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Wien - Nach Kritik von Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern haben sich nun auch die VP-Landesschulratspräsidenten dem am stärksten kritisierten Fach bei der ab 2013/14 an AHS geplanten Zentralmatura angenommen, der Mathematik. Nach einer Auseinandersetzung mit der "vielfach geäußerten Kritik" würden die Präsidenten nun "die Verunsicherung der SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen" verstehen und fordern das Unterrichtsministerium und das für die Zentralmatura zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) "zur Nachbesserung" auf, so der oberösterreichische Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer in einer Aussendung.
In den vergangenen Wochen forderten Betroffene wiederholt eine Verschiebung des Zentralmatura-Starts an den AHS, weil es in den Fächern Mathematik und Deutsch keine ausreichende Vorbereitung gebe. Laut Lehrergewerkschaft stellt Mathematik hier das größte Problem dar, Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) betonte aber erst kürzlich erneut, am Zeitplan für die AHS 2013/14 und die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 2014/15 festhalten zu wollen.
Die VP-Landesschul-Chefs Enzenhofer, Siegi Stemer (Vorarlberg), Hans Lintner (Tirol), Hermann Helm (NÖ), Elisabeth Meixner (Steiermark), Franz Fischer (Burgenland) und Wolfgang Neubacher (Salzburg) fordern nun unisono, dass die Mängelliste "jetzt endlich zügig abgearbeitet" wird. Zudem regen sie die Einführung zusätzlicher Module an, da man mit nur einem Prüfungssetting für Mathematik "nicht den erworbenen Kompetenzen der SchülerInnen gerecht wird". Der naturwissenschaftliche Zweig eines Gymnasiums hätte etwa deutlich mehr Mathematikunterricht als der musische Schwerpunkt. "Unterschiedliche schulischen Schwerpunkte bedingen unterschiedliche Prüfungsanforderungen", heißt es in der Aussendung. (APA, 20.4.2012)
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"zentralmatura" würde zentrale beurteilung bedeuten. bei der geplanten standardisierten reifeprüfung ist noch genug spielraum für lehrerwillkür!
...und sie sind Schmied einfach wurscht. Die LehrerInnen wurschteln dahin, so gut sie können, besuchen (zum Großteil sinnlose und sich widersprechende) Seminare. Für sie wirds allenfalls peinlich, für die Lernenden stellen sich existenzielle Fragen, wenn sie die vielgepriesene "neue" Matura, dieses unausgegorene, unfaire Unding, nicht schaffen. O-Ton Seminar Mathemathik: "Was wollens, in Rumänien sind bei der ersten Zentralmatura in Mathe auch 80% durchgefallen" Das soll uns trösten??? Was bin ich froh, dass mein Sohn als letzter Jahrgang nach dem klassischen Schema maturieren kann!
alle zwei wochen etwas anderes oder neues zu hoeren, das dem inhalt der vorigen fortbildung widerspricht. informiere meine schueler/innen nach den seminaren immer am naechsten tag - na die freuen sich immer.
sofort der parteipolitische Beißreflex aktiviert wird. Kein Wort über das nicht hinweg zu diskutierende Problem, dass unterschiedliche Schulschwerpunkte die zentrale Aufgabenstellung ebenso ad absurdum führen wie unterschiedliche Stundenzahlen. Ich kenne eine Schule (mit Modulsystem), die in der 7./8. Klasse nur mehr 2 Mathe-Stunden im Angebot hat.Die fehlende Stunde wird geschluckt durch autonome Fächer. Die Mathematiker dort sind in berechtigter Panik,liebe Schmied-Fans.Wenn die roten Poster wenigstens argumentieren würden, dass alle Schulen dieselben Voraussetzungen bieten sollten, damit alle Schüler die gleichen Erfolgschancen haben. Au, geht nicht, dann fällt die schulische Autonomie.Tja,es ist ein Problem,nur nicht für Frau Minister.
Das weiß die Frau Minister, aber es wird darauf überhaupt keine Rücksicht genommen. Das ist schon festgelegt, dass unterschiedliche Stundenzahlen in den Fächern nicht berücksichtigt werden. es müssten für eine Zentralmatura mit gleichen Chancen auch gleiche Voraussetzungen (auch in den Lehrplänen) geschaffen werden. Man kann nicht gleiche Leistung bei völlig unterschiedlich gestalteten Lehrplänen fordern.
Hätten wir nicht diese un säglichen Landesschulräte, würde auch hier weniger gesudert.
Natürlich ist denen fad, und jetzt Motschkerns ein bisserl umher....Natürlich müssen dabei die Interessen der "Baadeii" drinnen sein.
Nur ist das wurscht...
Absolut unnütz dieses Sudern aus der Pampas...
Braucht kein Schwein..
wollen nur den Schein aufrecht erhalten, dass es tatsächlich Niveauunterschiede zwischen dem G und dem RG gibt. Der Grund, warum die von der ÖVP dominierte Lehrergewerkschaft die Fassadenerhaltung von G und RG fordert, liegt lediglich darin, dass damit mehr M-Stunden für die M-Lehrer herausschauen.
Was in diesen zusätzlichen M-Stunden geschieht, unterliegt ohnedies keiner Kontrolle, weil die Lehrer ihre Aufgaben für die Matura selbst zusammenstellen und mit eintrainierten Beispielen den (Typen)Schein wahren. Wer schon mal Mathematik in beiden Typen unterrichtet hat, wird meistens feststellen, dass die G-Schüler mit weniger M-Stunden die besseren sind und die RG-Schüler das Mehr an Stunden für das Üben brauchen.
"Unterschiedliche schulischen Schwerpunkte bedingen unterschiedliche Prüfungsanforderungen"
vergleicht man die matura mit dem führerschein - schließlich ist sie die berechtigung zu studieren, und zwar alles- so würde das auch bedeuten, dass jemand, der am land den führerschein ohne kenntnisse von ampeln machen kann. :)
darum auch meine überschrift ;-)
eigentlich sollte man in erster linie natürlich hinterfragen warum betont die VP-lastigen räte aufschreien. diese politiker(posten) haben doch üblicherweise ohnehin keinen durchblick oder einblick in die praxis.
da steht zumindest die SPÖ um nichts nach. Und die dürfen nicht aufschreien, weils das Baby von einer SPÖ-Ministerin ist. Wäre noch die Geherer am Werk wären die VPler ruhig und die SPler würden schreien. Das traurige ist, dass es hier von beiden Seiten wieder nur um Parteipolitik und nicht um die Sache geht.
Im September 2009 ist der erste Entwurf aus Klagenfurt veröffentlicht worden (damals noch mit der Intention, dass im ersten Teil der Matura 75% der Punkte erreicht werden müssen, um eine positive Gesamtnote zu erreichen).
Nach einigen Schreckmonaten haben viele Mathematiklehrer aufgeschrien - auch wegen der unterschiedlichen Stundendotierungen in den verschiedenen Gymnasialformen.
Jetzt, nach mehr als 2 Jahren ist dieser Aufschrei auf LSR_Ebene gehört worden.
Wenn man dies linear interpoliert, wird die nächste Verwaltungsebene - das Ministerium - ungefähr Mitte 2014 erkennen, dass es mit der Mathematikmatura Probleme geben könnte ;-)
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