Meine grausame Kindheit

  • Dass die Mönche im Stift Kremsmünster so schweinische Sachen treiben könnten, ging über das Vorstellungsvermögen der Mutter hinaus - das hätte ihr ganzes katholisches Weltbild zusammenstürzen lassen.
    foto: apa/rubra

    Dass die Mönche im Stift Kremsmünster so schweinische Sachen treiben könnten, ging über das Vorstellungsvermögen der Mutter hinaus - das hätte ihr ganzes katholisches Weltbild zusammenstürzen lassen.

  • "Immer war beides möglich, Liebkosung, Gewalt", sagt Autor Leopold Federmair über die Zeit im Internat.
    foto: der standard

    "Immer war beides möglich, Liebkosung, Gewalt", sagt Autor Leopold Federmair über die Zeit im Internat.

Müssen wir denn kämpfen? Brauchen wir den Widerstand? Ich gestehe, Mutter, ich bin missbraucht worden. Meine Erfahrungen mit Klosterbrüdern und dem schwulen Fußballtrainer

Warum nicht ich? Diese Frage stelle ich mir im Nachhinein, Jahrzehnte später, jetzt, wo alle von dem reden, worüber jahrzehntelang niemand zu reden wagte, auch nicht die Opfer, die Geschädigten oder die, die im Nachhinein einen Grund dafür finden, warum es ihnen im Leben schlecht ergeht. Der Mönch, der sie im Kindesalter missbraucht hat, ist schuld. Da ist ihnen unverhofft eine Erklärung zugeflogen, die immer in Reichweite war.

Ich bin nicht missbraucht worden. Warum nicht? - Ja, hätte dir das denn gefallen? Auch die Gegenfrage muss ich mir stellen, auf die weiß ich sogar eine Antwort (aus Schaden wird man klug): Nein, das hätte mir nicht gefallen. Der alte Mann, den alle aus Scham, oder weil es die Rechtsprechungsgepflogenheiten so wollen, Pater A. nennen, leitete damals den Knabenchor, und ich hätte in diesem Chor gern mitgesungen. Der Pater, auch als Musiklehrer tätig, nahm mich nicht auf, obwohl ich, wenn ich mir alte Fotos ansehe, doch ein hübscher Junge mit weichen Zügen war: genau die Art, die nach dem Geschmack von Pädophilen vom Schlage des Paters sind.

"Untersuchung" auf rotem Sofa

Die Schüler redeten untereinander über die schwulen Patres: Erfahrungen, Vermutungen, Gerüchte, manchen tat man sicher unrecht. Es gab ein Wort, das auf dem Land gern verwendet wurde: "warm". Der ist ein Warmer, hörte man, und ein Elf-, Zwölfjähriger, der noch nicht eingeweiht war, fragte sich beunruhigt, was es damit auf sich haben mochte. Anspielungen und Gekicher: "Ein warmer Leberkäs ..." Die Schüler redeten, aber wenn es einen erwischte, wenn man im Zimmer des Musiklehrers auf dem roten Sofa "untersucht" worden war, gestand man es nicht direkt, und das hieß: Er konnte sich nicht wehren. Die Scham der Opfer wirkte auch bei uns, bei den Kleinen, die gern groß gewesen wären.

Wahrscheinlich war ich kein guter Sänger, obwohl ich mir einbildete, in der Gruppe ohne weiteres mitsingen zu können. Wie ich auch kein guter Fußballspieler war: Das redete mir der Betreuer ein, um mich bei der Stange zu halten. Aber ich hätte gern gesungen, und ich spielte gern Fußball. Im Musikunterricht kam es vor, vielleicht nicht jede Stunde, aber doch ziemlich oft, dass einer der Schüler nach vorn zum Pult des Lehrers musste, um eine Ohrfeige in Empfang zu nehmen.

