Wilder Hopfen

20. April 2012, 17:12
9 Postings

Auch wenn Hopfen eher in flüssiger Form bekannt ist - Das Frühlingsmahl ist von knackiger Gestalt

Gemeinhin schätzt man die Bittere des Hopfens ja eher in flüssiger Form. Dass er aber auch als wild gesammeltes Gemüse auf so subtile, zarte, vielschichtige Art mit seiner Bitterkeit spielt, ist erstaunlich. Gertrude Henzl vom gleichnamigen und unlängst im RONDO vorgestellten "Wildfrucht-Tempel" eröffnet diese Möglichkeit jetzt auch solchen Zeitgenossen, für die Selbersammeln bisher keine Option war.

Die zarten Stängel verlieren ihre raue, von gar nicht zarten Härchen bestimmte Anmutung in der Sekunde, da sie in kochendes Salzwasser getaucht werden. Viel länger sollten sie auch nicht drin verweilen, um nur ja schön knackig zu bleiben.

Frühlingsmahl

Dann braucht es eigentlich nur noch etwas zerlassene Butter (vielleicht mit - wildem - Sauerampfer aromatisiert?), ein Spiegel- oder sonstwie weiches Ei und einen Hauch von Parmesan, fertig ist ein Frühlingsmahl von knackigster Gestalt.

Wer den Hopfen selbst suchen will: Laut Henzl rankt er sich vornehmlich am Waldrand, in der Au oder an vergessenen Gartenzäunen empor. Derzeit noch in Bodennähe, bis in etwa einen Meter Höhe: Die frischen Triebe sind es! In feuchte Küchentücher gehüllt, halten sie sich im Kühlschrank mehrere Tage. (corti, Rondo, DER STANDARD, 20.4.2012)

  • Wilde Hopfensprossen, € 3,50 / Portion, derzeit bei Henzls Ernte, 
Kettenbrückeng. 3/2, 1050 Wien, Di-Fr 13-18, Sa 9-17 Uhr, Tel.: 0676/755
 25 26
    foto: der standard

    Wilde Hopfensprossen, € 3,50 / Portion, derzeit bei Henzls Ernte, Kettenbrückeng. 3/2, 1050 Wien, Di-Fr 13-18, Sa 9-17 Uhr, Tel.: 0676/755 25 26

Share if you care.