Patentrechtsexperte Florian Müller in der Kritik

Berichtet laufend zu Google vs. Oracle, muss nun aber eingestehen Geld von Oracle zu bekommen

Üblicherweise berichtet der deutsche Patentrechtsexperte Florian Müller über die zunehmend erbittert geführten Patentstreitigkeiten zwischen den großen Playern in der IT-Branche, nun rückt er selbst in den Mittelpunkt des Interesses: Am Rande eines aktuellen Blog-Eintrags gesteht Müller ein, dass er "seit kurzem" als unabhängiger Experte für Oracle arbeitet.

Kritik

Eine Offenbarung, die schnell für einige Aufregung gesorgt hat, berichtet Müller doch seit geraumer Zeit über den aktuellen Rechtsstreit zwischen Google und Oracle. Manche KritikerInnen - etwa das rund um den SCO-Prozess bekanntgewordene Blog Groklaw - hatten im schon in der Vergangenheit Einseitigkeit in seinen Analysen vorgeworfen, und wähnen sich nun in ihrem Verdacht bestätigt. Immerhin habe sich Müller schon bisher ziemlich auffällig auf die Seite von Oracle geschlagen, so der Vorwurf von Groklaw.

Unabhängig?

Müller selbst betont, dass seine Tätigkeit für Oracle keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung im Rahmen des FOSS-Patents-Blogs haben soll. Allerdings lässt er in dem Beitrag offen, wie lange er schon von dem Datenbankspezialisten bezahlt wird bzw. ab wann er von seiner kommenden Aufgabe gewusst hat. Der Patentexperte verweist lediglich darauf, dass er sich irgendwann nach seinem offenen Eintreten gegen eine SUN-Übernahme durch Oracle mit dem Softwarekonzern verständigt hat.

Microsoft

Bereits vor einigen Monaten hatte Müller bereits offengelegt, dass er als Patentspezialist an einer von Microsoft-finanzierten Studie beteiligt ist. (red, derStandard.at, 20.04.12)

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