Ohrfeige in der Musikstunde

Wir fürchteten uns davor, die Prozedur war grausam, und oft war es unverständlich, warum es diesen traf und jenen nicht. Warum ich? Warum nicht ich? Genießerische Willkür von Macht und Grausamkeit. Macht ist gleich Grausamkeit, das prägte sich mir damals ein. Der Pater saß auf einem Stuhl, der ausgewählte Schüler ließ sich auf seinem Oberschenkel nieder, und auf dem runden Gesicht des Paters verzogen sich die wulstigen - oft feuchten, wie mir die Erinnerung sagt - Lippen zu einem breiten Grinsen.

Der Kopf des Knaben lag in der riesigen Handmuschel des Paters, der mit der anderen Hand ausholte, eine Sekunde verstreichen ließ, zehn Sekunden, die Situation genießend, zwanzig Sekunden, und dann langsam die Hand herabsinken ließ, um die Wange des Knaben eine Weile zu streicheln, zu liebkosen. Das war's, der Knabe durfte aufstehen und gehen, zurück auf seinen Platz.

Liebkosung und Gewalt

Nein, so war es nicht immer. Genauso oft sauste die Riesenhand des Paters nieder und traf das Kind mit voller Wucht. Der da vorn wie in einer Pietà-Szene auf dem Schoß des Paters saß oder an seiner Brust lehnte, konnte niemals sicher sein, dass ihn die Liebkosung treffen würde und nicht die Gewalt. Glaubte er, noch einmal davongekommen zu sein, und lachte er über die Scherze, die während des Rituals über die Lippen des Paters kamen, wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Pater am Ende doch noch fürs Zuschlagen entschied. Ganz sicher konnte man nie sein, immer war beides möglich, Liebkosung, Gewalt.

Damals wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, der Pater könne in seinem Präfektenzimmer im Schrank hinter dem roten Sofa Schusswaffen aufbewahren. Ein Priester und solche Waffen? Nein, wenn es auf der Welt Hüter des Friedens gab, dann sie, unsere Pfarrer, Lehrer, Erzieher. Als ich im September 2010 zufällig eine Zeitungsnotiz über den "Pumpgun-Pater von Kremsmünster" las, wunderte ich mich nicht. Der Artikel, im Stil der berüchtigten Kronen Zeitung-Poesie gehalten, bezog sich auf den mittlerweile berüchtigten Pater A. Dass Leute wie er nur allzu gern mit der Gewalt spielen, wusste ich aus eigener Erfahrung. Wer das Austeilen von Ohrfeigen genießt, bekommt früher oder später Lust auf einen stärkeren Kitzel.

Kein Talent als Anführer

Aber ... Warum nicht ich? Die Frage steht immer noch im Raum, und ich taste nach einer Antwort, und während ich taste, beginne ich zu glauben, dass sie nicht nur mich betrifft, sie ist nicht nur mein persönliches Problem. Weil mir der Pater, der bestimmt feinfühlig war, mehr als die anderen, die sich an niemandem vergriffen haben - weil mir der Pater ansah, dass ich störrisch war. Weil er meinen Widerstandsgeist spürte, mit dem ich nichts anzufangen wusste, außer dass ich mich irgendwie querstellte, abwandte in den entscheidenden Augenblicken, ohne das Talent, zu einem Anführer zu werden und eine Masse, eine Klasse hinter mir zu versammeln.

Kein kleiner Volksheld, nur eben dieses Störrische, das die feuchten Hände erkalten ließ, wenn sie über die Wange des Knaben strichen. So einen Knaben konnte der Musiklehrer in seinem Chor nicht brauchen. Wenn dieser Knabe krank war, verschwieg er es, um der "Untersuchung" zu entgehen. Dieser Schlaumeier und Drückeberger! Mit zwölf, dreizehn Jahren war mein Gesicht noch nicht entstellt, ich hatte noch nicht die schwere Akne bekommen, unter der ich während der Pubertät und noch Jahre danach litt.

