Bundesheer reduziert Ausbildung für Panzer und Artillerie

Streitkräftekommandant Höfler: Anpassung der Personalstruktur nach Gerätereduktion - Kritik von ÖVP und FPÖ

Wien - Das Bundesheer fährt die Ausbildung für die Waffengattungen Artillerie, Fliegerabwehr und Kampfpanzer zurück. Das geht aus einem Befehl des Streitkräfteführungskommandos hervor, berichtete der "Kurier" (Donnerstagausgabe). ÖVP und FPÖ kritisieren diese Pläne. FPÖ-Wehrsprecher Peter Fichtenbauer befürchtet "das Ende dieser wichtigen Waffengattungen". Sein VP-Kollege Oswald Klikovits fordert von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) Gespräche mit den politischen Parteien, andernfalls werde der Ressortchef in den Landesverteidigungsausschuss vorgeladen.

Das Ministerium war in einer Aussendung Mittwochabend um Kalmierung bemüht. Die Einschränkung der Ausbildung sei eine logische Anpassung der Personalstruktur an die Reduktion von Panzern und Artilleriegeschützen. Es würden aber alle Waffengattungen des Bundesheeres bestehen bleiben, sagte Streitkräftekommandant Generalleutnant Günter Höfler. Das Bundesheer trennt sich ja von zwei Dritteln seiner gepanzerten Fahrzeuge. Von derzeit 1.150 werden rund 750 ausgesondert. Das Gerät wird verkauft, verschrottet oder zur Gewinnung von Ersatzteilen verwendet.

Konkret soll die Ausbildung bei den genannten Waffengattungen im Jahr 2012 im Wesentlichen unverändert bleibt. Für das Jahr 2013 wird die Ausbildung von Unteroffizieren (Gruppen-und Zugskommandanten) ausgesetzt. "Es wäre völlig unwirtschaftlich, einen Überbestand an Unteroffizieren auszubilden. Wir haben zurzeit für unsere Panzer und Geschütze genug geschulte und gut trainierte Unteroffiziere. Die Waffen-, Geräte-, Schieß- und Fahrausbildung dieser Waffengattungen werden jedoch ebenso unverändert weitergeführt wie die Offiziersausbildung", stellt Höfler klar.

"Es bleiben die Panzertruppe, die Artillerie wie auch die Fliegerabwehr weiterhin bestehen. Wir benötigen im Bundesheer alle Waffengattungen", so der General. (APA, 18.4.2012)

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@Schröcksnadel & ÖSV

In Zukunft werdet ihr Bauernt0€lpel die Pistentreter für eure Schirennen gefälligst am freien Arbeitsmarkt anwerben.

Assistenzleistung durch ÖBH ist nicht mehr ......

Alles ok!

zeit is wuan!

Panzerfahren ist leicht zu lernen,

man fährt einfach überall drüber.
Sarcasm out.

FLAschiesslehre, Artillerieschiesslehre?
Was solls, wenn genug Munition da ist, wird man schon was treffen!
Is ja alles nicht so wichtig.
(Nochmals out!)

kawummm und nochmals kawummmmm.......

echt leiwand der Sieg ist unser, is Land hin... na jo Zivilisten halt....

Oje, ich fühle mich jetzt subjekt unsicherer...

Wie wäre es,

wenn sie 2/3 nicht mehr einziehen würden?

Soland 2/3 der Wehrdiener

als Kellner, Bürokraft, Strassenkehrer und sonstigen Systemerhaltern verwendet werden wird der Bedarf an Wehrpflichten nicht geringer ....

Die Frage ist aber wenn man 2/3 der Panzereinheiten abschafft wozu man dann noch 1/3 behält..aus Traditionsgründen? Weil ein Heer ohne Panzer nicht geht? Und von welcher fremden Panzerflotte werden wir aktuell bedroht?? Von der schweizerischen? Na dann mach ma den Arlberg zu und Problem gelöst...

jedenfalls

braucht niemand 1050 gepanzerte fahrzeuge.... das sind ja so viele, dass alle gemeinsam mit ihnen einen ausflug machen könnten....
logischerweise wird man bei weniger fahrzeugen auch weniger dafür ausgebildetes personal brauchen.

Eben nicht. Das kommt immer drauf an, ab man sich wehren will.

Da Österreich neutral ist, kann man nicht hergehen und das machen, was Holland macht: Panzer abschaffen. Die sind bei der NATO.

Bündnisfreie Europas haben mehr als 1000 Panzer im Stand. Die Schweiz etwa 1600, Schweden hat 1400, Finnland auch noch etwa 900.

Ob man weniger Personal braucht, das richtet sich nach dem Willen, ob man Kompetenz aufrecht erhalten will. Üblicherweise hält sich ein Staat eine Panzertruppe relativ geringen Ausmaßes in Friedenszeiten, um die Kompetenz zu halten und kann die dann bei einer Krise entsprechend aufstocken. Darabos hat die Kampfpanzer auf eine Zahl reduziert, die eine Kompetenzerhaltung nicht mehr zulässt. Und jetzt verkauft er uns als logisch, dass es dann ja auch kein Personal mehr braucht.

Wenn Du so genau weist was die nächsten 10-15 Jahre passieren wird, kannst mir vielleicht auch die Lottozahlen fuer die nächste Ziehung sagen. ;-)

Was in den nächsten 15 Jahren passieren wird?

