Nokia mit Riesenverlust von über einer Milliarde Euro

19. April 2012, 12:25
  • Der langjährige Handy-Weltmarktführer hat zum Jahresbeginn einen gewaltigen Verlust von 1,34 Milliarden Euro
 eingefahren. Der Umsatz sackte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 
29,3 Prozent auf 7,35 Mrd. Euro ab Vor einem Jahr hatte Nokia noch schwarze Zahlen von 344 Mio. Euro geschrieben.
Dieses Mal schlugen unter anderem hohe Aufwendungen für die Sanierung 
des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks zu Buche. Außerdem macht 
Nokia bei den lukrativen Smartphones die scharfe Konkurrenz von Apples 
iPhone und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android zu schaffen.
    foto: ap

    Der langjährige Handy-Weltmarktführer hat zum Jahresbeginn einen gewaltigen Verlust von 1,34 Milliarden Euro eingefahren. Der Umsatz sackte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 29,3 Prozent auf 7,35 Mrd. Euro ab Vor einem Jahr hatte Nokia noch schwarze Zahlen von 344 Mio. Euro geschrieben.

    Dieses Mal schlugen unter anderem hohe Aufwendungen für die Sanierung des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks zu Buche. Außerdem macht Nokia bei den lukrativen Smartphones die scharfe Konkurrenz von Apples iPhone und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android zu schaffen.

Damit steht in Frage, ob der Konzern in diesem Jahr überhaupt noch die Kehrtwende schaffen kann

Nokia wird nach einem desaströsen Jahresstart seinen Sparkurs verschärfen. Der strauchelnde finnische Handypionier rutschte im ersten Quartal operativ mit 1,34 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Damit steht in Frage, ob der Konzern in diesem Jahr überhaupt noch die Kehrtwende schaffen kann. Nokia-Chef Stephen Elop versucht es mit noch härteren und schnelleren Einsparungen. Nokia gelingt es bislang trotz einer Smartphone-Offensive mit Windows -Modellen nicht, sich ein Stück vom Kuchen des rasant wachsenden Geschäfts abzuschneiden. Während Rivalen wie Apple und Samsung Electronics regelmäßig Rekorde knacken, wartet Nokia mit nicht endenden Negativschlagzeilen auf. Erst in der vergangenen Woche hatten die Finnen erklärt, in den beiden ersten Quartalen nicht aus der Verlustzone herauszukommen.

"Es muss eine echte Trendwende geben"

Analysten sehen immense Schwierigkeiten, dass es Nokia bald gelingt, das Ruder herumzureißen. "Es muss eine echte Trendwende in der zweiten Jahreshälfte geben oder es werden ernsthafte Fragen über Nokias Zukunft aufkommen", sagte Ben Wood von CCS Insight. Die Nokia-Aktie gab rund zwei Prozent und fiel unter die Marke von drei Euro. Bereits in der vergangenen Woche war das Papier auf den niedrigsten Stand seit 1997 gefallen. Seit Februar 2011 ist der Kurs um mehr als 50 Prozent eingebrochen.

Vertriebschef gefeuert - Elop fest im Sattel

Auch die Nokia-Hoffnungsträger, die mit der Windows-Betriebsoftware laufenden Lumia-Modelle, geben bisher nicht die gewünschten Absatzimpulse. Dazu trugen auch Probleme bei der Datenübertragung des als iPhone-Konkurrent beworbenen Modells Lumia 900 bei. "Wir haben die Erwartungen in Märkten einschließlich der USA übertroffen, aber es war schwieriger als angenommen in bestimmten Ländern wie beispielsweise Großbritannien, den Absatz in Gang zu bringen", fasste Elop zusammen. Er sei trotzdem zufrieden mit der Strategie. Noch scheint Elop, der 2010 von Microsoft zu Nokia wechselte, fest im Sattel zu sitzen. Sein Vertriebschef Colin Giles musste wegen der anhaltenden Schwierigkeiten nun jedoch seinen Hut nehmen. Seit Elop das Ruder bei Nokia übernahm, hat er den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen angekündigt, etwa ein Viertel der derzeitigen Belegschaft. Details zu dem nun angekündigten verschärften Sparkurs will Elop so bald wie möglich öffentlich machen.

