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Wien - Die börsenotierte Sparkassen Immobilien AG (s Immo) will im heurigen Jahr ihre Immobilienverkäufe mehr als verdoppeln und mit den Erlösen verstärkt Kredite zurückzahlen. Die Immobilienverkäufe sollen in Österreich und Deutschland stattfinden, wo keine oder nur mehr geringfügige Wertsteigerungen erwartet werden. Nachdem 2010/11 Einkaufszentren in Bulgarien und Rumänien in die Vermietung gegangen sind, hat sich das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) im vergangenen Jahr massiv - um mehr als 50 Prozent - verbessert, geht aus den am Freitag veröffentlichten, endgültigen Jahreszahlen hervor. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte soll für 2011 eine Dividende ausgeschüttet werden - 10 Cent pro Aktie.
Einen konkreten Ausblick auf 2012 wollte das Management bei seiner Bilanzpressekonferenz nicht geben - in ihrer Aussendung erwartet die s Immo zwar eine positive Entwicklung in Deutschland, verweist aber auf "Schuldenkrisen, Euro-Crash-Szenarien sowie die österreichische Wertpapierzuwachssteuer" als Unsicherheitsfaktoren.
Quadratmeterpreise bis zu 15.000 Euro
Die einzigen Zukunftsaussagen durch Finanzvorstand Ernst Vejdovszky betrafen die Bewertungen: Die 2011 noch klar rückläufigen Bewertungen in Ost- (CEE) und Südosteuropa (SEE) sollen kleiner werden, für Deutschland erwartet man ein "klares" und für Österreich nur mehr ein "kleines" Plus. "In Österreich liegen wir im Bewertungszyklus schon sehr hoch", sagte Vejdovszky. Bei den Wiener Wohnungsverkäufen 2011 habe man Quadratmeterpreise "zwischen 7.500 und 15.000 Euro" erzielen können.
Insgesamt hat die s Immo im vergangenen Jahr Liegenschaften im Wert von 46,5 Mio. Euro verkauft und damit einen Gewinn von 11,6 Millionen Euro gemacht. Heuer werden Verkäufe um 100 Mio. Euro angestrebt, die in Wien, Berlin und Hamburg erfolgen sollen. Die Gewinne sollen in die Rückzahlung von Krediten fließen. Dazu laufen bis Ende des Jahres noch Revitalisierungsinvestitionen in Berlin sowie ein Aktienrückkaufprogramm bis Ende Mai.
Am künftigen Wiener Hauptbahnhof wird sich die s Immo an der Entwicklung eines Teilbereichs beteiligen, die alle Konsortialpartner zusammen rund 300 Millionen Euro kosten wird. In das "Quartier Belvedere Central" werde ein Konsortium aus Porr, Erste und s Immo investieren, wobei s Immo der kleinste Konsortialpartner sei, hieß es von Seiten des Unternehmens. Der Zeithorizont dieses Developments wurde mit fünf bis zehn Jahren angegeben. Zukäufe soll es nur mehr in besonderen Fällen geben. (APA, 20.4.2012)
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