Dr.-Karl-Lueger-Ring wird in Universitätsring umbenannt

19. April 2012, 09:02
  • Karl-Lueger-Statue in Wien: Einen Ring-Abschnitt, der seinen Namen trägt, wird es künftig nicht mehr geben.
    foto: apa/schlager

    Karl-Lueger-Statue in Wien: Einen Ring-Abschnitt, der seinen Namen trägt, wird es künftig nicht mehr geben.

  • Proteste gegen die Benennung gab es seit vielen Jahren, auch im Jahr 2002 demonstrierten Wiener Jusos. Mehr Bilder in der Ansichtssache Lueger-Ring: Schilder mit Ablaufdatum
    foto: apa/schneider

    Proteste gegen die Benennung gab es seit vielen Jahren, auch im Jahr 2002 demonstrierten Wiener Jusos. Mehr Bilder in der Ansichtssache Lueger-Ring: Schilder mit Ablaufdatum

  • Der Lueger-Ring reicht von der Verlängerung der Stadiongasse bis zur Schottengasse.
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    Der Lueger-Ring reicht von der Verlängerung der Stadiongasse bis zur Schottengasse.

Kulturstadtrat Mailath-Pokorny will "differenziertes Lueger-Bild"

Wien - Nach jahrelangen Debatten ist es nun fix: Der Dr.-Karl-Lueger-Ring in Wien wird umbenannt. Der betreffende Abschnitt der Ringstraße, an dem unter anderem die Universität und das Burgtheater liegen, wird künftig "Universitätsring" heißen. Wirksam wird die Namensänderung mit dem Beschluss im zuständigen Gemeinderatsausschuss, der noch vor dem Sommer erfolgen soll, sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Die Stadt wolle damit ein "Zeichen für ein differenziertes Lueger-Bild" setzen.

Wunsch der Uni Wien

Er komme damit nicht zuletzt dem - in der Vergangenheit wiederholt bekräftigten - Wunsch der Uni Wien nach einer Änderung der Adressbezeichnung nach, betonte der Ressortchef. Lueger (1844-1910) sei nicht nur ein "kommunaler Erneuerer" gewesen - der frühere Wiener Bürgermeister hatte Dienstleistungen wie die Wasser- und Energieversorgung oder das Straßenbahnnetz von Grund auf neu organisiert -, sondern gelte auch als "Begründer des modernen Antisemitismus", so Mailath-Pokorny.

Außerdem gebe es Belege für die Wissenschaftsfeindlichkeit des ehemaligen Stadtoberhaupts, wonach er etwa Universitäten als "Brutstätten der Religions- und Vaterlandslosigkeit" verunglimpft habe.

Austausch der Straßenschilder bis Oktober

Von der Umbenennung betroffen ist der Ring-Abschnitt zwischen Stadiongasse und Schottentor. Während die Adressänderung mit dem - noch vor dem Sommer anvisierten - Beschluss im Ausschuss rein formal erledigt ist, wird der tatsächliche Austausch der Straßenschilder noch etwas dauern.

Mailath-Pokorny rechnet damit, dass rund um den Beginn des Wintersemesters - also gegen Anfang Oktober - die erste neue Bezeichnungstafel feierlich enthüllt werden kann.

Umbenennung soll "Ausnahme" bleiben

Die Namensänderung ist laut Mailath-Pokorny eine Ausnahme. "Ich habe grundsätzlich nicht vor, Umbenennungen in der Stadt vorzunehmen", betonte er. Denn schließlich solle Wiens Straßenkarte nicht "ausgeweißelt" werden. Namensgebungen spiegelten immer auch die Geschichte einer Stadt wider - und "man soll nicht so tun, als ob es keine dunklen Seiten gegeben hätte".

Im Fall der umstrittenen historischen Figur Karl Lueger könne man aber insofern eine Ausnahme machen, als der Politiker im Stadtleben auf vielfältige Weise gewürdigt werde. So wird etwa durch zwei Denkmäler im öffentlichen Raum - eines davon steht am ebenfalls nach dem früheren Bürgermeister benannten Dr.-Karl-Lueger-Platz - und drei Gedenktafeln an den Kommunalpolitiker erinnert. Außerdem gibt es die Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche am Zentralfriedhof und nicht zuletzt eine nach Lueger benannte Eiche im Rathauspark.

