Wurz nach Crash mit neuem McLaren "okay"

23. Juni 2003, 11:37
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Niederösterreicher beging Fahrfehler - Pläne nicht beeinträchtigt

Stuttgart - McLaren-Testpilot Alexander Wurz hat seinen schweren Unfall bei Testfahrten im spanischen Jerez äußerst glimpflich überstanden. "Es geht ihm prima", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug am Mittwoch nach einem Telefonat mit dem Österreicher. Wurz war nach seinem Crash nicht ins Krankenhaus, sondern nur ins medizinische Zentrum an der Rennstrecke gebracht worden. Laut Haug ist der Perchtoldsdorfer "okay".

Nach den bisherigen Erkenntnissen des McLaren-Mercedes-Teams war kein mechanischer Defekt für den Unfall verantwortlich. "Es war ein Fahrfehler", meinte Haug. "Wir wären die ersten, die bei einem Defekt sofort nicht mehr weiterfahren lassen würden." Wurz war am Dienstag mit dem neuen Silberpfeil MP4-18 bei hoher Geschwindigkeit von der Strecke abgekommen und in die Reifenstapel geprallt. Erst vor zwei Wochen hatte der Finne Kimi Räikkönen einen Unfall mit dem neuen Auto gehabt.

Pläne nicht beeinträchtigt

Der Crash wird die Entwicklung des neuen Autos und die Premiere in einem Formel-1-Rennen voraussichtlich nicht verzögern. "Ich glaube schon, dass wir bei unseren Plänen bleiben können", erklärte Haug. Am Mittwoch setzte Räikkönen die Arbeit im unversehrten neuen Silberpfeil-Exemplar fort. Der Unfallwagen wurde in die McLaren-Zentrale ins britische Woking gebracht.

Haug dementierte konkrete Termine für eine Grand-Prix-Premiere des neuen Autos. "Ich habe nie angekündigt, dass wir einen Einsatz am Nürburgring planen", sagte Haug. Nach wie vor gelte: "Wir werden das neue Auto dann einsetzen, wenn es so zuverlässig ist wie das Vorjahresauto und um einiges schneller."(APA/dpa)

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