnte schließlich den zweiten Treffer durch Markovic, der einen Abpraller weit vor dem Tor nützte, aber nicht verhindern. Im Finish traf der von Dospel gefoulte Boya für die Gäste noch vom Elferpunkt, Lustenau-Regisseur Boller sah nach einer Schwalbe im Finish Gelb-Rot (85.).
Linz schreckt weiter
Nach Altach und dem LASK hat Aufsteiger FC Blau-Weiß Linz mit Spitzenreiter WAC/St. Andrä beim 2:0-Erfolg in der Frühjahrsrunde auch den dritten Aufstiegs-Kandidaten im Linzer Stadion besiegt. Nach dem ersten Dreier im vierten Anlauf über den LASK gelang den Blau-Weißen damit gleiches auch vier Tage später gegen Spitzenreiter. In einer zerfahrenen Partie gelang Aridany Tenesor per Kopf (4.) ein frühes und dem eingewechselten Harun Sulimani in der Nachspielzeit ein spätes Tor (90 +4).
Die Blau-Weiß-Elf erwischte gegen die beste Auswärts-Mannschaft den besseren Start und nach Co-Produktion zweier Winterneuzugänge konnte der Spanier Tenesor nach Linkshereingabe von Michael Guselbauer frei stehend früh aus fünf Metern zur verdienten 1:0-Pausenführung einköpfeln (4.).
Nach dem Wechsel bäumten sich die Kärntner gegen ihre fünfte Saisonniederlage auf, doch irgendwie kam der Torexpress bei Dauerregen nicht ins Rollen. Zwar hatten die Gäste nun mehr Spielanteile, doch mussten sie bei Kontern der Linzer stets aufpassen und scheiterten selbst - wie Jacobo (52.) oder Putsche (Kopfball, 56.) - wiederholt am ältesten Akteur auf dem Feld - dem 36-jährigen FC-Keeper David Wimleitner. Kurz vor Schluss verloren die Kärntner auch noch Topcagic nach Schiedsrichterbeleidigung (83.)
FC Lustenau schwitzt weiter
Der FC Lustenau ist wieder auf den Relegationsplatz zurückgefallen. Die Vorarlberger mussten sich gegen St. Pölten mit einem gerechten 2:2 zufriedengeben. Mit der fünften sieglosen Partie in Serie gegen den Angstgegner aus Niederösterreich wurde der FCL von der Vienna (3:1 daheim gegen Austria Lustenau) überholt und auf Rang neun verdrängt. Der Rückstand auf die Wiener beträgt fünf Runden vor Schluss einen Punkt. Der Vorsprung auf die auf dem Abstiegsplatz liegenden Hartberger (1:3 in Grödig) wuchs auf zehn Zähler an.
Nach schwacher Anfangsphase deutete Florian Zellhofer mit einem Lattenschuss die zunehmende Lustenauer Gefährlichkeit an (22.). Zwei Minuten später gingen die Hausherren in Führung. Nach gefühlvollem Pass von Dennis Mimm schloss der im Winter von Wacker Innsbruck geholte Lukas Hinterseer volley zum 1:0 ab (24.).
Die vor der Pause harmlosen St. Pöltner erwischten einen perfekten Start in die zweiten 45 Minuten. Nach missglücktem Rettungsversuch von Marcel Holzmann traf der Spanier Jano volley aus 20 Metern ins linke Eck zum 1:1 (46.). In der Folge spielten beide Teams voll auf Sieg. Es wurde jedoch ein Remis, denn beide Mannschaften trafen jeweils noch einmal ins Tor. Zunächst gingen die Gäste durch einen Kopfball von Michael Popp aus kurzer Distanz in Führung (75.), Osmann (90.) rettete aber im Finish das Unentschieden für die Lustenauer.
Hartberg schwächelt weiter
SV Scholz Grödig besiegte das Schlusslicht TSV Hartberg daheim klar mit 3:1. Die Salzburger, die die vergangenen fünf Pflichtspiele allesamt verloren hatten, beendeten damit ihre Negativserie und nahmen gleichzeitig Revanche für die 2:3-Heimniederlage im Herbst. Die sieglose Zeit der Steirer fand hingegen eine Verlängerung: Sie sind mittlerweile seit zehn Spielen ohne vollen Erfolg.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ging Grödig in der 26. Spielminute nach einem schweren Patzer des Hartbergers Robert Strobl im Mittelfeld mit 1:0 in Front. Lukas Schubert verwertete einen idealen Querpass von Joachim Parapatits mühelos. Die Führung währte aber nur kurz - nachdem Lukas Mössner im Mittelfeld die Aktion selbst eingeleitet hatte, traf er nach Gremsl-Lochpass aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich.
