Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Einen Exklusivtermin bitten!
Pro: Spontan ist am schönsten
Von Mia Eidlhuber
Zehn-Uhr-Konferenz, Ressortkonferenz, Wochenkonferenz, interne Blattkritik, externe Blattkritik, Arbeitsmeeting, Pressekonferenz, Pressefrühstück, Abgabetermin, Redaktionsschluss, Betriebsversammlung, Fortbildungsworkshop, Bezirksamt, Standesamt, Arbeitsamt, Steuerberater, Bankberater, Notar, Geburtstagsessen, Weihnachtsfeiern, Hochzeitsfeste, Tauffeste, Sommerfeste, Kindergartenfeste, Kindergeburtstag, Yogastunde, Tennisstunde, Jazztanzstunde, Ballettstunde, Flötenstunde, Klavierstunde, Taekwondo-Stunde, Kletterkurs, Batik-Kurs, Französisch-Kurs, frühmusikalische Erziehung, Eltern-Kind-Turnen, Eltern-Kind-Yoga, Babyschwimmen, Laternenfest, Faschingsfest, Elternabend, Elternsprechtag, Sprechstunde, Nachhilfestunde, Galerie-Eröffnung, Theater- Premiere, Kino-Montag, Weiber-Jourfixe, Scrabble-Abend, Zahnreinigung, Vorsorgeuntersuchung, Physiotherapie, Psychotherapiestunde ...
... darf irgendwas im Leben bitte schön noch ganz spontan sein? Danke schön, Billigfriseur!
Kontra: Russisches Roulette
Von Irene Brickner
Eine gute Bekannte und Freundin haarstrapazierender Thermalbad-Aufenthalte verglich es einmal mit russischem Roulette. Obwohl es im Endeffekt allermeist gut ausgehe, wenn man sich dem Figaro spontan ausliefere - etwa gar in Gestalt eines davor unbekannten Thermalhotel-Frisörs: Schlage die Fehlquote einmal zu, so gründlich, meinte sie.
Man muss sich nicht gleich in Schwefelwasser setzen, um ihr beizupflichten: Wer durch üppigen Schädelbewuchs gesegnet ist, weiß ratlose "Vielleicht sollten wir die Haare ein wenig ausdünnen"-Frisörlehrlingsbemerkungen zu fürchten. Ebenso unverlangte "Links und rechts würde ich den Schnitt etwas abstufen"-Stilberatung, die im Fall der Umsetzung bei Naturlocken zwangsläufig eine Karakulschaf- ähnliche Optik zur Folge hat. Und wer schon "Heuer sind Locken out, ich empfehle Glättungmittel"-Attentaten entkam, wird gern wieder im vertrauten Haarsalon vorsprechen und um einen Exklusivtermin bitten, und sei dieser auch um 8.15 Uhr, am Freitag, in der übernächsten Woche. (Rondo, DER STANDARD, 20.4.2012)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
"Du, in meinem Zelt ist eh Platz für zwei!" oder eine Mischung aus Schweiß und Uringeruch
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
ich kenne diese endlosliste an terminen nur zu gut. aber ein spontantes zeitloch von mindestens 2 stunden (für volles programm, also inkl. haarefärben) ist da eigentlich nie drin. daher muss ich doch immer auf die konservative variante von 3-wochen-vorher-termin-ausmachen zurückgreifen.
Freundlich, schnell und gaaaanz wichtig - Ohren, Nase und Augenbrauen ohne Aufforderung inkludiert.
Und weil alle glauben dass nur teuer gut ist - meist maximal ein Kunde vor einem.
Einziger Nachteil - Inlaenderin mit Plauderdrang. Na red man halt ein bissi.
Bundy&Bundy rules.
Ich zahl zwar ein Vermögen, dafuer hab ich dort 3 h lang meinen persönlichen Wellnessminiurlaub mit Kopfmassage und Rueckenmassage während des Waschens im Sessel, ein Glaserl Sekt, frisches Obst, Kaffe, Demmer Tee etc. und hinterher schau ich genauso aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Immer. Alle 3 Monate. Man gönnt sich ja sonst nix.
War lange Stammkunde bei Bundy, die habens teilweise schon übertrieben mit chi-chi, ich habe zb keine lust auf Interviews mit den zum Haarewaschen abgerichteten Lehrlingsdamen a la "wie fühlen Sie sich?" und "haben sie ein angenehmes Gefühl?". Die Friseure mit den rasierten Unterarmen die aussehen als ob sie sich grade aus dem Kaiserbründl herverirrt haben sind teils auch grotesk in ihrer Aufmachung.
;-)
Dann haben Sie großes Glück mit Ihrem Haar. Bei mir muss sich das in engen Grenzen halten, keineswegs sehr kurz, aber auch nicht zu lang, sonst sieht's schrecklich aus.
Außerdem sieht's bei mir im Genick nach 3 Wochen schon aus wie unter anderer Leute Achseln. Sieht dann verheerend aus. Etwas zu starker Haarwuchs...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.