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Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit leichteren Notierungen beendet. Der ATX fiel bis zum Handelsende um 9,22 Punkte oder 0,45 Prozent auf 2.036,33 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 19 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.055 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,07 Prozent, DAX/Frankfurt -0,90 Prozent, FTSE/London -0,01 Prozent und CAC-40/Paris -2,04 Prozent.
Das europäische Umfeld schloss nach volatilem Verlauf ebenfalls mehrheitlich im Minusbereich. Im Frühhandel stand die Auktion langlaufender spanischer Staatsanleihen im Blick der europäischen Anleger. Marktteilnehmer werteten diese in Summe leicht positiv, sahen letztlich aber keine größeren Überraschungen. Für Verunsicherung sorgten am frühen Nachmittag zwischenzeitliche Marktgerüchte bezüglich einer bevorstehenden Ratingabstufung Frankreichs durch die Agentur Moody's.
Mehrere Erholungsversuche im Nachmittagsverlauf schlugen fehl, ausgebremst wurden die Indizes durch mehrheitlich negativ ausgefallene US-Konjunkturdaten und eine schwächelnde Wall Street. Der ATX konnte sich vergleichsweise lange in der Gewinnzone halten, kurz vor Handelsende rutschte aber auch er in den roten Bereich und schloss dort nahe seines Tagestiefs.
Andritz gut gesucht
Gut gesucht waren gegen den Trend Andritz, die bei gleichzeitig starken Umsätzen um 1,37 Prozent auf 78,22 Euro dazugewannen. Der steirische Maschinenbauer hatte einen "mittelgroßen" Auftrag zur Lieferung eines Rückgewinnungskessels im zweistelligen Millionen-Bereich durch die Mondi-Gruppe vermeldet. Zudem bestätigten die Experten der Berenberg Bank ihre Einstufung für die Aktie mit "hold" und einem Kursziel von 82,00 Euro.
Verbund wurden am Berichtstag ex Dividende gehandelt, die Aktie schloss als Schlusslicht im prime market um 4,44 Prozent tiefer bei 20,46 Euro. Auch eine Abstufung durch die Citigroup lag vor; die Experten setzten ihre Einstufung für das Papier des Stromproduzenten von "neutral" auf "sell" herab und stutzten das Kursziel von 23,00 auf 20,00 Euro.
Im Einklang mit einem europaweit schwächeren Öl- und Gassektor knickte die schwergewichtige OMV-Aktie um 1,96 Prozent auf 24,02 Euro ein, bezogen auf den Umsatz war sie jedoch Spitzenreiter im prime market. Die Anteilsscheine des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) schwächten sich bis zum Handelsende um 3,20 Prozent auf 63,76 Euro ab.
Die heimischen Bankenwerte konnten sich am Berichtstag für keine klare Richtung entscheiden. Raiffeisen schlossen um 0,76 Prozent tiefer auf 22,85 Euro, während die schwergewichtigen Erste Group nach festem Verlauf ein moderates Plus von 0,51 Prozent auf 15,76 Euro aus dem Handel retten konnten. (APA, 19.4.2012)
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