Widerspruch des Bezirks würde nichts ändern

Laut dem Kulturstadtrat wird demnächst noch eine Stellungnahme der Inneren Stadt eingeholt, wobei sich Bezirkschefin Ursula Stenzel (ÖVP) zuletzt eher negativ geäußert habe. Das ändere aber nichts am städtischen Entschluss, da der Bezirk in dieser Sache kein Entscheidungs-, sondern nur ein Anhörungsrecht habe. Der endgültige Beschluss wird dann im Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft gefasst. Eine separate Abstimmung in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung ist nicht mehr nötig.

Für die am Straßenabschnitt ansässigen Institutionen und vor allem für die Büros - betroffen sind insgesamt acht Hausnummern - würden nur geringe Kosten entstehen, versicherte Mailath-Pokorny. Mit der Post sei vereinbart, dass die alten und neuen Adressen parallel ein Jahr lang ab Wirksamwerden der Umbenennung gültig seien.

Intellektuelle kämpften schon lange

Freuen dürfte sich jedenfalls die Uni Wien, die in den vergangenen Jahren wiederholt auf eine Umbenennung ihrer Adresse gedrängt und zuletzt im Mai des Vorjahres für den Namen "Universitätsring" plädiert hatte. Als Wunschdatum nannte das Rektorat damals das Jahr 2015, in dem die Universität ihr 650-Jahr-Jubiläum feiert. Bekannte Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft wie Ruth Klüger, Robert Schindel, Eric Kandel und Isolde Charim hatten sich ebenfalls für eine andere Bezeichnung des Lueger-Rings ausgesprochen.

Ungeachtet der Neubenennung des Dr.-Karl-Lueger-Rings läuft derzeit eine große Prüfung aller Wiener Straßen und Plätze, die nach Personen benannt und möglicherweise historisch belastet sind. Ein Ergebnis der seitens der Stadt eingesetzten Kommission soll laut Mailath-Pokorny noch im Frühjahr vorliegen. Dann werde man sich wohl jeden Fall einzeln anschauen, wobei der Stadtrat grundsätzlich an derzeitigen Bezeichnungen festhalten will.

Nicht die erste Umbenennung

Die Umbenennung in "Universitätsring" ist übrigens nicht die erste Namensänderung des 620 Meter langen Straßenabschnitts. 1870 eröffnet, hieß er zunächst Franzensring. Nach dem Ende der Monarchie wurde er in "Ring des 12. November" umbenannt, um an die Ausrufung der Ersten Republik zu erinnern. 1934 - in der Zeit des Ständestaates - wurde die Straße in zwei Abschnitte geteilt. Seither trägt sie den Namen Dr.-Karl-Lueger-Ring.

Der Ring war nicht immer eine repräsentative Prachtstraße: Im Mittelalter verlief in diesem Bereich die Grenze zwischen Wien und den Vorstädten. Später befanden sich dort Befestigungsanlagen. Ende 1857 wurde deren Schleifung beschlossen - das Gebiet war frei für den Bau der Ringstraße. (APA, 19.4.2012)

Kommentar posten
Posting 1076 bis 1125 von 1309
dr.-sigmund-freud-ring

weil:
(1) dem weltruhm dieses mannes, wien nicht genug gerecht werden kann
(2) der wissenschaftliche bzw kulturelle subtext einerseits gut zur uni-gegend und durch seine kulturelle strahlkraft andererseits auch gut zum burgtheater passt
(3) es geografisch sinn macht
(4) es ein noch schöneres zeichen wäre, einen antisemiten mit einem juden zu ersetzen

Sigmund Freud war ein Scharlatan, der Kritiker fertig machte und Generationen von Patienten psychisches Leid antat. Seine Theorie ist pseudowissenschaftlicher Nonsense und sie war es von Anfang an.

Ich plädiere für Karl Popper. Der hat die wissenschaftliche Methode auf den Punkt gebracht, mit der die Zivilisation Spinnern wie Freud das Handwerk legen kann.

