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Mit der Touristengruppe am Platz vor der Albertina.

Mit dem Rad ganz enstpannt durch die Innenstadt: Fast wie Urlaub.

Das Reiterstandbild von Kaiser Joseph II.

Und das "Haus ohne Augenbrauen" - das Looshaus im modernen Stil.
Nachdem die Temperaturen wieder in die Höhe klettern, beginnt auch bei mir wieder die Sehnsucht nach Urlaub, Sightseeing und Meer zu steigen. Doch was in fremden Städten fasziniert, befindet sich eigentlich ebenso vor der eigenen Haustür. In Wien gibt es Prunkbauten, schicke Cafés und Strandbäder. Um die eigene Stadt durch die Augen eines Touristen zu sehen, begab ich mich auf die Suche nach passenden Reiseführern in Buchform. Dabei sollte es nicht irgendeiner sein, sondern ein spezieller: Motiviert durch den Blog sollte die Tour nämlich mit dem Rad durch die Stadt führen.
Dabei fiel die Ausbeute sehr mau aus. Kein einziger Reiseführer, den ich entdeckt habe, bietet spezielle Rundfahrten für Touristen in Wien an. Doch so schnell wollte ich nicht aufgeben und nahm an einer geführten Tour von Pedal Power mit der ausgebildeten Touristenführerin Margaret Wohlfarter teil. Im Preis von 26 Euro inkludiert: ein Leihrad von KTM, das auch noch ganz angenehm zu fahren war. Um den LeserInnen eine Anregung für eine solche Wientour zu geben (wie ich sie selbst gerne irgendwo gefunden hätte), hier nun ein Auszug aus der dreistündigen Innenstadtrundfahrt.
Das erste Haus am Ring
Start ist vor der Staatsoper, die das "Erste Haus am Ring" war. Nachdem auf Geheiß von Kaiser Franz Joseph die Stadtmauer abgetragen wurde, wurde im Jahr 1869 als erstes Gebäude auf der neu geschaffenen Prachtstraße die Oper mit "Don Giovanni" von Mozart eröffnet. Über den Albertinaplatz und Helmut-Zilk-Platz, auf dem das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka mit Steinen aus Mauthausen steht, geht es weiter zum Josefsplatz.
Dort befindet sich bereits ein Teil der Hofburg, der im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Neben dem Eingang zur Augustinerkirche, in der die Herzen der Habsburger aufbewahrt werden, befand sich früher das Naturhistorische Museum. Mitten auf dem Platz dann das Reiterstandbild von dem "Reformer" Kaiser Joseph II, dem ältesten Sohn Maria-Theresias. An den Stallungen der Spanischen Hofreitschule vorbei, radelt man schließlich auf den Michaelerplatz, der nach der gleichnamigen Kirche benannt wurde. Das Michaelertor wurde erst nach Abriss des "Theater nächst der Burg", dem alten Burgtheater, erbaut.
"Haus ohne Augenbrauen"
Am Beginn des Kohlmarkts steht außerdem das "Looshaus", das von den Wienern auch als "Haus ohne Augenbrauen" bezeichnet wird. Der Name kommt daher, weil Adolf Loos das Geschäftsgebäude für das Nobelgeschäft "Goldmann & Salatsch" in einem modernen Stil ohne die damals üblichen Fensterverdachungen erbaute. Man schreibt Loos außerdem den Ausspruch "Ornamente sind ein Verbrechen" zu.
Fährt man durch das Michaelertor in die Hofburg ein, sieht man auf der linken Seite den Eingang in den Schweizerhof. Die Gebäude rund um diesen Hof bilden die ursprüngliche Hofburg aus dem 13. Jahrhundert. Den Namen bekam der Schweizertrakt von der Gruppe eidgenössischer Söldner, die unter Kaiserin Maria Theresia die Torwache stellte. Heute gibt es die Schweizergarde nur noch im Vatikan.
Parlament ohne Weisheit
Auf dem Heldenplatz steht die "Neue Hofburg", die heute etwa die Österreichische Nationalbibliothek beherbergt. Der erste und einzige Flügel wurde erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg fertiggestellt. Der geplante zweite Flügel sollte genau gegenüber, rund um das Reiterstandbild von Erzherzog Karl entstehen. Er wurde allerdings aus Kostengründen und wegen des Zerfalls der Monarchie nie gebaut.
Die Radtour führt schließlich weiter über das Parlament im klassischen griechischen Stil mit der Statue der Pallas Athene. Da die Göttin der Weisheit mit dem Rücken zum Parlament steht, sagen die Wiener, dass sich die Weisheit von den Parlamentariern abgewandt hat. Das Rathaus gleich nebenan wurde unter anderem nach dem Vorbild des Brüsseler Rathaus gebaut und war nach Fertigstellung das höchste Gebäude an der Ringstraße.
