NATO befürwortet Einsatz von Friedenstruppe

18. Juni 2003, 10:35
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Vorsitzender des Militärausschusses Kujat spricht von "realistischer Option"

Hannover - Die NATO befürwortet den Vorschlag von UNO-Generalsekretär Kofi Annan, im Nahen Osten eine internationale Friedenstruppe zu stationieren. "Dies wäre eine realistische Option", wird der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Harald Kujat, in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) zitiert. Allerdings müsse es für die Mission ein UNO-Mandat geben, zudem müssten sowohl die Israelis als auch die Palästinenser dem Einsatz zustimmen.

Deutsche Beteiligung

Zu einer möglichen deutschen Beteiligung an einer solchen Friedenstruppe sagte Kujat den Angaben zufolge: "Man könnte sich dem schwerlich entziehen, wenn die Israelis dies wünschten." Die Ausgangsbasis für eine deutsche Mitwirkung seien gut, weil die Bundeswehr und die israelische Armee bisher schon sehr eng und vertrauensvoll zusammenarbeiteten.

Entwicklung in der Region

Ob es tatsächlich zur Entsendung einer solchen UNO-Friedenstruppe komme, hänge von der Entwicklung in der Region ab, sagte Kujat der Zeitung zufolge. Er sprach sich ferner für die Ausweitung der Friedensmission in Afghanistan sowie für die Beibehaltung der Wehrpflicht in Deutschland aus: "Wehrpflichtarmeen sind die intelligenteren." (APA/AP)

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    Harald Kujat, der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, sieht eine Friedenstruppe als "realistische Option".

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