Laute Wikipedia hat er auch jüdische Wurzeln, falls ihnen das weiterhilft.....

(5) weil er gekokst hat wie kein zweiter! :)

Johanna Dohnal Ring

hätte ich cool gefunde!

sehr gute idee!

auch die statuen sollen abgerissen werden!

sondern gelte auch als "Begründer des modernen Antisemitismus", so Mailath-Pokorny.

Wow und die sozialdemokratischen Antis emiten wie ein Otto Bauer, ein Victor Adler und ein Julius Tandler mit ihren ras sistischen Thesen von Umvolkung und minderwertigen Rassen und minderwertigem Leben, welche natürlich zu vernichten und zu sterilisieren seien, bleiben dann wohl die "Guten"?
Damit hat sich die SPÖ entgültig zu einer ideologisch totalitären Verbrechertruppe entwickelt.

Oder der Sonnengott Kreisky mit seinem Judenvolksausspruch.
Der müßte dann, als bekennder Antis emit, ja noch nachträglich ausgeschlossen und aus der Paddeigeschichte getilgt werden.

Höchste Zeit für eine Umbenennung!

Auch schön: die Taubenscheiße auf dem Kopf seines Standbildes am Stubentor

Das ändert alles!

Der Welthunger wird dadurch verschwinden, die Kriegsgefahr im Nahen Osten gebannt, die Korruption ausgemerzt, die Vollbeschäftigung erreicht, Fremdenhaß und Terrorismus inexistent, und die Wirtschafts- und Bankenkrise gelöst; das alles durch das Umbenennen eines Straßenabschnittes im Namen einer selbstdefinierten politischen Korrektheit. Ach, was bin ich doch stolz auf unsere Volksverteter!

Sagt der..

..Forenposter um 10:05.

Immer schön alles relativieren, sodass am Ende gar nichts mehr Sinn macht, außer die eigene Scheinheiligkeit.

ja, das war um 10.05 Uhr.

Benötigen Sie die korrekte Zeit etwa um die Vorratsdatenspeicherung gut nutzen zu können?

Sanchez, bleib bei Deinen Weibern...

Bleib ich eh.

Und sie denken dasselbe darüber wie ich

ah ja...

und all die aufgezählten schönheitsköniginnen-wünsche würden in erfüllung gehen, wenn der abschnitt nur weiter nach einem antisemiten benannt wäre?

Bravo!

Das ist alles ...

... so unglaublich krank.

die politische korrektheit treibt ihr selektiven blüten

gut, wenn die linken nix mehr sinnvolles beitragen können, dann kommt sowas. war ja auch schon ein monat ruhig um die fpö.

aber zum thema:
wieviele martin luther strassen gibt es (lutherplatz 6 bez)? ein antisemit in reinkultur, zitate erspart mir bitte - nein doch nicht:
„Darum, wo du einen rechten Juden siehst, magst du mit gutem Gewissen ein Kreuz für dich schlagen und frei und sicher sprechen: Da geht ein leibhaftiger Teufel.“ usw usw

gut, eine voltaire strasse hat man sich erspart in wien. einen nietzsche platz nicht. Richard Wagner: DAs Judenthum in der Musik. auch nicht nett.

lueger ist der typ. wiener (mag juden nicht, sind aber unentbehrlich & wichtig). und das muss weg.

otto weininger? der darf
Schopenhauer der frauenfeind?

Es ist wirklich unglaublich krank, WvG,

sonst hätte es viel früher geschehen müssen.

Die (Austro)Faschisten schäumen- das ist sehr schön anzusehen.

Sie wissen aber schon, dass Lueger

nichts mit den Austro-Faschisten zu tun hatte....

Selbe Partei, der Ring des 12. November wurde 1934 (!) in Dr.-Karl-Lueger-Ring umbenannt und innerhalb des CV wird er noch immer als großes Vorbild christlich-sozialer Politik verehrt.

leider falsch

bis 1934 war Karl Seitz Bürgermeister von Wien (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) dann von 34 bis 38 Richard Schmitz (Volksfront). Die VF wurde von Dolfuß am 23. Mai 1933 gegründet und ist nicht ident mit der Christlichsozialen Partei (CS), die nur bis 1934 existierte und deren Mitglied Lueger war. Mit der Ausrufung des Ständestaates hat diese Partei aufgehört zu existieren.

