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Der langjährige Handy-Weltmarktführer hat zum Jahresbeginn einen gewaltigen Verlust von 1,34 Milliarden Euro eingefahren. Der Umsatz sackte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 29,3 Prozent auf 7,35 Mrd. Euro ab Vor einem Jahr hatte Nokia noch schwarze Zahlen von 344 Mio. Euro geschrieben.
Dieses Mal schlugen unter anderem hohe Aufwendungen für die Sanierung des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks zu Buche. Außerdem macht Nokia bei den lukrativen Smartphones die scharfe Konkurrenz von Apples iPhone und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android zu schaffen.
Nokia wird nach einem desaströsen Jahresstart seinen Sparkurs verschärfen. Der strauchelnde finnische Handypionier rutschte im ersten Quartal operativ mit 1,34 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Damit steht in Frage, ob der Konzern in diesem Jahr überhaupt noch die Kehrtwende schaffen kann. Nokia-Chef Stephen Elop versucht es mit noch härteren und schnelleren Einsparungen. Nokia gelingt es bislang trotz einer Smartphone-Offensive mit Windows -Modellen nicht, sich ein Stück vom Kuchen des rasant wachsenden Geschäfts abzuschneiden. Während Rivalen wie Apple und Samsung Electronics regelmäßig Rekorde knacken, wartet Nokia mit nicht endenden Negativschlagzeilen auf. Erst in der vergangenen Woche hatten die Finnen erklärt, in den beiden ersten Quartalen nicht aus der Verlustzone herauszukommen.
"Es muss eine echte Trendwende geben"
Analysten sehen immense Schwierigkeiten, dass es Nokia bald gelingt, das Ruder herumzureißen. "Es muss eine echte Trendwende in der zweiten Jahreshälfte geben oder es werden ernsthafte Fragen über Nokias Zukunft aufkommen", sagte Ben Wood von CCS Insight. Die Nokia-Aktie gab rund zwei Prozent und fiel unter die Marke von drei Euro. Bereits in der vergangenen Woche war das Papier auf den niedrigsten Stand seit 1997 gefallen. Seit Februar 2011 ist der Kurs um mehr als 50 Prozent eingebrochen.
Vertriebschef gefeuert - Elop fest im Sattel
Auch die Nokia-Hoffnungsträger, die mit der Windows-Betriebsoftware laufenden Lumia-Modelle, geben bisher nicht die gewünschten Absatzimpulse. Dazu trugen auch Probleme bei der Datenübertragung des als iPhone-Konkurrent beworbenen Modells Lumia 900 bei. "Wir haben die Erwartungen in Märkten einschließlich der USA übertroffen, aber es war schwieriger als angenommen in bestimmten Ländern wie beispielsweise Großbritannien, den Absatz in Gang zu bringen", fasste Elop zusammen. Er sei trotzdem zufrieden mit der Strategie. Noch scheint Elop, der 2010 von Microsoft zu Nokia wechselte, fest im Sattel zu sitzen. Sein Vertriebschef Colin Giles musste wegen der anhaltenden Schwierigkeiten nun jedoch seinen Hut nehmen. Seit Elop das Ruder bei Nokia übernahm, hat er den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen angekündigt, etwa ein Viertel der derzeitigen Belegschaft. Details zu dem nun angekündigten verschärften Sparkurs will Elop so bald wie möglich öffentlich machen.
Samsung vor Nokia
Nokia hat einstmals die multifunktionalen Smartphones erfunden, verliert auf dem lukrativen Markt jedoch immer mehr an Boden. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern auch bereits den Titel als weltgrößter Handyhersteller an Samsung abgegeben hat. Im ersten Quartal brach der Nokia-Absatz um 24 Prozent auf 82,7 Millionen Geräte ein. Der Gesamtumsatz fiel um 29 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Euro. Nach einem Gewinn von 344 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum stand nun unter dem Strich ein Verlust von 929 Millionen Euro in der Bilanz. Das war mehr als von Analysten erwartet.
