ORF: Keine Fotos vom Funkhaus, keine Debatte

ORF verweigerte die Fotogenehmigung - TV-Debatte über öffentlichen Wert von Info-Angeboten auf: Der ORF will nicht teilnehmen

Wien - Der "Falter" wollte Architekturfotografin Herta Hurnaus Clemens Holzmeisters Funkhaus abbilden lassen. ORF-Chef Alexander Wrabetz will den Standort aufgeben, eine Initiative kämpft für Verbleib. Der ORF verweigerte die Fotogenehmigung. 

Martin Biedermann begründet das auf STANDARD-Anfrage so: "Es gibt derzeit gehäufte Anfragen zu Foto-Reportagen für diverse ORF-Standorte (nicht nur Funkhaus). Wir können aber nicht täglich Fotograf/inn/en und Journalist/inn/en durch ORF-Betriebsstätten führen und haben daher alle aktuellen derartigen Anfragen - auch aus Gleichbehandlungsgründen - abgesagt. Derzeit übersteigt das unsere Betreuungs-Ressourcen und stört in der Häufung auch den Betrieb. Die ORF-Gebäude sind nicht in erster Linie Architektur-Denkmäler, sondern Arbeitsplatz für die ORF-Mitarbeiter/innen, die täglich und minütlich Medien-Produkte herstellen."

Puls 4 wiederum gab eine TV-Debatte über öffentlichen Wert von Info-Angeboten im Privat- und Gebührenfunk auf: Der ORF will nicht teilnehmen. Montag präsentiert die Rundfunkregulierung eine Studie über "Qualität im Privatfunk". (fid, DER STANDARD, 20.4.2012)

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7 Postings
Rettet das Funkhaus!

www.rettet-das-funkhaus.at

bitte unterschreiben um weiterhin Qualität in Ö1 zu sichern!

Biedermann als Brandstifter.

Öffentliche Gelder kassieren, öffentliche Meinung beeinflussen, öffentliche Debatte vermeiden, und das alles public value taufen.

Bitte um Beachtung

"sondern Arbeitsplatz für die ORF-Mitarbeiter/innen, die täglich und minütlich Medien-Produkte herstellen."

Jeder der den ORF kennt, weiss wie es um die Auslastung der Mitarbeiter aussieht, Stechuhren genauso unerwünscht wie bei der Post.

sehr witzig.
gerade im funkhaus sind die meisten prekär beschäftigten freien mitarbeiterinnen anzutreffen. bin übrigens eine von ihnen und weiß aus eigener erfahrung und beobachtung, dass es seit jahren keine freien oder nachzubesetzenden stellen mehr gibt, sehr wohl aber immer wieder dringenden bedarf an arbeitskräften. ergebnis: die älteren, angestellten müssen immer mehr arbeit übernehmen (mehrstunden werden schon lange nicht mehr ausbezahlt, von überstunden fang ich gar nicht erst an), die die noch älteren natürlich nicht in die pension mitnehmen konnten. auch die jüngere, nicht angestellte generation hilft mit - um ca. 1000 euro netto. und ab jetzt verschonen sie mich bitte vor weiteren falschmeldungen.

Einer, der den ORF kennt,

und besonders gut das Funkhaus, sagt Ihnen, dass Sie absoluten Schwachsinn posten.

Ok, ich relativiere meine Aussage auf den gewaltigen Overhead in der Verwaltung, natürlich gibt es auch sehr engagierte Mitarbeiter beim ORF.

offenbar um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu bekommen, was die Aufgabe des Funkhauses durch den ORF in der Argentinierstrasse betrifft

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