Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ein erschreckend hoher Anteil, nämlich vier von zehn Personen, gibt seine Machtlosigkeit am Arbeitsplatz zu. So lautet ein Ergebnis aus einer aktuellen Studie der Universität Graz mit ca. 1450 berufstätigen Personen. Widerspricht diese Zahl unserer eigenen Wahrnehmung? Sie ist eines der Geheimnisse und Widersprüche, die sich in der Arbeitswelt finden lassen.
Es gibt viele Dinge, die nicht gerne geäußert werden. Versteckt, aber damit zusammenhängend, finden wir das Phänomen des inneren Rückzugs, des Verlusts an Beteiligung im Unternehmen. Diese Serie soll Konzepte der Arbeits- und Organisationspsychologie präsentieren und Lösungsansätze formulieren. Die Rolle der Psychologie wird manchmal mit der Behandlung "kranker" Aspekte verbunden, hier können wir positive Seiten vorstellen - beginnend mit dem Zauberwort der Motivation.
Demotivation ist schnell erreicht
Wer kennt ihn nicht, den Satz: "Wir müssen die Mitarbeiter mehr motivieren, dann ..." folgt mehr Einsatz, wird besser und schneller gearbeitet etc. Aber - gelingt das denn immer, ist das eigentlich möglich? Eine Studie zeigt: Es ist, vereinfacht gesagt, mindestens viermal so leicht, einen Menschen zu demotivieren, als ihn zu motivieren. Man benötigt mehr als viermal so viel Einsatz als Führungskraft, um ein Demotivationserlebnis auszugleichen - davon berichten Mitarbeiter vielfach. Demotivation ist schnell erreicht und beginnt bei einfachem Ignorieren und Nichtgrüßen und geht weiter, wenn Arbeitsergebnisse ohne Dank oder Lob, oftmals sogar nur mit Kritik entgegengenommen werden.
In vielen Studien berichten uns Mitarbeiter von den Dingen, die sie " frustrieren", ihnen den Spaß an der Arbeit nehmen. Das Ergebnis ist nicht nur "Frust", sondern vor allem innerer Rückzug, die "innere Kündigung". Dieser Endpunkt ist dann erreicht, wenn das Engagement auf null sinkt und die Demotivation sehr hoch ist.
Arbeiten nach Vorschrift
Viele arbeiten dann nur mehr nach Vorschrift, die Kreativität sinkt, in vielen Unternehmenskennzahlen wird das sichtbar - nur nicht bei den Mitarbeiter: Innere Kündigung ist unsichtbar. So konnten wir in einer Studie die hohe Zahl von 62 Prozent innerlich Gekündigter identifizieren, die Hälfte ist aber weit davon entfernt, einen anderen Job zu suchen. Innerlich gekündigte Mitarbeiter verlieren auch den Glauben an ihre Wirksamkeit. Die Quellen für Demotivation werden oft nicht deutlich erkannt. Wir sehen in Studien und in Projekten in der Praxis auch deutlich, dass die Gründe dafür nicht gerne wahrgenommen werden.
Es sind alte Werte, die die Basis für Engagement und den Schutz vor Demotivation bieten: Wertschätzung, Respekt, Anerkennung, Fairness. Der volle Einsatz kann nur erreicht werden, wenn Mitarbeiter erleben, dass sie mit ihren Fähigkeiten mitwirken können und die genannten Werte im Unternehmen ernst genommen werden.
Was bedeutet das für die Praxis? In arbeits- und organisationspsychologischen Beratungen können Prozesse und Strukturen erkannt und verändert werden, die Engagement am Arbeitsplatz fördern. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, muss nicht nach "mehr Motivation" gerufen werden, dann kommt Engagement "von selbst". (Paul Jiménez, DER STANDARD, 21./22.4.2012)
PAUL JIMÉNEZ ist Leiter der Fachsektion Arbeitspsychologie im Berufsverband der österreichischen PsychologInnen und Forscher am Institut für Psychologie an der Universität Graz.
Link
Nehmen Sie sich Zeit dafür oder fällt die Pause dem Zeitdruck zum Opfer? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum
Feuerwehrausrüster Rosenbauer ist Platzhirsch in Saudi-Arabien und sucht Techniker aller Ränge, die sich als Expatriates in den Wüstenstaat wagen
Rund 20 Prozent der Befragten hoffen für 2013 auf ein Lohnplus von fünf Prozent und mehr - Kritik an Intransparenz von Boni
Das Projekt "Job Impuls" hilft Betroffenen mit persönlichen Coachings beim Wiedereinstieg ins Berufsleben
Mehr Frauen als Männer sind der Meinung, dass arbeitsbedingter Stress weit verbreitet ist
Immer mehr WU-Absolventen gründen Unternehmen
Und stehen Dienstnehmern trotzdem bezahlte Überstunden zu? Arbeitsrechtsexperte Stephan Nitzl beantwortet Userfragen
Arbeiterkammer erkämpfte für ihn 26.000 Euro - Kritik an kurzen Verfallsfristen für Ansprüche
Flexible Arbeitszeiten wie Gleitzeit häufig genutzt, Elternteilzeit und Burn-Out-Prävention nur selten
Human-Resources-Verantwortliche (HR) sind aus ihren Nebenrollen nun in der Mitgestaltung der Unternehmensstrategie angekommen, sagt die größte heimische Studie zum Thema
Zum Thema "Erfolgsfaktor Frau: Quote & Co im Wirksamkeitstest" wurde im Woman Talk Business Symposium diskutiert
Unfallversicherungsschutz auf Bürowegen gilt nur bei Tätigkeiten, die lebenswichtig sind oder mit der Arbeit zusammenhängen
Aufmerksamkeit erzielen, Interesse wecken und überzeugen: Ein Dreischritt, der in allen möglichen Variationen im Beruf immer wieder gefordert ist
Unternehmen, Organisationen und die Medien: Was darf wer überhaupt noch?
