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Mexiko-Stadt - Weil sie sich von illegalen Holzfällern in ihrer Heimat bedroht fühlten, haben Ureinwohner vom Volk der Purepecha in Mexiko 16 Geiseln festgehalten. Sie wollten mit der Entführung der elf Polizisten, vier Staatsanwälte und eines Ministeriumsbeamten ein schärferes Vorgehen gegen die kriminellen Holzfäller erzwingen. Laut der Tageszeitung "La Jornada" ist die Geiselnahme am Freitag unblutig zu Ende gegangen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die inzwischen selbstverwaltete Indio-Gemeinde verbarrikadiert, um kriminelle Banden und Holzfäller fernzuhalten. Nach Angaben von Bürgerrechtlern der Gruppe Las Abejas (Die Bienen) waren zuvor zwölf Waldschützer getötet worden und sechs
weitere verschwunden. Zum damaligen Zeitpunkt seien bereits 80 Prozent der Wälder zerstört gewesen. In den vergangenen Tagen seien bei Auseinandersetzungen zwischen Waldschützern und den Banden wieder acht Menschen getötet worden, berichteten lokale Medien. (red/APA, 20.4.2012)
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