Wilder Hopfen

20. April 2012, 17:12
  • Wilde Hopfensprossen, € 3,50 / Portion, derzeit bei Henzls Ernte, 
Kettenbrückeng. 3/2, 1050 Wien, Di-Fr 13-18, Sa 9-17 Uhr, Tel.: 0676/755
 25 26
    foto: der standard

    Wilde Hopfensprossen, € 3,50 / Portion, derzeit bei Henzls Ernte, Kettenbrückeng. 3/2, 1050 Wien, Di-Fr 13-18, Sa 9-17 Uhr, Tel.: 0676/755 25 26

Auch wenn Hopfen eher in flüssiger Form bekannt ist - Das Frühlingsmahl ist von knackiger Gestalt

Gemeinhin schätzt man die Bittere des Hopfens ja eher in flüssiger Form. Dass er aber auch als wild gesammeltes Gemüse auf so subtile, zarte, vielschichtige Art mit seiner Bitterkeit spielt, ist erstaunlich. Gertrude Henzl vom gleichnamigen und unlängst im RONDO vorgestellten "Wildfrucht-Tempel" eröffnet diese Möglichkeit jetzt auch solchen Zeitgenossen, für die Selbersammeln bisher keine Option war.

Die zarten Stängel verlieren ihre raue, von gar nicht zarten Härchen bestimmte Anmutung in der Sekunde, da sie in kochendes Salzwasser getaucht werden. Viel länger sollten sie auch nicht drin verweilen, um nur ja schön knackig zu bleiben.

Frühlingsmahl

Dann braucht es eigentlich nur noch etwas zerlassene Butter (vielleicht mit - wildem - Sauerampfer aromatisiert?), ein Spiegel- oder sonstwie weiches Ei und einen Hauch von Parmesan, fertig ist ein Frühlingsmahl von knackigster Gestalt.

Wer den Hopfen selbst suchen will: Laut Henzl rankt er sich vornehmlich am Waldrand, in der Au oder an vergessenen Gartenzäunen empor. Derzeit noch in Bodennähe, bis in etwa einen Meter Höhe: Die frischen Triebe sind es! In feuchte Küchentücher gehüllt, halten sie sich im Kühlschrank mehrere Tage. (corti, Rondo, DER STANDARD, 20.4.2012)

Die Entdeckung des Frühjahrs

DANKE Corti. Die ganze Familie hat in kürzester Zeit einen echten Narren an dem Kraut gefressen...
Großartig.

THC?

Wie sieht's denn eigentlich mit dem "THC"-Gehalt des wilden Hopfens aus?
(THC ist der Wirkstoff der Cannabis- Hanfpflanze)
Hab' mal gelesen, dass der Hopfen ursprünglich eher der "rauschfördernden" Wirkung wegen dem Bier zugefügt wurde und nicht wegen des herben Geschmacks ... . *kicher*
Aus dem Kulturhopfen wurde das rausgezüchtet.

Äh...

... traurige Wahrheit: es handelt sich hier um einen völligen Holzweg-Gedanken... Das Lupulon (und anders) im Hopfen ist narkotisch (beruhigend, einschläfernd) und ist auch heute noch drin, und das war's dann schon.

Es gab allerdings schon auch andere Bierwürzen wie Bilsenkraut & Co. - das Gebräu dürfte ziemlich "g'fahren" sein :-))

Naja, wenn sie versehentlich Efeu-Triebe erwischt habe, merken sie es beim Beissen !

Aber -im ernst - am Bisamberg wächst relativ viel wilder Hopfen - einen Versuch wäre es schon wer.

Ob diese kleinen Hopfensprösslinge auch für nicht darin sehr Erfahrene als solche erkennbar, und nicht auch mit anderem zu verwechseln sind?

Relativ einfach

Greifen sie ihn mal an:
rauh, widerborstig.
Und die Form der Triebspitzen und Blätter sind eher nicht zu verwechseln.

Na es gibt echt nichts was sonst noch so auschaut.

Also, ich bin eher für die Kaltschale. Wobei die Haltbarkeit im Kühlschrank ähnlich ist. 1-2 Tage hält sie sich auch in meinem ;->

Offenes Bier hält sich nicht im Kühlschrank. Da fällt der Schaum zammen :(

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.