Probleme
Anhaltende Probleme bereitet nach wie vor der Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Networks (NSN). Der operative Verlust des Gemeinschaftsunternehmens von Nokia und Siemens erhöhte sich dramatisch auf 1,01 Milliarden Euro von 142 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Telefonnetz-Ausrüster kämpft seit seiner Gründung 2007 mit Verlusten und leidet schwer unter dem Preiskampf mit aufsteigenden chinesischen Rivalen wie Huawei. Für Nokia und Siemens hat sich das Joint-Venture zum Milliardengrab entwickelt. (Reuters, 19.04. 2012)
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Wie schon soviele gepostet haben:
Warum nur auf ein Pferd setzen? Warum nicht auf den anziehenden Android Zug aufspringen UND Windows Phone Handys produzieren. Nebenher Meego weiterentwickeln und dass pushen.
Ein Lumia 900 mit Android oder Meego, das wärs.
*hust*
= Nokia N9.
Laut Tomi Ahonen @tomiahonen auf Twitter, wird es sogar besser verkauft als die Lumias obwohl das N9 in den grossen Laendern erst gar nicht angeboten wird um keine Konkurenz zu den Lumias aufkommen zu lassen.
Und das obwohl das N9 ein tolles Teil ist das sicher einige Android Kunden abwerbeb koennte die ein Linux phone wollen aber nicht alle ihre Daten Google in den Rachen werfen wollen.
Ps: Sorry dass meine Tastatur keine Umlaute hat
sorry dass meine Tastatur keine Umlaute hat.
...eine echte Kehrtwende ist ohne Flaggschiff, das hardwaremäßig problemlos in der Smartphone-Oberliga mitspielen kann, undenkbar!
Das Lumia 900 sollte schon längst in mehr als ausreichenden Mengen verfügbar sein.
Das 800 ist gerade mal ein mickriger Anfang für Ersteinsteiger.
Wo bleibt Nokias einst so auf die Spitze getriebene Modellvielfalt und jederzeitige Verfügbarkeit?
Ein ordentliches Office Handy, nicht in pink und hellblau, und dann klappts auch mit windows phone. In den Firmen sind sie ja eh mit dem BS und Office drinnen, sollte doch kein Problem sein da für Großabnehmer ein Angebot zu machen dass sie nicht ablehnen können.
warum trotz?
Es wurde aufs falsche Pferd gesetzt.
Microsoft UND Nokia dachten sie könnten gemeinsam endlich Fuß fassen. Welch Irrglaube!
Ich muss kein CEO sein um das zu wissen. Nokia hätte mit Android (IOS geht ja nicht?) eine Überlebenschance gehabt...
Vielleicht sollten die sich auf Seniorenhandies spezialisieren...
mit android wären sie auf lange sicht hin. Wenn ich mir die android kunden anschaue, die wollen doch nur ein unmodifiziertes android und tolle specs. Ds hätte nokia gegen chinesische billighetsteller keine chance. (es geht bis auf samsung auch keinem android hersteller wirklich gut)
sie sollten sich so rasch wie möglich auf die eigenen systeme konzentrieren. Angefangen mit dem 808er und dem n9.
durchwegs die Oberliga der Android-Handies kaufen hat keiner ein Custom-ROM drauf. Die meisten sind auch mit der jeweils vom Anbieter ausgerollten Version glücklich und verwenden auch Touchwiz, Sense, was auch immer gerade mit geliefert wurde.
Könnte aber auch daran liegen, dass denen wichtiger ist, dass sie eine gute Verbindung zum Exchange-Server haben, dass man Dokumente damit aufmachen kann und noch eine gute Kamera (mit ein paar Spielereien zum Nachbearbeiten) wichtiger ist, als unbedingt auf der neuesten Android-Version zu sein.
ich glaub sie verwechseln "android-user" mit den nerds, die hier posten. der durchschnittliche android-user weiß nicht mal dass er ein android hat, und genau deswegen kann wohl jeder handyhersteller mit android erfolg haben wenn er es richtig nutzt. wie man's nicht macht hat ja htc erfolgreich bewiesen. würde man das, was die leute an nokia so geliebt haben (und das war sicherlich nicht die tolle bedienbarkeit) auf ein android-gerät übertragen, dann hätte das funktionieren können.
Und wenn ein Unternehmen viel Geld verdient - und das könnte Nokia mit Android genau wie Samsung - schwächt das das Unternehmen nicht, sondern sie könnten zB das Android Geld verwenden um MeeGo weiter zu entwickeln (oder vielleicht einen Android Fork zu machen wie sich das Samsung überlegt)
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