Lueger, der bereits 1910 gestorben ist, als Faschisten zu bezeichnen ist also grundfalsch.

Geschichtsverfälschung ist leider heute ein probates Mittel zur Verhetzung (vor allem derjenigen, die das dann ungeprüft reflektieren und glauben, das sei die Wahrheit)

"Nachdem sich die politischen Verhältnisse erneut geändert hatten, wurde in der Zeit des Ständestaates 1934 die Straße geteilt und der Abschnitt zwischen Stadiongasse und Schottengasse in Dr. Karl Lueger-Ring"

http://de.wikipedia.org/wiki/Dr.-... Geschichte

Das genaue Datum hab' ich auf die schnelle in Internet nicht gefunden aber da der austrofaschistische Ständestaat am 1.Mai ausgerufen, wurde nehme ich an dass die Straße schon zuvor nicht mehr Ring des 12. November hieß.

Gegen Geschichtsfälschung helfen Zitate und diese möchte ich ihnen auch empfehlen.

"1923 folgte er Jakob Reumann als Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister nach und blieb bis zu seiner Amtsenthebung und Verhaftung im Februar 1934 in dieser Position. "

"Nach dem Österreichischen Bürgerkrieg im Februar 1934 wurde Seitz für mehrere Monate inhaftiert."

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Seitz

"Mit der Verankerung der Vaterländischen Front (VF) in der Verfassung im Mai 1934 wurde die CS abgeschafft und dieser eingegliedert."

http://de.wikipedia.org/wiki/Chri... sterreich)

Also zumindest zwei Monate lang war Schmitz als CS Bürgermeister von Wien.

Lueger wurde weder von Schreck noch von mir als Faschist bezeichnet.

Schreck schreibt

im obersten posting (Austro)Faschist....

Er bezieht sich damit aber nicht auf Lueger sondern auf die Hahnenschwanzler und Austrofaschisten unserer Zeit (Teile der ÖVP), dass die schäumen gefällt ihm, nach meiner Interpretation.

selbe Partei.

oh Schreck

welches Unwissen...

Um mit Kreisky zu sprechen: Lernen Sie Geschichte Sie Schreckhafter

Die selbe Partei

Vorsicht, die Gründerväter der Solzialdemokratie in Österreich waren allesam ziemliche Rass isten und der Renner hat sich für den Anschluß an das 3. Reich ausgesprochen.
Da sollten wir doch gleich auch die SPÖ verbieten, newa?

die SPö hat keinen faschistischen Staat indem Antisemitismus Kernelement war errichtet...

Das hat der Lueger auch nicht

Also ist es ein Null Argument

Na ja...

Eigentlich hat er schon sehr viel mit denen zu tun...

und was genau?

Lueger war Antisemit (auch Kreisky war das), aber nie im Leben Faschist (auch Kreisky war das nicht)

Jetzt erklären Sie bitte einmal, was Lueger also mit den Austro-Faschisten zu tun hatte....

Lueger mag ja Antisemit gewesen sein, ein Faschist war er nicht, weder Austro noch sonstwas.

die hoffnung lebt

unsere politiker, und in erster linie unsere liebe rot-grüne stadtregierung, sind doch mehr wert als ich dachte.
nach dem kampf um den/die käsekrainer kommt das nächste grosse, wichtige und geschichtsträchtige ereignis.
meine kinder werden von diesem augenblick voller stolz aus ihren geschichtsbüchern vorlesen.

zeit wird's.

das war schon zu meiner studentenzeit thema.

für mich zeigt sich auch hier

dass heutige politik sich einerseits mit symbolen und korrekten bezeichnungen beschäftigt, ich will das gar nicht bewerten, weil es mir eigentlich ziemlich egal ist; anderseits mit gesetzen die lebensqualität weiter verschlechtert bzw. aus billigkeitsgründen, demokratie und rechtsstaatlichkeit verraten; der rest der politischen aktivitäten bleibt für das vertuschen bzw. aufrechterhalten von eigenen kriminellen tätigkeiten; bin schon gespannt, wie man das den bürgern vor der nächsten wahl wieder als "gute arbeit" für das land verkaufen wird?

