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Besonders stark bedroht: das Kretische Felsenblümchen.
Wien - Der Klimawandel treibt die Gebirgspflanzen in höhere Lagen - oder ins Verschwinden. Wie ein internationales Forscherteam um den Wiener Forscher Harald Pauli in der Wissenschaftszeitschrift "Science" berichtet, hat sich im vergangenen Jahrzehnt die Artenvielfalt auf den Gipfeln im Süden Europas im Schnitt um 1,4 Arten verringert.
Auf den Bergen Nord- und Zentraleuropas wächst dagegen die Artenvielfalt, und zwar im Schnitt ein Plus von vier Spezies. Für die Wissenschafter ist das aber kein Grund zur Entwarnung, da diese Zunahme den Konkurrenzdruck auf seltene Pflanzen erhöht.
Die Wissenschafter hatten für ihre Studie im Rahmen des Forschungsprogramms Gloria in den Jahren 2001 und 2008 auf 66 Berggipfeln zwischen Nordeuropa und dem südlichen Mittelmeerraum alle Pflanzenarten nach einer standardisierten Methode erhoben. Für Erstautor Pauli ist der Rückgang der Diversität auf den Gipfeln im Süden Europas besonders beunruhigend: "Diese Bergblumen finden sich nirgendwo sonst auf der Erde." (tasch, APA/DER STANDARD, 20.4. 2012)
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