Der Sieg des bürgerlichen Wien
Der Legende nach soll Kaiser Franz Joseph zu Wiens Bürgermeister Julius Newald gesagt haben, dass das Rathaus nicht höher als die Votivkirche, die statt Kreuzen Kaiserkronen auf den Spitzen hat, werden dürfe. Newald hielt sein Wort, und der Turm des Rathauses war tatsächlich einen Meter kürzer. Doch im Jahr 1882 folgte schließlich doch der Sieg des bürgerlichen über das kaiserliche Wien, denn ein Jahr vor Fertigstellung wurde der berühmte, 3,40 Meter große "Rathausmann" auf den Turm gehievt.
Vorbei an der ersten deutschsprachigen Universität (Prag wurde später eine tschechischsprachige) - der Uni Wien - geht es zum Abschluss über die Freyung, Am Hof und den Graben auf den Stephansplatz und schließlich wieder zurück zur Staatsoper. Fazit: Eine entspannte Radtour in der eigenen Stadt ohne die Hektik, gleich bei einem Termin sein zu müssen, hat ihren eigenen Reiz. (Bianca Blei, derStandard.at, 23.4.2012)
Haben Sie noch ergänzende geschichtliche Details oder gar einen Vorschlag zu einer anderen Route durch die Stadt? Dann posten Sie diese im Forum oder mailen mir. Mit diesem Blogeintrag fühle ich mich bereit, ohne Stützenräder oder Auto durch die Stadt zu kommen und erkläre mein Auto bleifreier. Zum Schluss bedanke ich mich bei Ihnen für alle Anregungen und Diskussionsbeiträge.
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Da wird eine Wientour mit dem Rad sugerriert und dann ist es doch nur eine fade Abhandlung darüber dass irgendwer mit dem Rad 1/3 der Innenstadt erkundet hat.
Und dann auch noch vermutlich die Fußgängerzone Graben/Kärntnerstrasse befahren um dem Ruf der Radfahrer mal ordentlich eins auszuwischen.
Im Grunde ist das nur peinlich.
Bitte keine Sorge um den Ruf der Radfahrer. Unsere Radtouren führen nicht durch Fußgängerzonen, und falls wir unseren Gästen doch mal den Stephansdom aus der Nähe zeigen, wird artig vom Rad gestiegen und geschoben.
Peinlich ist es, Behauptungen aufzustellen, ohne die Fakten zu kennen.
Peinlich ist es eine Wien-Tour anzupreisen, die nicht einmal annähernd die Schönheiten Wiens zeigen, sondern nur eine Touristenklatsche ist, die statt mit dem Doppeldecker-Bus für einen kleinen Ausschnitt mit einem Rad zurückgelegt wird. Zumindest wird das im Artikel so beschrieben.
Was soll denn da das Besondere sein?
Mit dem Rad könnte man jene Ecken von Wien sehen, die man mit anderen Touristenverkehrsmitteln nicht so schnell sieht.
Der Siccardsburg und van der Nüll
die haben beide keinen Stil.
Griechisch, gotisch, renaissance,
das ist denen alles ans
Und Van der Nüll beging wegen der Kritik an der versunkenen Kiste Selbstmord.
Was die Hofburg betrifft: es gab sogar einen Plan, die beiden Museen und die beiden (geplanten) Hofburgtrakte zu verbinden. Die Fassadenfluchten passen genau zusammen.
wahnsinn, dass das posting unten so viel zustimmung erhält, als ob hier weiss gott für ein fauxpas begangen worden wäre!
wo es doch wirklich kein geheimnis ist und das wohl auch fr. blei weiss, und z.b. wiki es auch gut auf den punkt bringt:
"und wurde, obwohl nicht selbst gekrönt, fortan Kaiserin genannt"
entdeckt man noch viel mehr solcher Dinge. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin sehe ich genausowenig von den Details der Stadt wie im Auto. Eigentlich noch weniger, da ich mir im Auto Häuserfassaden ansehen kann wenns nur ruckelweise vorwärtsgeht, mit dem Fahrrad gibts ja eigentlich keine Stehzeiten.
Um von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit innerhalb des Gürtels zu kommen brauche ich jedenfalls kein Fahrrad, ist locker alles per pedes zu erreichen und das Fahrrad sehe ich da eher als hinderlich an. Wenn ich Zeit habe gehe ich jedenfalls lieber durch die Stadt als mit dem Fahrrad zu fahren.
na schau
hat die praktikantin instagram entdeckt!
sehr sehr sehr niveaulos die fotos - wenns schon ein handy sein muss, dann bitte ohne nutzlose ablenkende hässliche software-bearbeitungen
(und abgesehen davon: kamera gerade halten bitte, bisschen aufs motiv achten)
(und am besten wenigstens mit einer kleinen digicam, die ernsthaften fangen eh schon bei 100 Euro an)
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