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Zine Malik (Don Hany) ermittelt in Sydney.
Wien - Die Polizisten haben "einfach ihren Job gemacht". So wird offiziell verlautet, wenn im Hintergrund etwas schiefgelaufen ist. Beim brutalen Einsatz gegen einen Tatverdächtigen rennt ein Kind in Panik vor ein Auto. "Das sind illegale Einwanderer", sagt ein Ermittler. Soll heißen: Die Polizisten handelten korrekt.
Zynismen wie diesen begegnet der muslimische Detective Zane Malik (Don Hany) in East West 101 (Donnerstag, 20.15, Arte), ob im Kommissariat oder draußen, in den Randbezirken Sydneys tagtäglich. Auch in Australien gilt seit dem 11. September 2001 für Menschen mit arabischen Wurzeln zuerst die Schuldvermutung. Der Zusammenprall der Kulturen erfolgt mit ganzer Wucht.
Neue Lebenswelten
Wie jeder gute Krimi führt East West 101 in neue Lebenswelten. Um exakte Beobachtung und maximale Authentizität ging es Steve Knapman und Kris Wyld, die Ende der 1990er-Jahre mit der Polizeiserie Wildside ein stilbildendes Serienepos schufen, mit dem sich East West 101 messen musste. Es bestand.
20 Episoden drehte Peter Andrikidis für das australische Fernsehen SBS, hochgelobt von der heimischen Presse: Mit den vielgerühmten HBO-Serien könne East West 101 locker mithalten, jubelten Medien. Ein wenig hoch gegriffen, doch der Genuss anspruchsvoller Krimikost abseits des angloamerikanischen und skandinavischen Kulturkreises entschädigt für manche Schwäche bei allzu geradlinig angelegten Charakteren. Zu sehen sind vorerst sechs Folgen. (Doris Priesching, DER STANDARD, 19.4.2012)
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