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Malek Jandali spielt am 28. April im Wiener Konzerthaus ein Benefizkonzert für Syrien.
Als er seine Musik der syrischen Opposition widmete, schickte das Regime seinen Eltern in Homs Schläger ins Haus, erzählt der in den USA lebende Komponist Malek Jandali im Interview mit Gudrun Harrer.
STANDARD: Sie stellen mittlerweile Ihre Arbeit ganz in den Dienst der Revolte in Syrien, aber Sie gehören keiner politischen Gruppierung an.
Jandali: Als Künstler muss ich meine Kunst auf die Höhe des historischen Moments - die Revolution - heben. Die Menschen in Syrien haben zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Freiheit gekostet - und sie haben sie so lieben gelernt, dass sie dafür zu sterben bereit sind. Es gibt keine Kunst ohne Freiheit. Ich versuche, diese Wahrheit durch meine Musik zu dokumentieren. Dabei geht es nicht um Politik, sondern um Humanität.
STANDARD: Viele Syrer haben Angst vor dem, was nach Assad kommt.
Jandali: Wir sollten uns anschauen, was Syrien vor den Assads war: Wir hatten wirtschaftliche und politische Diversität, Kreativität, es gab keine konfessionellen Konflikte. Das Regime spielt mit der Angst, es versucht, die Menschen auseinanderzudividieren. Das tun alle Diktatoren. Aber es gibt nur eine Frage, und die lautet: Wer tötet hier wen? In Syrien tötet der Diktator sein eigenes Volk. Stellen Sie sich die deutsche Armee vor, die Berlin beschießt ... Aber die syrische Armee, das ist ja keine syrische Armee, denn sie tötet Syrer. Die Syrer erobern den Patriotismus zurück. Ich habe nie in meinem Leben eine syrische Flagge besessen, ich war nie ein Patriot, denn der Name meines Landes war immer assoziiert mit dem Namen des Diktators. Ich habe Assad nicht gemocht, also habe ich Syrien nicht gemocht. Heute ist Syrien wieder ein schöner Name, und Assad ist von ihm abgetrennt. Und ich habe eine syrische Flagge, jene aus der Zeit vor Assad.
STANDARD: Was sagen Sie jenen Syrern - darunter vielen Christen -, die sich dem Aufstand noch nicht angeschlossen haben?
Jandali: Ich sage ihnen: Niemand kann ein Regime unterstützen, das Kinder tötet und Frauen vergewaltigt. Wir haben ein Problem, wir haben Krebs, und wir sollten keine Angst haben, dass wir bei der Behandlung die Haare verlieren. Wir müssen den Krebs loswerden, der uns umbringt. Die Christen sind sehr aktiv in der Revolution. Alles andere ist Propaganda des Regimes, das alle Medien kontrolliert.
STANDARD: Sie haben Ihre Musik beim Begräbnis von Marie Colvin, der in Homs getöteten US-Journalistin, gespielt.
Jandali: Sie haben aus meinem Album "Emessa" (Homs) gespielt. Ihre letzte Station auf ihrer Reise auf der Suche nach der Wahrheit und der Schönheit war Homs, meine Heimatstadt. Es war mein erstes Revolutionsbegräbnis, sehr emotional. Marie war eine sehr mutige Frau, ich habe nur meine Musik.
STANDARD: Sie stammen selbst aus Baba Amro, dem geschundenen Viertel in Homs.
Jandali: Ja, und nachdem mein Stück "Freiheit", die Qashoush-Symphonie, herauskam, wurde mein Elternhaus zerstört. Ich habe mich verpflichtet gefühlt, die einfache Melodie von "Hau ab, Bashar", die Ibrahim Qashoush in den Straßen sang, in eine Symphonie zu fassen. Das Regime ließ ihm die Kehle durchschneiden und ihn in den Fluss werfen. Ich hätte nicht den Mut zu tun, was er tat, ich kann nur seine schöne Seele ehren.
STANDARD: Auch Ihre Eltern wurden angegriffen.
Jandali: Ich habe am 23. Juni mein Lied "Watani Ana" (Ich bin mein Heimatland) im Weißen Haus gespielt, ein paar Tage später sind die Schläger im Haus meiner Eltern in Baba Amro aufgetaucht. Sie haben vor allem meine Mutter schwer geschlagen, vor meinem gefesselten Vater, und ihr gesagt: "Das ist dafür, dass du deinen Sohn nicht ordentlich erzogen hast." Wir können froh sein, dass sie sie nicht getötet haben. Ich habe danach alles in Bewegung gesetzt, sie aus Syrien herauszubekommen, jetzt sind sie bei mir. (Gudrun Harrer, DER STANDARD, 21./22.04.2012)
Malek Jandali (40), in den USA lebender syrischer Musiker, stellt seine Arbeit in den Dienst der Revolte in Syrien. Jandali stammt aus Homs, ist aber in Deutschland geboren. Er studierte in Syrien und in den USA Klavier, gewann 1988 den National Young Artists Wettbewerb und ist heute als Komponist tätig. Dabei lässt er sich von der ältesten bekannten Musiknotation der Welt, entdeckt in der antiken Stadt Ugarit in Nordsyrien, inspirieren. Jandali gibt am 28. April im Wiener Konzerthaus ein Benefizkonzert für Syrien, "Echoes from Ugarit".
