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Wilde Hopfensprossen, € 3,50 / Portion, derzeit bei Henzls Ernte, Kettenbrückeng. 3/2, 1050 Wien, Di-Fr 13-18, Sa 9-17 Uhr, Tel.: 0676/755 25 26
Gemeinhin schätzt man die Bittere des Hopfens ja eher in flüssiger Form. Dass er aber auch als wild gesammeltes Gemüse auf so subtile, zarte, vielschichtige Art mit seiner Bitterkeit spielt, ist erstaunlich. Gertrude Henzl vom gleichnamigen und unlängst im RONDO vorgestellten "Wildfrucht-Tempel" eröffnet diese Möglichkeit jetzt auch solchen Zeitgenossen, für die Selbersammeln bisher keine Option war.
Die zarten Stängel verlieren ihre raue, von gar nicht zarten Härchen bestimmte Anmutung in der Sekunde, da sie in kochendes Salzwasser getaucht werden. Viel länger sollten sie auch nicht drin verweilen, um nur ja schön knackig zu bleiben.
Frühlingsmahl
Dann braucht es eigentlich nur noch etwas zerlassene Butter (vielleicht mit - wildem - Sauerampfer aromatisiert?), ein Spiegel- oder sonstwie weiches Ei und einen Hauch von Parmesan, fertig ist ein Frühlingsmahl von knackigster Gestalt.
Wer den Hopfen selbst suchen will: Laut Henzl rankt er sich vornehmlich am Waldrand, in der Au oder an vergessenen Gartenzäunen empor. Derzeit noch in Bodennähe, bis in etwa einen Meter Höhe: Die frischen Triebe sind es! In feuchte Küchentücher gehüllt, halten sie sich im Kühlschrank mehrere Tage. (corti, Rondo, DER STANDARD, 20.4.2012)
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Wie sieht's denn eigentlich mit dem "THC"-Gehalt des wilden Hopfens aus?
(THC ist der Wirkstoff der Cannabis- Hanfpflanze)
Hab' mal gelesen, dass der Hopfen ursprünglich eher der "rauschfördernden" Wirkung wegen dem Bier zugefügt wurde und nicht wegen des herben Geschmacks ... . *kicher*
Aus dem Kulturhopfen wurde das rausgezüchtet.
... traurige Wahrheit: es handelt sich hier um einen völligen Holzweg-Gedanken... Das Lupulon (und anders) im Hopfen ist narkotisch (beruhigend, einschläfernd) und ist auch heute noch drin, und das war's dann schon.
Es gab allerdings schon auch andere Bierwürzen wie Bilsenkraut & Co. - das Gebräu dürfte ziemlich "g'fahren" sein :-))
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