Samsung vor Nokia

Nokia hat einstmals die multifunktionalen Smartphones erfunden, verliert auf dem lukrativen Markt jedoch immer mehr an Boden. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern auch bereits den Titel als weltgrößter Handyhersteller an Samsung abgegeben hat. Im ersten Quartal brach der Nokia-Absatz um 24 Prozent auf 82,7 Millionen Geräte ein. Der Gesamtumsatz fiel um 29 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Euro. Nach einem Gewinn von 344 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum stand nun unter dem Strich ein Verlust von 929 Millionen Euro in der Bilanz. Das war mehr als von Analysten erwartet.

Probleme

Anhaltende Probleme bereitet nach wie vor der Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Networks (NSN). Der operative Verlust des Gemeinschaftsunternehmens von Nokia und Siemens erhöhte sich dramatisch auf 1,01 Milliarden Euro von 142 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Telefonnetz-Ausrüster kämpft seit seiner Gründung 2007 mit Verlusten und leidet schwer unter dem Preiskampf mit aufsteigenden chinesischen Rivalen wie Huawei. Für Nokia und Siemens hat sich das Joint-Venture zum Milliardengrab entwickelt. (Reuters, 19.04. 2012)

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"Vertriebschef gefeuert - Elop fest im Sattel"

Elop gehört genauso gefeuert!

Der FLOP regiert bei NOKIA....

...und fährt die Firma im Auftrag von Kleinweich gegen die Wand. Am Ende wird Nokia um den symbolischen Euro (Dollar) vom Microsoft Konzern geschluckt!

Wie schon soviele gepostet haben:

Warum nur auf ein Pferd setzen? Warum nicht auf den anziehenden Android Zug aufspringen UND Windows Phone Handys produzieren. Nebenher Meego weiterentwickeln und dass pushen.

Ein Lumia 900 mit Android oder Meego, das wärs.

*hust*

= Nokia N9.
Laut Tomi Ahonen @tomiahonen auf Twitter, wird es sogar besser verkauft als die Lumias obwohl das N9 in den grossen Laendern erst gar nicht angeboten wird um keine Konkurenz zu den Lumias aufkommen zu lassen.
Und das obwohl das N9 ein tolles Teil ist das sicher einige Android Kunden abwerbeb koennte die ein Linux phone wollen aber nicht alle ihre Daten Google in den Rachen werfen wollen.
Ps: Sorry dass meine Tastatur keine Umlaute hat
sorry dass meine Tastatur keine Umlaute hat.

Nokia könnte ganz schnell wieder vorne mitmischen, wenn sie jetzt sofort ein Phone mit ICS auf den Markt würfen!
ICS-Phones lassen sich sogar jetzt noch an einer Hand abzählen. Und wie lange gibts ICS jetzt schon? Bald ein dreiviertel Jahr??

Kehrtwende...? ...ohne Lumia 900 ...ohne ein Lumia 1000?

...eine echte Kehrtwende ist ohne Flaggschiff, das hardwaremäßig problemlos in der Smartphone-Oberliga mitspielen kann, undenkbar!

Das Lumia 900 sollte schon längst in mehr als ausreichenden Mengen verfügbar sein.
Das 800 ist gerade mal ein mickriger Anfang für Ersteinsteiger.

Wo bleibt Nokias einst so auf die Spitze getriebene Modellvielfalt und jederzeitige Verfügbarkeit?

wenn ich kein vernünftiges Produkt habe

muss der Vertriebschef gehen.

Alles klar.