Störrisches Wesen und Literatur

Mit fünfzehn, sechzehn hätte ich verstanden, dass mich der Pater nicht auf sein Sofa holte. Aber da war ich ohnehin schon zu groß, kein Knabe mehr, und das Singenwollen war mir auch vergangen, die Stimme gebrochen. Nur noch Fußball spielen und Bücher lesen. Letzteres ein einsames Vergnügen, das mich - auch wenn es seltsam klingt - mehr als mein störrisches Wesen mit der Ordnung des Internats in Konflikt brachte. Aber vielleicht hängt das zusammen: störrisches Wesen und Literatur.

Fußball spielte ich nicht auf dem Sportplatz des Stifts, sondern in meinem wenige Kilometer entfernten Heimatort. Im Konvikt mussten wir die meiste Zeit Handball spielen, weil der Sportlehrer ein Nostalgiker war und auf dieser damals im Aussterben begriffenen Sportart bestand. Dieser Lehrer war weder Priester noch schwul, sondern nur gewalttätig, ohne Zärtlichkeiten, und seine Nostalgie bezog sich nicht nur auf Handball, sondern auch auf die Nazizeit, in der er einmal den Führer aus dem brennenden Berlin herausgeholt habe, wie er erzählte, wenn er bei Laune war. Der Mann war auch Lehrer für Geschichte, aber er neigte dazu, Fakten und Fantasie zu vermischen.

Vom Regen in die Traufe

Nein, zum Fußball holte mich ein Mann ab, der gleich hinter den Klostermauern bei seiner alten Mutter wohnte und unter seinem Bett eine Unmenge von Sexheften aufbewahrte, mit schwarz-weißen Fotos auf Zeitungspapier. Nachtexpress hieß, glaube ich, eine dieser Zeitschriften. Der Mann war ein sanftmütiger Schwuler, natürlich unverheiratet und in der Bezirkshauptstadt in irgendeinem staatlichen Büro angestellt, obwohl er nicht einmal Schreibmaschine schreiben konnte. Vom Regen in die Traufe: vom Kloster auf den Fußballplatz. In der Traufe gefiel es mir besser.

Der schwule Betreuer holte mich mit seinem Wagen vor den Klostermauern ab, brachte mich zum Training oder zum Spiel, danach wieder zurück ins Internat. Ich verbrachte viel Zeit in diesem Wagen, der auch andere Kinder durch die Gegend kutschierte, zum Beispiel Bauernkinder, die fern vom Ortszentrum wohnten. (Die Bauern begannen sich damals erst langsam für Fußball zu interessieren.)

Eine Zeitlang litt ich unter Leistenzerrungen: gefundenes Fressen für einen schwulen Betreuer, der gern die Penisse seiner Schützlinge betrachtet und manchmal betastet. Wir fuhren in ein entfernter gelegenes Krankenhaus, wo ein sogenannter Sportarzt wirkte, der mir, nachdem er mit einem Kugelschreiber einen winzigen Kreis neben meine Hoden gezeichnet hatte, eine Spritze versetzte, und das ziemlich oft, Leistenzerrungen sind hartnäckig.

Der "leidenschaftlichere" Bruder

Es kam vor, dass mich der schwule Betreuer unterwegs betastete. In seinem schon ein wenig klapperigen Wagen fuhr er so langsam, dass ich Angst hatte, irgendwann würde uns einer von hinten rammen, und knöpfte mir die Hose auf. Seine Finger waren mir unangenehm, aber ich sagte nichts. Ich wehrte mich innerlich dagegen, aber schließlich ejakulierte ich - zu meinem Erstaunen. Das Aufseufzen des Betreuers habe ich immer noch im Ohr. Er nannte den Namen meines Bruders und sagte, der sei "leidenschaftlicher" als ich. Oder ein ähnliches Wort, das ich selbst nie gebrauchte.