Linktipp: www.malekjandali.com
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... aber solche Stimmen haben wir auch in Ägypten gehört und jetzt haben die Moslemparteien die Mehrheit und die Christen (Kopten) leiden mehr als je zuvor. Schaun sie doch, was in den Moscheen gepredigt wird in Ägypten: Da sehen wir die Zukunft, sollte die "zivile" Regierung die volle Macht bekommen.
Ich fürchte das auch für Syrien!
..von der provinz idlib:
http://www.youtube.com/watch?v=r... r_embedded
zitat: "... Niemand kann ein Regime unterstützen, das Kinder tötet und Frauen vergewaltigt ... Das Regime ließ ihm die Kehle durchschneiden und ihn in den Fluss werfen. ...." in diesem interview werden tatsachen beim namen genannt, die das mörderische regime in syrien nicht besser beschreiben können. um so verwunderlich, wie hier im forum für assad manderln gemacht werden.
Also wenn man hier die Postings liest glaubt man wirklich als würde hier jeder wissen was wirklich in Syrien passiert...das wir hier massenweise manipuliert werden sollte mittlerweile jedem klar sein...
Ein Beispiel; bei der sicherheitskonferenz hat Ahmadinedschad wörtlich gemeint; Israel wird wie die Sowjetunion 1990 untergehen... Laut allen großen europäischen Medien soll er sich dann für die Entfernung Israels auf der Landkarte und den Untergang Israels ausgesprochen haben...
Das Problem an der ganzen Sache ist- alle Medien holen sich die Information von der zuständigen Agentur überprüfen es aber dann nicht mehr selber...das bedeuted einer übersetzt falsch und die massenmanipulation nimmt ihren lauf...
Denkst mal drüber nach...
Lieber Def_izit,
ich bin ein wenig unsicher, und werde heute Nacht den Kopf einziehen.
Zum wiederholten Male bringen Medien eine Meldung:
http://www.nowlebanon.com/NewsArtic... ?ID=388452
welche sich erst am nächsten Tag bewahrheitet.(Zukunftvisionen?)
Gestern als dieser Angriff erfolgt sein sollte, saß ich im Garten, kaum 2000 Meter vom Flughafen entfernt.
Alles blieb ruhig.
Am Abend fuhr ich nach Mezzeh zu Freunden. Am Weg dorthin fahre ich naturgemäß an Soumarieh vorbei. Alles normal. Wäre es zu einem Anschlag gekommen, wäre gerade diese Strasse, welche vom Golan kommt gesperrt gewesen. Die Sicherheitskräfte nebst Militär wären wie aufgescheuchte Wespen herumgezogen. Doch nichts dergleichen.
Eine Lüge mehr im Medienkrieg.
AHSU Tages-Tipp: der journalist Shakeeb Al-Jabri hat eine, für den nackten affen, glänzende analyse geschrieben, denn er benützt eine einfache, aber klare sprache, nix verzopftes; Shakeeb Al-Jabri ist syrischstämmig, aber im libanon aufgewachsen; er hatte vor dem syrischen aufstand eigentlich nicht über syrien, sondern v.a. für die palästinensische sache und über das verschwiegene aids-problem geschrieben, aber nun hat er seine journalistische aufmerksamkeit auch auf syrien gerichtet:
http://www.ayyam.org/english/?p=340
"The Revolution Matures
Meanwhile the revolution is building its own economy. Local committees, tasked with organizing protests, are growing into revolution councils that manage each city’s internal affairs. [...]
These councils are merging into city-wide “revolution councils” and taking on the additional responsibility of humanitarian relief. Revolution councils survey needs, receive aid and redistribute it. They arrange shelter and aid for the internally displaced."
So fängt Kommunismus an.
Der Vergleich mit den Kommunarden hinkt leider ein wenig. Haben doch die Kommunarden die Adeligen und Reichen in den "Salle de la dernier toilette" geführt. Diese Leute killen aber auch Menschen welche sich die Commune anders vorstellen. Und das ganz ohne Gerichtsurteil. Sogar einen eigenen Henker haben diese "Oppositionellen" Ein wahrhaft demokratischer Weg, den diese "Voklsbefreier" einschlagen.
Vorweg nehmen möchte ich gleich, daß ich jegliche Ausschreitung des syr. Militärs auch verurteile. Doch wenn sich Jemand moralisch und politisch über die herrschende Macht stellt so muß er sich auch mit anderen Maßstäben messen lassen. Ansonsten ist es nur gleicher Ersatz für ein repressives System.
LG
Pepi Berger
Damaskus
und die Jungs in Doha machen nichts - der Chef von AJE-Online - Mohamed Nanabhay - verkauft seine "Statistik" als Erfolgststory und lässt duzendweise normale User sperren
Balkis hat einen eigene blog
http://www.enduringamerica.com/home/2012... aders.html
und unser Blog
http://gofreesyria.blogspot.com/2012/03/t... tired.html
- ich weiß wer Goran wirklich ist - läuft ebenfalls gut - ich bin nur comoderator - naja Goran hat noch nie ein Disqus Modul in Worldblog installiert - ist aber ganz einfach
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