Ich möchte ein kleines Outdoor Zweit Handy (nur Telefon), oder

eine Art Black Box fürs Auto- und Radfahren (km Buch, mit Telemetriedaten für drei Minuten, zyklisch überschreibend + einen 3minütigen 4Bilder/Sekunde Clip zyklisch überschreibend.

warum "oder"? das sind ja zwei vollkommen unterschiedliche geräte?

Ein ordentliches Office Handy, nicht in pink und hellblau, und dann klappts auch mit windows phone. In den Firmen sind sie ja eh mit dem BS und Office drinnen, sollte doch kein Problem sein da für Großabnehmer ein Angebot zu machen dass sie nicht ablehnen können.

gibts eh in weiss und in schwarz ...

die firmen sind allerdings die verschlüsselten dienste von rim gewohnt und verweigern wp daher!

sie meinen "verschlüsselte" dienste.

So jetzt hab ich endlich die Strategie von MS durchschaut. Nokia mit Windows-Phones reunieren - bis sie die Firma um einen Spottpreis komplett kaufen können.

Diesen teuflischen Plan haben bereits tausend Poster vor Ihnen durchschaut!

Guter Plan! Und was dann??

patente einklagen.

...trotz einer Smartphone-Offensive mit Windows...

warum trotz?
Es wurde aufs falsche Pferd gesetzt.
Microsoft UND Nokia dachten sie könnten gemeinsam endlich Fuß fassen. Welch Irrglaube!
Ich muss kein CEO sein um das zu wissen. Nokia hätte mit Android (IOS geht ja nicht?) eine Überlebenschance gehabt...
Vielleicht sollten die sich auf Seniorenhandies spezialisieren...

mit android wären sie auf lange sicht hin. Wenn ich mir die android kunden anschaue, die wollen doch nur ein unmodifiziertes android und tolle specs. Ds hätte nokia gegen chinesische billighetsteller keine chance. (es geht bis auf samsung auch keinem android hersteller wirklich gut)

sie sollten sich so rasch wie möglich auf die eigenen systeme konzentrieren. Angefangen mit dem 808er und dem n9.

von den Leuten die ich kenne, die

durchwegs die Oberliga der Android-Handies kaufen hat keiner ein Custom-ROM drauf. Die meisten sind auch mit der jeweils vom Anbieter ausgerollten Version glücklich und verwenden auch Touchwiz, Sense, was auch immer gerade mit geliefert wurde.

Könnte aber auch daran liegen, dass denen wichtiger ist, dass sie eine gute Verbindung zum Exchange-Server haben, dass man Dokumente damit aufmachen kann und noch eine gute Kamera (mit ein paar Spielereien zum Nachbearbeiten) wichtiger ist, als unbedingt auf der neuesten Android-Version zu sein.

ich glaub sie verwechseln "android-user" mit den nerds, die hier posten. der durchschnittliche android-user weiß nicht mal dass er ein android hat, und genau deswegen kann wohl jeder handyhersteller mit android erfolg haben wenn er es richtig nutzt. wie man's nicht macht hat ja htc erfolgreich bewiesen. würde man das, was die leute an nokia so geliebt haben (und das war sicherlich nicht die tolle bedienbarkeit) auf ein android-gerät übertragen, dann hätte das funktionieren können.

Finde,

dass sie das sehr treffend analysiert haben!

Mit WP7 sind sie jedenfalls auf kurze Sicht hin

Und wenn ein Unternehmen viel Geld verdient - und das könnte Nokia mit Android genau wie Samsung - schwächt das das Unternehmen nicht, sondern sie könnten zB das Android Geld verwenden um MeeGo weiter zu entwickeln (oder vielleicht einen Android Fork zu machen wie sich das Samsung überlegt)

Äh - auch ZTE und Huawei bringen

bald WP Geräte auf den Markt. D.h. deine Argumentaion ist hinfällig. Ich vermute mal, dass Nokia keine Chance gegen ein 70 Euro-Smartphone von ZTE hat. egal welches OS darauf läuft.

eh net. Sie haben nur eine chance mit meego und symbian. Nir dafür braucht es ein commitment des herstellers.

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