Ich verstand, dass er meine Widerstandskraft meinte, die er schließlich doch noch gebrochen hatte, bevor wir die Klostermauern erreichten. Der Betreuer fuhr mich noch oft zum Sportplatz oder ins Krankenhaus, er heftete seine Augen noch oft auf meinen Penis, und noch heute behauptet er, ich sei ein großes Fußballtalent gewesen, aber die Hose hat er mir nicht mehr aufgeknöpft. Warum nicht? Seltsam, diese Frage treibt mich nicht um.

Sie wollte ein Geständnis

Die Welt der Erziehung und des Kindersports war und ist voll von Schwulen, das wird sich nicht ändern. Man soll nicht etwas ändern wollen, was nicht zu ändern ist. Man soll auch keine Drogen verbieten, wenn man weiß, dass kein Mensch ohne Drogen auskommen kann (vielleicht ein paar Mönche hinter Klostermauern ...). Man soll die Sexualität nicht verbieten und nicht verdrängen, wenn man weiß, dass so gut wie jeder sie auf seine Weise ausleben muss (außer vielleicht ein paar Mönche hinter Klostermauern ...).

Dass mein Fußballbetreuer schwul ist, wusste meine Mutter, und ich glaube, alle im Ort wussten es, jedenfalls behauptete sie: "Das wissen doch alle, dass er ein Warmer ist." Warum redete sie aber so auf mich ein, wenn sie ohnehin alles wusste? Sie wollte von mir ein Geständnis. Sie wollte aus meinem Mund hören, dass der Betreuer mich verführt hatte. Sie wollte, dass ich sage, was sie wusste. Vorher war sie nicht zufrieden.

Zum Schwulsein bekehren

Sie drang in mich, sie bearbeitete mich mit ihren Sätzen. Ich erinnere mich ganz genau an den Ort, die sogenannte Gaststube, eigentlich ein kleiner Saal, der an den meisten Tagen geschlossen war und den wir, mein Bruder und ich, zum Ballspielen nützten, Stürmer und Tormann, Tormann und Stürmer. Die türkisgrünen Bodenfliesen. Ich sehe mich, am Ende des Verhörs meiner Mutter, auf diesen Bodenfliesen liegen, erschöpft. Ich hatte widerstanden. Ich hatte nichts gesagt. Ich hatte nicht Nein gesagt, aber auch nicht zugegeben, dass mich der Betreuer verführt hatte.

Schließlich war er ein Freund. Ich sah und sehe ihn immer noch, Jahrzehnte danach, als Freund, obwohl - nein: weil ich mich nicht zum Schwulsein habe bekehren lassen. Gibt es das überhaupt, jemanden zum Schwulsein bekehren? Genießen die Pädophilen, die Liebhaber der Knaben, nicht gerade die Überwindung des Widerstands? Ja, wenn er nicht zu stark ist ...

"Die Warmen sind die Pfaffen"

In jenem Kampf mit meiner Mutter konnte ich siegen, weil ich ihr am Höhepunkt der Verzweiflung mit einer Waffe kam, gegen die sie machtlos war. "Die Warmen, das sind die Pfaffen. Deine Pfarrer, Mutter, die sind doch alle warm." Dagegen wusste sie kein Argument. Ich sehe ihren offen stehenden Mund und dann, zwei Sekunden später, die Tränen, das hervorbrechende Schluchzen.

Wir hätten miteinander weinen können, aber sie zog es vor, die Gaststube zu verlassen. Sie schoss regelrecht durch die Schwingtür, durch die an Tagen, wenn ein Autobus kam oder eine Veranstaltung war (zum Beispiel vom Sportverein), die Speisen und Getränke getragen wurden. Keine Versöhnung, der Kampf endete mit meinem kommentarlosen Sieg.

