Profis bekommen Verträge mit Mindeststandards

19. April 2012, 22:06

Internationale Spielergewerkschaft, UEFA und Clubvereinigung einigten sich in Brüssel

Brüssel - Europas Profi-Fußballer erhalten Mindeststandards für ihre Verträge. Ein dementsprechendes Papier wurde am Donnerstag in Brüssel von Vertretern der internationalen Spielergewerkschaft (FifPro), des europäischen Verbands (UEFA), dem Verein der europäischen Berufsfußballligen (EPFL) und Europas Club-Vereinigung (ECA) unterzeichnet. "Seit meinem Amtsantritt ist es eines meiner Hauptanliegen, die Rechte der Spieler zu schützen", erklärte UEFA-Präsident Michel Platini.

Eckpunkte der Vereinbarung sind die zwingend schriftliche Ausfertigung von Verträgen, die in Hinkunft verpflichtend über Rechte und Pflichten der Clubs sowie der Spieler Aufschluss geben müssen. Obligat werden zudem Angaben zu Gehalt, Kranken- und Sozialversicherung oder bezahltem Urlaub. Darüber hinaus besteht eine Verpflichtung für die Spieler, am Training teilzunehmen, einen gesunden Lebenswandel zu führen und sich an das geltende Disziplinarverfahren zu halten.

Schwierigkeiten besonders in Osteuropa

Die FifPro wies neuerlich darauf hin, dass die große Mehrheit aller Profi-Kicker gewöhnliche Gehaltsbezieher seien, denen besonders in Osteuropa arbeitsrechtliches Ungemach drohe. Spieler würden oft schwarz bezahlt, manchmal ausgenützt und sogar mit Gewalt bedroht.

"Es gibt im Fußball Spieler, die viel Geld verdienen, so wie Ronaldo, Messi, Ribery. Aber es gibt auch viele Spieler in Europa, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben", sagte ECA-Präsident Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München. "Die Mindeststandards werden die Qualität der Profiverträge in Europa verbessern und zu einem erhöhten Vertrauen zwischen Vereinen und Spielern führen." (APA, 19.4.2012)

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Die Vereine sollten die Gehälter drastisch reduzieren, sich aber im Gegenzug zu Pensionszahlungen an die Spieler verpflichten. Vorausgesetzt die Spieler erfüllen ihre Veträge über einen längeren Zeitraum.

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