Na ja, die ohnehin schon jetzt nicht funktionierenden 2/3 der Panzer werden sicher nicht funktionsfähiger werden....

Unter den 2/3 sind viel Leopard-Panzer

Die zählen zu den besten, die es gibt. Die wären noch lange gut gewesen.

Sie wären noch gut gewesen...

...für was??

Gut für einen k leine aber feine Panzertruppe

die gerade groß genug ist um Kompetenz zu erhalten. Wenn dann Krisen am Horizont auftauchen braucht man dann nicht fünf Jahre sondern nur zwei um die Truppe schlagkräftig aufzustocken.
Die zweite Hälfte der 1930er-Jahre sitzt den meisten der europäischen Staaten noch sehr streng in den Knochen. Damals haben alle Kleinstaaten und auch manche größere ihre Verteidigung derart vernachlässigt, dass das Böse eine Chance bekam.
Auch wenn wir Österreicher an diesem Bösen tatkräftig beteiligt waren sollte uns das nicht daran hindern ab sofort venunftgesteuert zu agieren.

Die ca 50 Panzer(das gilt übrigens nur bei ex-miliz-offizieren und bei afrikanischen Privatarmeen als "viel") wiegen je ca 52 Tonnen.

Übrigens sind diese "besten Panzer" Baujahr 1984(natürlich-wie in Österreich üblich-kaum modernisiert) und gelten deshalb außerhalb des ÖBH als veraltet. Zu Recht.

Jedenfalls kann man daraus im Idealfall ca. 4000000000 Rasierklingen machen.

das bundesheer hat schon lange keine existenzberechtigung mehr
es geht nur nicht in die köpfe
der braun-blau-schwarz-orangenen reichshälfte rein

roter baron

Wohl hat es eine Existenzberechtigung-Stichtwort:

Parteienfinanzierung.

Und warum keine Existenzberechtigung?

Weil Sie ganze historische Epochen elegant ausklammern, sich aber damit ins intellektuelle Nirwana schießen?

Das Österreichische Bundesheer hat seit seiner Gründung mehrmals bewiesen, dass es seinen Zweck erfüllt. Und das ohne schießen zu müssen. Oder gehören Sie auch zu denen, die geistig irgendwo Mitte des 20. Jahrhunderts steckengeblieben sind und glauben, dass Militär immer schießen muss um wirksam zu sein?

Keine Existenzberechtigung?

Das Verteidigungsmin. beschäftigt 23.028 Personen! Das sind 17% der Beschäftigten beim Bund und nach Verwaltungsbeamten, Lehrern und Exekutive die viertgrößte Gruppe des öffentlichen Diensts. Als Beschäftigungsagentur für SPÖVP/FPÖ-Parteimitglieder leistet das BH einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Vollbeschäftigung, zumal die Mehrheit der BH-Angehörigen am Arbeitsmarkt schwer vermittelbar wäre. Es leistet aber auch wichtige Beiträge zur Erhaltung der kulturellen Identität des Landes: alle Landeshauptleute schätzen den hohen militärmusikalischen Standard bei volksnahen Events; Traditionsverbände wären ohne BH nicht mehr in der Lage, Gedenkfeiern zu inszenieren; die Pistenpräparierung für Weltcuprennen wäre zu privatisieren u.v.m.

Ich habe Ihnen eben aus versehen rot gegeben. Da Ihr Beitrag derart "ins Schwarze" trifft muss ich mich entschuldigen. Wirklich genial-DANKE.

Dass die mehrheit am Arbeitsmarkt schwer vermittelbar wäre

ist ein altes und unhaltbares Gerücht. In Staaten mit Wehrpflicht ist das Militär immer ein getreues Abbild des Bevölkerungsquerschnittes. Oder anders ausgedrückt: Jedes Volk genau die Politiker, genau die Kirche und genau das Militär, das es verdient.

Falsch, falsch und

falsch.

Kaum ein Land kann etwas für seine Politiker. Niemand kann etwas für die unnütze Kirche in seinem Land(egal welche) und schon garnicht ist zB "der Österreicher" Schuld an unserem personell aufgeblasenen aber sonst unterfinanzierten, veralteten und von unnützen Offizieren verseuchten Heer.

Das die meisten Soldaten schwer vermittelbar sind sollten sie selbst ja am besten wissen.

Und wirklich keinesfalls sind die Zustände im Heer(dh die Personen) mit irgendeinem Bevölkerungsteil in Österreich auch nur ansatzweise vergleichbar. Und dafür bin ich -als stolzer Österreicher- sehr, sehr dankbar.

In Demokratien kann man immer was dafür

von wem man regiert wird.
Weil man ja selbst Politiker werden kann.

Auf Heere trifft das nur indirekt zu. Wer weiß, wie das österr. Heer im internationalen Vergleich dasteht, der wird schnell still. Und Militär lebt nun einmal von seinem Wesen her vom Vergleich: Alles was besser ist als nötig ist ein Luxus.

Ah hier haben wir ja schon so einen extrem leicht vermittelbaren Ex-Heeresangehörigen mit einem "breiten Feld an Kompetenzen".

Schade, dass sie nun, in dem hohen Alter, einem zukünftigen Junglehrer den Ausbildungsplatz wegnehmen.

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