Die Steirer kamen wacher aus der Kabine - Stefan Stangl rettete in höchster Bedrängnis gegen den einschussbereiten Daniel Rossmann. Danach übernahm die Truppe von Trainer Heimo Pfeifenberger aber wieder das Kommando. Zwar parierte Hartsbergs Torhüter Jürgen Rindler noch einen Siller-Kopfball, doch kurz darauf hatte er bei zwei Kopfbällen von Diego Viana das Nachsehen. Der Brasilianer verwertete zwei Maßflanken von Thomas Salamon aus kurzer Distanz per Kopf zum 2:1 (73.) und 3:1 (81.) und hält nun bei neun Saisontoren.
LASK schreit wieder
Nach drei Partien ohne Sieg hat sich der LASK im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Die Linzer setzten sich im Abendschlager bei Mitkonkurrent Altach mit 1:0 (0:0) durch und dürfen sich damit fünf Runden vor Saisonschluss noch kleine Hoffnungen machen. Die Elf von Walter Schachner verkürzte den Rückstand auf die Spitze auf sieben Zähler.
Altach zeigte in der ersten Hälfte zwar keinen Zauberfußball, griff aber konsequent über die Seiten an und sorgte mit einigen Hereingaben mehrmals für Gefahr - wenn auch für keine echte Chance. Erst in der 32. Minute zwang Ademi, der eher zufällig zum Ball gekommen war, LASK-Goalie Mandl aus Kurzdistanz zu einer Glanztat. Die Linzer wiederum fanden erst gegen Ende der ersten Hälfte besser ins Spiel, richtig gefährlich wurden die Gäste erstmals durch einen von Kobras parierten Weitschuss Aigners (42.).
Der Wiederbeginn verlief dann aber ganz nach Geschmack der Gäste: Nach einem Linzer Angriff glaubte Scherrer zwar, per Kopf zu klären, tatsächlich legte er aber den Ball für Winkler auf, der den Ball aus sechzehn Metern unhaltbar für Kobras zum 1:0 versenkte (50.). Der Altacher Großangriff blieb aus, bei den etwas geschockten Hausherren war schließlich auch kein Konzept ersichtlich, um die abgeklärten Oberösterreicher - die immer wieder auch nach vorne drängten - noch ins Wanken zu bringen.
Kurz vor dem Ende musste Mandl aber gegen Vorisek (90.) parieren und Sekunden vor dem Schlusspfiff schoss Schick über das leere LASK-Tor (95.).(APA/red, 20.04.2012)
Fußball-Ergebnisse Erste Liga - 31. Runde: Freitag, 20.04.2012
Vienna: Dau - Markovic, Rathfuss, Dospel, Kröpfl - Kerschbaumer, Hattenberger
(59. Erhart), Toth, Lackner (82. Strohmayer) - Nacho Verdes, Rotter (49. Djokic)
A. Lustenau: Kofler - Zech, Tipuric, Stückler, Dunst - Zwischenbrugger (55.
Karatay), Dürr, Krajic (65. Vorraber), Boller - Thiago Silva (73. Honeck), Boya
Gelbe Karten: Kröpfl, Rotter, Markovic bzw. Dunst
Gelb-Rot: Boller (85.)
FC Blau-Weiss Linz: Wimleitner - Bubenik, Duvnjak,
Koll, M.Guselbauer - D. Guselbauer (72. Arapovic), Piesinger, Höltschl, Huspek
(90. Rabl) - Poljanec (89. Sulimani), Tenesor
WAC/St. Andrä: Dobnik - Baldauf
(62. Micic), Jovanovic, Solano Moreno, Suppan - Kerhe, Putsche (62. Kreuz),
Messner, Jacobo - Stückler (70. Falk), Topcagic
Gelbe Karten: Huspek, Koll bzw.
Baldauf, Micic
Rote Karte: Topcagic (81, Schiedsrichterbeleidigung)
FC Lustenau: Lukse - Lebedev (81. Schwärzler), Vucur, Buchner - Mimm,
Freitag, Holzmann - Hinterseer, Teurezbacher, Luxbacher (60. Osman) - Zellhofer
(60. Novinic)
St. Pölten: Riegler - Zwierschitz, Popp, Rödl, Speiser - Ambichl, Fallmann,
Jano, Hofbauer (88. Kotynski) - Gruberbauer (61. Fröschl), Schibany (46.
Segovia)
Gelbe Karten: Lebedev bzw. Popp, Hofbauer
Grödig: Schranz - Zündel, Cabrera, Siller, Stangl - Schubert,
Krammer (58. Riedl), Tschernegg, Salamon - Viana (90. Hopfer), Parapatits (84.
