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Den Industrieessig, bitte gar schön, in dem Fall durch Limettensaft ersetzen.
Eins muss man den Steirern lassen: Mit dem sauren Rindfleisch haben sie eine anmutige Form gefunden, die Trostlosigkeit eines in der Suppe um seine Kraft gebrachten Stücks Rindfleisch erträglich zu machen.
Es ist aber keineswegs so, dass sich die Kombination aus rotem Zwiebel, gezuckertem Hesperidenessig und urntlich Kernöl nicht grundlegend verbessern ließe. Um die Gralshüter der reinen Lehre so richtig zu necken, soll hier eine dezidiert exotische, dem Frühling verpflichtete Variante entwickelt werden, die aber alle wesentlichen Zutaten beibehält. Nur den Industrieessig, bitte gar schön, in dem Fall durch Limettensaft ersetzen.
Das in der Suppe erkaltete Fleisch wie gehabt in feine Scheiben schneiden, 200 g Reis-Vermicelli (ganz dünne China-Nudeln, Anm.) 30 Minuten einweichen, abtropfen und ganz kurz in kochendem Wasser überbrühen. Mit einer halben gehobelten roten Zwiebel, zwei Stangen ebenso behandelten Stangenzellers und je einem Bund grob geschnittenen Dills, Pfefferminze und Thai-Basilikums sowie großzügig Fisch- wie Sojasauce, Kernöl (ja!), etwas Zucker und dem Saft von 1,5 Limetten vermengen. Mindestens zwei Finger breit Ingwer fein darunter raspeln, vermengen und auf einer Platte anrichten. Das Rindfleisch hübsch drauflegen, mit geriebenen gerösteten Erdnüssen, mehr Kernöl, rotem Chili garnieren. Und fertig. (Severin Corti, DER STANDARD, 21.4.2012)
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Salatkultur ist in Wien sowieso nicht angekommen :(
Die Auswahl der angebotenen Salate in Wien (Supermarkt als auch Märkte) ist ja schon eine Tragödie per se, aber die klassischen Wiener Marinaden dazu sind tatsächlich worst case .....
und genau darum gibts ja in wien und umgebung den besten erdäpfelsalat!
p.s. ich geb bei meiner sauren-rindfleisch-version noch etwas rindsuppe zum hesperidenessig-zuckergemisch und über den salat in ringe geschnittene rote paprika dazu.
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