Dass die Pfarrer, die Mönche, die sie grundsätzlich verehrte, so schweinische Sachen treiben könnten, ging über ihr Vorstellungsvermögen. Die Vorstellung davon hätte ihr ganzes katholisches Weltbild zusammenstürzen lassen. Im Krieg, auf dem Bauernhof, als sie ein Mädchen war und auf dem Feld arbeitete, während die Brüder in Russland fielen, hatte die Familie einen widerständigen Pfarrer vor den Nazis versteckt, und nach dem Krieg, vor ihrer Heirat, hatte sie im Stift Kremsmünster als Köchin gearbeitet, und den ersten Sohn weihte sie Gott, sie hätte ihn am liebsten in einer schwarzen Kutte an dem Ort gesehen, an dem sie gedient hatte. Im Internat, wenn wir unserem Hass gegen sie Ausdruck geben wollten, nannten wir sie "die Schwarzen". Die warmen Schwarzen.

Erotische Anziehung als Grundlage für Lehre

Mein Schwuler gegen die deinen, Mutter. Mein Fußballschwuler gegen deine Gotteswarmen. Wer ist stärker? Kommt das alles nicht auf dasselbe hinaus? Müssen wir denn kämpfen? Brauchen wir den Widerstand? Ich gestehe, Mutter, ich bin missbraucht worden. Und ich gestehe, ich habe Widerstand geleistet. Meinen Fußballschwulen aber, den verrate ich nicht, weder dir noch den anderen. Es kommt vor, dass ich ihn treffe, auf einen Kaffee im Gasthaus meines ... Nein, diese Details verrate ich nicht. Heute ist er ein alter, zuweilen fröhlicher, immer noch aktiver Mann, und er lebt immer noch in der Wohnung seiner Mutter, die inzwischen gestorben ist. Wir reden ein wenig über Fußball und Fußballknaben, über den und jenen, die alten Zeiten, etwas anderes interessiert ihn nicht.

Ich könnte ihm sagen, dass dort, wo ich unterrichte, hin und wieder Professoren wegen sexueller Belästigung von Studentinnen entlassen werden, alles in allem zu meinem Bedauern, denn die Universitäten werden auf diese Weise auch nicht besser. Ich würde sagen, dass ich immer noch Sympathien hege für die alte griechische Idee und Praxis, erotische Anziehung, diese unauslöschliche Energie, als Grundlage jeder Lehre und Erziehung zu betrachten.

Da sollten wir nicht schweigen

Ich selbst versuche das zu praktizieren: Umwandlung erotischer in pädagogische Energie, dieses Widerspiel, diese leise Spannung, die man besser nützen als aus rotten sollte. Übertragungsliebe, würde ich sagen, hat Freud das genannt ... Richtig, das ist nicht dasselbe, insofern diese Liebe vom Untergebenen ausgeht. Und doch ein verwandtes Phänomen. Man sollte die Liebe, die Energie, den Eros nicht ablehnen, nicht wegschauen, sondern sich die Energie zunutze machen.

Der Lehrer sollte so sein, sich so verhalten, meinetwegen auch: so aus gebildet werden, dass ihn die Schüler lieben können. Dass die Liebe erwacht, auch die erotische. Was ich hingegen nicht schätze, würde ich zu meinem sanftmütigen Betreuer sagen, ist Gewaltanwendung und Machtmissbrauch. Ein bisschen vielleicht, einverstanden, man kommt ja nicht drum herum. Aber keine Ohrfeigen, keine Penetrationen, kein Gewehr im Schrank. Das ist dann doch etwas anderes.

Da würde ich auch nicht schweigen. Da sollten wir jedenfalls nicht schweigen ...  (Leopold Federmair, Album, DER STANDARD, 21./22.4.2012)

Leopold Federmair, geboren 1957 in OÖ, war fünf Jahre lang Internatszögling im Stift Kremsmünster. Er lebt als Autor, Übersetzer und Lehrer in Hiroshima. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Letzte Buchveröffentlichungen: "Erinnerung an das, was wir nicht waren" (Roman, Otto-Müller- Verlag 2010); "Der Bedeutende und sein Fachmann" (Essays, Klever-Verlag 2011).

Share if you care