Hanikel)
Hartberg: Rindler - Kozissnik, Tauschmann, Miljatovic (46. Huber),
Ismaili - Rossmann (77. Schober), Strobl (61. Friedl) - Rakowitz, Adilovic,
Gremsl - Mössner
Gelbe Karten: Salamon bzw. Strobl
Altach: Kobras - Lienhart, Schösswendter, Eder, Erbek (83. Sereinig) - Hopfer
- Schick, Schöpf, Tomi (75. Vorisek), Scherrer - Ademi (62. Sadovic)
LASK: Mandl - Hart, Aufhauser, Wimmer, Schröger - Silvio, Winkler, Cardozo,
Kaufmann - Aigner, Rafinha (87. Templ)
Gelbe Karten: Tomi, Hopfer bzw. Hart, Aigner
Döblinger guter Dinge, dass der Abstieg kein Thema wird - Großteil der Mannschaft konnte gehalten werden, junge Spieler sollen das Sprungbrett auf der Hohen Warte nutzen
Altach verpflichtet Innenverteidiger aus dem Burgenland und verlängert mit Stürmer Louis Ngwat-Mahop
Der 31-jährige Tiroler spielte zehn Jahre für Wacker
Franz Lederer wechselt auf neuen Sportdirektor-Posten, zumindest drei weitere Spieler werden sich neuen Verein suchen müssen
Döblingern werden in kommender Saison nur drei statt fünf Zählern abgezogen
32-Jähriger Ex-Sturm-Kicker unterzeichnet Einjahresvertrag
Burgstaller und Weinberger unterschrieben beim Absteiger
Vertrag in Kapfenberger bis 2015 - Babangida soll gehalten werden, Lovin vor Abschied
Der Kapfenberger SV ist kaum noch zu retten. Thomas von Heesen verordnet der Mannschaft trotzdem attraktiven Fußball. Denn Scheitern hat mit Würde zu tun
Zusammenarbeit mit Trainer "in gutem Einvernehmen" beendet
Trennung in beiderseitigem Einvernehmen
Kantersieg des Meisters in letzter Runde über BW-Linz - St.Pölten überholt mit Erfolg gegen Hartberg noch Kapfenberg und wird Vierter
Bruder Günter Friesenbichler kehrt als Stürmer zurück
Bundesliga-Aufsteiger Grödig kämpft aber mit der Infrastruktur
Salzburger bezwingen Austria Lustenau mit 2:1 und fixieren den ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte
Der Kärntner David Witteveen ist Topstürmer des Aufstiegsaspiranten SV Grödig. Einst traf er für Heart of Midlothian gegen die Glasgow Rangers. Doch der Traum von der großen Karriere auf der Insel realisierte sich nicht
welches Foul sich der Eder geleistet hat.
Dachte mir während der Live-Übertragung schon, dass das wohl nicht so glimpflich ausgehen wird...
Der hat wohl einen Vogel - so ein Check gegen den Stürmer... und dann kriegt der Typ nicht mal eine Karte...
Traurig sowas...
da ich gerne Mannschaften mit Tradition spielen sehe, wünsche ich mir ein Fußballwunder herbei und Grödig auf den 9 Platz am Ende der Saision. Nächsten 2 Partien spielen die Grödiger gegen FC Lustenau und Vienna - vielleicht tritt das Unwahrscheinliche ja doch noch irgendwie ein...
Ich sags ungern, aber die 1. Liga ist derzeit attraktiver als die Bundesliga. Nicht nur wegen der Spannung im Kampf um die Aufstieg/Abstiegsplätze, sondern Teilweise auch bezüglich der Qualität der Spiele. Zwar liegen auch in der Bundesliga die möglichen Meister knapp zusammen, aber Änderungen in der Tabelle gibt es dort nur weil wieder mal einer mehr Mist gebaut hat als der Andere und nicht weil der Gegner gut war.
Der Trainerwechsel in Altach war so notwendig wie ein
K(r)opf. Das hätte Hütter auch gechafft. Ein gewisse Schadenfreude für wahnsinnige Führungsentscheidungen darf in diesem Fall wohl angebracht sein.
Vienna soll oben bleiben, der GAK soll hinauf. Die erste Liga hat nämlich zu lange an den vielen "Dorfklubs" ohne Tradition gelitten.
gar nicht netter versuch, den blau-gelben d-zug richtung gesicherten tabellenregionen ins stottern zu bringen. lt. präsident dvoracek bei der generalversammlung, braucht man sich keine sorgen um die lizenz der vienna zu machen. aber ende april werden wir das dann eh schwarz auf weiss haben.
wie eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters gleich ins Amtsdeutsch überführt wird: "der von Dospel gefoulte Boya"
Aber wurscht, bestes Spiel der Vienna, absolut unabsteigbar, wünsche den Lustenauer viel Spaß bei der Relegation gegen den Gak
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