Exil-Iraner zündet sich vor französischer Botschaft in London an

17. Juni 2003, 21:20
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Protest gegen Volks-Mujaheddin-Festnahmen

London - Während einer Protestaktion vor der französischen Botschaft in London hat sich am Dienstag ein Exil-Iraner angezündet. Polizisten und ein Wachmann der Botschaft bemühten sich mit einer Decke, die Flammen zu löschen, wie Augenzeugen mitteilten. Wie schwer der Mann verletzt war, war zunächst nicht bekannt. Der Protest richtete sich gegen das massive Vorgehen Frankreichs gegen die iranischen Volks-Mujaheddin. Dabei wurden am Dienstag im Großraum Paris 165 Verdächtige festgenommen, unter ihnen die nominelle Anführerin der als terroristisch eingestuften Exil-Organisation, Marjam Rajavi. In Hamburg wurden nach Ausschreitungen von Exil-Iranern vor dem iranischen Konsulat 50 Menschen festgenommen.

Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy erklärte, die Großrazzia richte sich gegen die Anführer einer kriminellen Vereinigung, die Terrorakte vorbereite und diese finanziere. Vor der Nationalversammlung sagte er, die Volks-Mujaheddin hätten beschlossen, Frankreich zu ihrem Rückzugsgebiet zu machen. Das könne Frankreich nicht hinnehmen. (APA/AP)

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