Auffallend ist aber, Stachel,

daß gerade die Parteien, die voll von den von Ihnen erwähnten Vertuschern sind, nicht mit dieser Umbenennung sympathisieren.
Warum wohl?

ich bin weit davon entfernt, die umbennung zu kritisieren, müsste aber heucheln, wenn das auf meiner anforderungsliste an die politik an oberster stelle stehen würde; etiketten und symbolpolitik sind für mich in erster linie geeignet, um von den wirklichen problemen abzulenken; vielleicht reagiere ich auch nur deshalb so, weil diesem thema medial ein derart großer raum geboten wird und ich heute frei habe und ich ungern eine gelegenheit auslasse, um über die regierenden zu motzen....

Das mit dem "Motzen gegen Regierende", Stachel,

verbindet uns, doch überlegen Sie die (un)mögliche Alternative!
Jedenfalls verstehe ich unter "Politik machen" nicht nur Wichtiges zu erledigen, nur auf einer gesunden Basis kann man aufbauen.
Ich jedenfalls bevorzuge, zuerst den Schreibtisch aufzuräumen, denn im Schweinestall (Lueger-R.) kann ich nicht produktiv sein.

ups, wie gut, dass sie meinen schreibtisch nicht kennen...

vielleicht wird mein blick auch durch meine ehrenamtl. tätigkeit getrübt, weil ich dort mit sehr viel armut und verzweiflung konfrontiert werde; ich halte es schon mit maslow seiner bedürfnispyramide bzw. mit b. brecht...

Da ist wohl eine kleine Erklärung notwendig.
Ich weiche meistens auf den Schreibtisch meiner Frau aus.

Es gibt ja noch immer genügend Straßen die nach

... dem Schöpfer des Hakenkreuzliedes Ottokar Kernstock benannt sind. Besonders die wackeren Vorarlberger ÖVPler geben da keinen Millimeter nach, die Straßen umzubenennen.

Es gibt auch

die Maria Theresien-Straße (hui, absolutistische Herrscherin, die hat u.a. sogar die Folter genau geregelt!), weiters den Kärntner Ring (Kärnten gilt doch bei politisch korrekten Menschen als Hort der Rückständigkeit, der Slawophobie und sonst noch was!) , den Franz Josefs-Kai (der hat doch den ersten Weltkrieg entfacht, Todesurteile unterschrieben usw.), den Dr.Karl-renner-Ring (ui, der war Anschlußbefürworter!) und viele weitere böse, böse Straßenbenennungen! Alle umbenennen, alles abschaffen, stürmt die Denkmäler, verbrennt die Geschichte, auf, auf, der große Sprung vorwärts steht bevor! Der Osten ist rot und unser großer Vorsitzender Mao... ach ja, jetzt weiß ich wieder, woran mich das ganze Tralala erinnert.

Bei uns ersetzt u.a. die Frau Brickner den Mao^^

Nachdem unsere Sprache auf den aktuellen Stand der pc gebracht wird (und schon bald keiner mehr weiss wie er was nennen soll, bzw. sagen darf) werden endlich!!!! auch die pc incorrekten Strassennamen, Denkmäler, Ortsnamen, Plätze etc. auf den neuesten Stand gebracht.

Auch Bücher, Dokumente, Filme usw. müssen selbstverständlich noch weiter bearbeitet werden, am Besten die Menschheitsgeschichte wird politisch korrekt neu geschrieben!

Da wir sonst keine dringenden Probleme haben, was solls. Auf, auf zu neuen Ufern^^

Universität Wien
Political-Correctness-Ring 1
1010 Wien

tolles gegenargument - so innovativ..

Weil "Universitätsring" ja DER Heuler ist.

Wie viele gute Namen verdienter Wissenschaftler hätte es gegeben, und den Sozis fällt nur "Universitätsring" ein. Schlicht der Wahnsinn.

Ärgert Sie wohl, fiat lux,

vielleicht ist es aber ein Grund für Sie, sich mal ein Boldungsinstitut anzusehen, also - lux fiat!

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