Die AK Oberösterreich fordert einen Kündigungsschutz im Krankenstand
Viele Frauen wollen nicht an die Unternehmensspitze, sagen die einen - das sei ein hartnäckiges Vorurteil, behaupten die anderen
Die Zahl der Väter, die in Karenz gehen, stagniert, erklärt Sybille Reidl, Autorin einer Studie
Oft sind es schlicht falsche Erwartungen, die zu richtigen Problemen im kollegialen Miteinander führen
Das Vereinbaren von Beruf und Familie stellt besonders Frauen noch immer vor große Herausforderungen. Gefordert wird auch eine höhere Bereitschaft der Betriebe, um Job und Kinderbetreuung besser unter einen Hut zu bringen
2012 waren es 27 Prozent aller Erwerbstätigen
Für die effiziente Arbeit von zu Hause – im Homeoffice – muss der vertrauensvolle Umgang zwischen Chefs und Mitarbeitern genauso vorhanden sein, wie ein professionelles Management desselben
PwC ließ die eigenen Mitarbeiter befragen - Generation Y stellt mehr Forderungen an Arbeitgeber
Lücke im Jahr 2020 bei Akademikern beherrschbar, aber Facharbeiter fehlen - IV: In Österreich in den nächsten Jahren 30.000 bis 50.000 Fachkräfte zu wenig
US-Jobportal CareerCast reiht nach Risiko, Verdienst und Zukunftsperspektiven
Der Vereinbarkeitsbegriff braucht eine Erweiterung etwa um das Thema Pflege, meint Manuela Vollmann von abz*austria
Es gib halt viele Jobs, die nicht besonders lustig sind. Aber jeder Mensch hat einen enormen Eigenantrieb, solange das Unternehmen nicht unfair wird. Hochnäsige Kunden, unfähige Vorgesetzte, unfaire Kollegen; das alles lässt sich aushalten. Wenn aber Überstunden nicht bezahlt werden, andere für gleiche Arbeit mehr bekommen oder Beförderungen nur für Arschkriecher erreichabr sind, dann steigt der Zorn.
Erlebe dies derzeit in einem intern. Konzern:
Der Druck, den das Management mit viel Geld abgegolten erhält, wird gnadenlos noch unten weitergegeben! Nur das diese Ebene nicht so toll bezahlt wird und oft auch nicht für die neuen Aufgaben ausgebildet ist! aber überall im Unternehmen hängen die Werte und seltsamerweise wird immer nur ein Wert ausgesprochen: der Wert "Leistung" an dem sich der Untergebene (habe mit Absicht dieses Wort gewählt) orientieren soll. Alle Anderen Werte (Respekt, Anerkennung, Wertschätzung, etc.) kommen nur an schön gestalteten Postern vor und werden un unserem Unternehmen nicht gelebt. Es lebe der Kapitalismus mit allen seinen Auswüchsen!!
Ich kann ja nur meine Gründe nennen.
1; Wirtschaftprognosen gehen von einem Wachstum von 2-3% aus. Konzern will 10 - 15% Umsatzwachstum. Wird diese unrealistische Kennzahl nicht erreicht -> Keine Prämien für die Managementebene.
2; Auch wenn diese Kennzahlen erreicht werden, unter der Managementebene bekommt niemand Prämien. Bei mir persönlich sind es dann jedes Jahr Reallohnverluste, durch den tollen Handels KV.
3; Zur Zeit werden gerade Mitarbeiter abgebaut, um so doch noch an oben genannte Kennzahlen zu kommen. Nicht dafür ausgebildete MItarbeiter finden sich plötzlich mit Projektleitertätigkeiten betraut, werden aber dafür weder bezahlt, noch werden sie als solche geführt.
und so vieles mehr.....
wenn man den kunden alle handlungsmoeglichkeiten nimmt und das arbeit nennt stresst es, da muessen dann die psychologen helfen, bis man zur inhaftierung schreiten muss, da muessen dann die psychologen helfen, bis man resozialisieren muss, da muessen dann die psychologen helfen. das ist uebrigends strafbar. ich mag das nicht.
Und was heißt das jetzt i.d.praxis? Noch mehr managementseminare, consultingfirmen die sich die inneren (haha) Strukturen anschauen u.s.w.
Was bringts für den kleinen Maxi? Mehr Arbeit denn er soll ja gefordert werden..... Mehr Kritik denn er soll ja zu selbständigem denken angeleitet werden.
Dass das ganze mit freundlichem und respektvollem Umgang miteinander viel besser gelöst wäre und ev. die Unmenge an Geld die in solche firmen gesteckt werden an die Arbeiter als Prämien od. Lohnerhöhungen gut angelegt sind.... Daran denkt kaum noch jemand.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.