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Rom - Die italienische Regierung bekommt scharfen Widerstand gegen ihre Arbeitsmarktreform zu spüren. Mit einem Streik, der den öffentlichen Verkehr in den Metropolen am Freitag lahmgelegt hat, protestierten die Bediensteten im Nahverkehr gegen die Pläne zur Lockerung des Kündigungsschutzes. In den Großstädten kam es zu erheblichen Problemen. Betroffen waren Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen. Weitere Proteste sind für die nächsten Tage geplant. Die Eisenbahner des linken Gewerkschaftsverbands Orsa haben einen 24-stündigen Streik ab Samstag um 21.00 Uhr angekündigt.
Mit dem Arbeitsausstand wollen die Gewerkschaften gegen die Kürzungen bei den staatlichen Finanzierungen für Nahverkehrsgesellschaften protestieren, die von der Regierung im Rahmen des neuen Sparpakets beschlossen wurden. Infolge der Finanzierungskürzungen drohen Italien nach Ansicht der Gewerkschaften gravierende negative Auswirkungen im öffentlichen Verkehrsbereich. Wegen der Einsparungen haben die Staatsbahnen bereits mehrere Nachtzüge gestrichen. Auch im regionalen Bahnverkehr ist mit Kürzungen zu rechnen, was vor allem Pendler belasten werde, so die Gewerkschaften. Mit dem Ausstand unterstreichen die Arbeitnehmerorganisationen außerdem die Forderung nach einem neuen Kollektivvertrag.
In Rom beteiligten sich am Freitag tausende Menschen an einer Demonstration des stärksten Gewerkschaftsverbands CGIL gegen die Arbeitsmarktreform. "Hände weg von unseren Rechten!", war auf dem Transparent einiger Demonstranten zu lesen. Der CGIL-Verband wehrt sich vor allem gegen Pläne zur Lockerung des strengen Kündigungsschutzes in Italien. Ministerpräsident Mario Monti beteuerte, dass die Reform mit einer Erhöhung der Abfederungsmaßnahmen für Arbeitslose und einer aktiven Unterstützung für eine rasche Wiedereingliederung im Kündigungsfall den Arbeitsmarkt beleben werde. (APA, 20.4.2012)
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