Unbekannte Ruine in der Wüste des Sudan entdeckt

21. April 2012, 23:04
  • Blick auf das "Haus des Baldur".
    foto: wwu

    Blick auf das "Haus des Baldur".

Zufallsfund stammt aus dem dritten bis fünften Jahrhundert und war auf keiner Karte verzeichnet

Münster - Von der Entdeckung einer bislang nirgendwo verzeichneten Ruine in der Wüste des Sudan berichtet die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Für knapp drei Monate war ein Team von Archäologen und Geographen im Wadi Abu Dom im Nordsudan unterwegs, um zu Fuß die menschlichen Hinterlassenschaften in dieser Region detailliert zu kartieren. Dabei gelang es den Forschern um Angelika Lohwasser vom Institut für Ägyptologie und Koptologie auch, eine bis dahin unbekannte Ruine aus dem dritten bis fünften Jahrhundert unserer Zeitrechnung ausfindig zu machen.

Zwar werde jede Kampagne genau mithilfe von Google Earth vorbereitet. Häufig sei auf den Satellitenbildern jedoch nicht zu erkennen, ob es sich beispielsweise um ein verlassenes modernes Gehöft oder eine antike Ruine handelt, berichtet die Uni. Die nun gefundene Ruine war weder auf der englischen Kolonialkarte noch auf den russischen Generalstabskarten, dem besten derzeit zur Verfügung stehenden Kartenmaterial der Wüste Bayuda, verzeichnet.

"Auch ein Name konnte von uns nicht in Erfahrung gebracht werden, da das Gebiet im Umkreis von ungefähr 20 Kilometer menschenleer ist. So haben wir die Ruine nach ihrem Entdecker vorläufig Beit Baldur ("Haus des Baldur") genannt", berichtet Felddirektor Tim Karberg. Team-Mitglied Baldur Gabriel hatte darauf gedrängt, einen Ort weitab des eigentlichen Kerngebietes zu besuchen, was die Forscher schließlich zu ihrem Fund führte. Eine genauere Untersuchung dieses Zufallsfundes ist für einen der nächsten Aufenthalte geplant. (red, derStandard.at, 22.4.2012)

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russische Generalstabskarten

"Die nun gefundene Ruine war weder auf der englischen Kolonialkarte noch auf den russischen Generalstabskarten, dem besten derzeit zur Verfügung stehenden Kartenmaterial der Wüste Bayuda, verzeichnet"

Warum? Ich meine, warum haben die Russen so detaillierte Karten von der Wüste im Sudan? Hat irgendjemand eine Antwort darauf? Würde mich echt interessieren, was die dort planten bzw. was der Zweck des Kartenmaterials war.

Ach das sind die Ruinen aus dem Endkampf in Transformers 3 ... :)

wenn da mal nichn namenloses kosmisches grauen mit speichelinkontinenz verbuddelt is!

Iram,die verfluchte Stadt,wo Ctulhullus schergen warten.

na hoffentlich filzen die sudanesen jetzt auch immer das reisegepäck der forscherInnen. es warat wegen dem artefakteschwund

Also ich kann mich da an ein Rollenspiel aus meiner Jugend erinnern

Wenn nach Raumschiff Enterprise jetzt auch noch Baldurs Gate Realität wird wirds eng für die Menschheit - wie wir sie kennen

Baldur ist ein uralter germanischer Gott.

Was heißt aus der Jugend?

Ich spiele das immer noch und bin schon 50!

Unerreicht.

Hmm,

und ich bin schon froh, wenn ich beim Graben mal zur Abwechslung auf eine Keramikschüssel stoße...

Beit baldur. So kann man auch leistungen anderer kulturen einverleiben

Ziemlich arrogant aber typisch. Das moecht ich sehen, ob sudanesische forscher einen fund in deutschland "haus muhammad" nennen duerften.

Wenn die Muselmanen endlich mal zB in Düsseldorf (Neandertal wär auch ganz nahe) die Siedlungen der dortigen Urnenfelderkultur ausgraben würden, dann könnten sie ihre Funde dort von mir aus alle nach Mohammed benennen.

oje ..

Sie sollten Ihre Paranoia ernsthaft behandeln lassen.

Zum Einen sagen sie "vorläufig".

Zum Anderen ist es besser als RX 341-675.

Sie wissen schon, dass es ein eingeführtes Recht des / oder der Entdecker ist, dem aufgefundenen Objekt einen Namen zu geben. Oder wie stellen Sie sich so eine Namensgebung sonst vor?

Etwa so:

Forscher zum Einheimischen: "Du sach ma,l wir haben da 20 km westlich eine Ruine gefunden. Hast Du ne Ahnung wie das Ding heisst oder wer es erbaut hat?"

Einheimischer: "Echt! Da hinten im Nix gibts ´ne Ruine?"

Forscher zum Expeditionsschreiber: "Du Karl, notier mal: Das Ding heisst "Echtdahintenimnixgibtsneruine."

Oder, mir mehr Lokalkolorit:

Der Berliner Kartograph in den Alpen fragt den Bergbauern nach dem Schneebedeckten Gipfel im Hintergrund.

Bauer dreht sich um, betrachtet die vielen Gipfel, schaut wieder den Wissenschafter an und fragt "Wöhana?".

Seither ...

toll! dort steht das gipfelkreuz quer!

ich empfehle diesbezüglich als weiterführende literatur den "atlas der wahren namen":

http://www.kalimedia.com/Atlas_der... Namen.html

So kamen auch die Kängurus oder auch die Panama Halbinsel zu deren Namen.

nach gugln und wikln gelten diese erklärungen mittlerweile als volksetymologien

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3... Etymologie
http://en.wikipedia.org/wiki/Pana... #Etymology

und canada

geh bitte.

Und wie kommen die drauf, daß es sich um einen Bau aus dem dritten bis fünften Jh. handelt? Zu welcher Kultur wird das gerechnet? Ägypten oder vielleicht Aksum? Um was für einen Bau könnte es sich handeln? Fragen über Fragen...

"Und wie kommen die drauf..."

Wenn Sie das Bild genau anschauen, steht auf dem 37. Stein rechts oben geschrieben: Erbaut unter Bürgermeister Muth Al-Z'lk und Finanzstadtrat El-Miir aus Mitteln der Wohnbausteuer, feierlich eröffnet am 4. Oktober 3xx [unleserlich] nach Chr.

ja- deswegen fahren die forscher auch wieder hin.

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