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Üblicherweise berichtet der deutsche Patentrechtsexperte Florian Müller über die zunehmend erbittert geführten Patentstreitigkeiten zwischen den großen Playern in der IT-Branche, nun rückt er selbst in den Mittelpunkt des Interesses: Am Rande eines aktuellen Blog-Eintrags gesteht Müller ein, dass er "seit kurzem" als unabhängiger Experte für Oracle arbeitet.
Kritik
Eine Offenbarung, die schnell für einige Aufregung gesorgt hat, berichtet Müller doch seit geraumer Zeit über den aktuellen Rechtsstreit zwischen Google und Oracle. Manche KritikerInnen - etwa das rund um den SCO-Prozess bekanntgewordene Blog Groklaw - hatten im schon in der Vergangenheit Einseitigkeit in seinen Analysen vorgeworfen, und wähnen sich nun in ihrem Verdacht bestätigt. Immerhin habe sich Müller schon bisher ziemlich auffällig auf die Seite von Oracle geschlagen, so der Vorwurf von Groklaw.
Unabhängig?
Müller selbst betont, dass seine Tätigkeit für Oracle keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung im Rahmen des FOSS-Patents-Blogs haben soll. Allerdings lässt er in dem Beitrag offen, wie lange er schon von dem Datenbankspezialisten bezahlt wird bzw. ab wann er von seiner kommenden Aufgabe gewusst hat. Der Patentexperte verweist lediglich darauf, dass er sich irgendwann nach seinem offenen Eintreten gegen eine SUN-Übernahme durch Oracle mit dem Softwarekonzern verständigt hat.
Microsoft
Bereits vor einigen Monaten hatte Müller bereits offengelegt, dass er als Patentspezialist an einer von Microsoft-finanzierten Studie beteiligt ist. (red, derStandard.at, 20.04.12)
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Sind Patente mehr als ein Mittel für Großkonzerne Märkte zu verteidigen?
Eine grundsätzliche Diskussion wäre angebracht wie die Gesellschaft von neuen Ideen profitieren kann!
Patentrecht ist für Erfinder schon lange kein fruchtbares Thema mehr!
gibt sehr viele Erfinder... auch in Großkonzernen. Patente helfen den Unternehmen die Investitionsrisiken (Entwicklungskosten, Marketing etc.) abzufedern - insgesamt also ein gewisser Sicherheitsfaktor auch für die Angestellten. Jemand der innovativ ist und dies auch belegen kann (in Form von Patenten) braucht in der Arbeitswelt wohl wenig befürchten.
Irgendjemand hat ihm vor einigen Monaten vorgeworfen gekauft zu sein und einseitig zu berichten. Florian Müller hat beleidigend reagiert und war teilweise sehr emotional. Ich glaube es war Sascha von/auf netbooknews.de: http://goo.gl/3ybQj
Ich habe mich auch gewundert, wieso immer und überall nur alleine Florian Müller zitiert worden ist. Aber da es keine anderen Patentexperten als Florian Müller zu geben scheint, die unabhängig berichten und nicht gekauft sind, scheint es wohl in Ordnung zu sein.
Wahrscheinlich weil er der einzige Experte ist der zu den Themen die ganze Zeit bloggt. Natürlich nehmen die Medien dann dessen Input auf und fragen immer wieder bei ihm an.
Aber Objektivität kann man den Groklaw Betreibern ja auch nicht vorwerfen. Es kommen aber über beide Seiten viele interessante Informationen heraus.
dass er nicht neutral "beobachtet". Die durchgehend einseitige Bewertung der Patente, die fehlende Kommentarfunktion in seinem Blog, u.s.w.
Unabhängig davon ist er trotzdem eine gute Quelle. Es steht ja jedem frei sich zusätzlich Infos zu holen bzw. sich Gedanken zu machen.
Letzten Mittwoch hat Müller vom Oracle v. Google trial berichtet.
Wirklich beeindruckend (und traurig), wie einseitig sein Blog war.
Nicht dass Groklaw.net besonders objektiv ist. Aber ich erwarte mir doch, dass etwas, was durch groklaw eindeutig (und durch Fakten untermauert) als FUD identifiziert wird, nicht in einem "objektivem" Blog wiederholt wird.
Und so subjektiv Groklaw ist. Wenn man sich eine Meinung bilden will, führt kaum ein Weg daran vorbei. Auch nicht für F. M.
daran sieht man mal wieder was die vereinigte presse davon hat wenn sie immer wieder und beinahe ausschließlich EINEN experten zitiert. (ob man jetzt experte in anführungszeichen setzten sollte oder nicht sei jetzt mal dahingestellt). wenigstens wurden im zuge der wirtschaftkriese oft die unterschiedlichsten meinungen von unterschiedlichen experten veröffentlicht, was meist zeigt, dass die situation alles andere als klar ist. bei patenten werden meist genau zwei quellen zitiert. herr müller und (manchmal) noch leute von der fsf.
ein bisschen mehr diversifizieren wär nicht schlecht.
(es rächt sich hier auch die vorgehensweise einfach pressemitteilungen angereichert zu copy/pasten)
"Google nutzt Technologien, die andere Firmen erfunden haben, ohne sich um deren Rechte zu scheren."
Das stimmt doch! Siehe Java, Fat,... Und wie hat Page im Gerichtsaal argumentiert? "Ich kann mich nicht erinnern." Google ist keinesfalls das Unschuldslamm als das es sich andauernd präsentiert. Und genau das, diese ewige Heuchelei macht Google so wahnsinnig unsympathisch.
Jedoch stellt sich Oracle auch nicht in regelmäßigen Abständen vor die Presse und behauptet inbrünstig:
"Wir sind immer noch nicht böse! Wir wollen nur euer Bestes!"
Das ist eklatanter Unsinn weil Google ein börsennotiertes Unternehmen wie viele andere auch ist. Wenn man sich dazu noch die zahlreichen Verfehlungen Googles der letzten Jahre und Monate ansieht, kann einem bei solchen Aussagen nur schlecht werden.
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