Kambodschas Börse geht an den Start

18. April 2012, 15:47

Aktienhandel soll wirtschaftlicher Entwicklung Schub verleihen

Phnom Penh - Neun Monate nach der feierlichen Einweihung von Kambodschas erster Börse sind am Mittwoch die ersten Aktien gehandelt worden. Notiert ist vorerst ein einziges Unternehmen - die Wasserversorgungsbehörde Phnom Penh. Die 13 Millionen Aktien der Firma, ein Anteil von 15 Prozent, wurden zu Börsenbeginn für je 6.300 Riel (1,19 Euro) angeboten, zum Börsenschluss lag der Kurs um fast 50 Prozent höher bei 9.300 Riel. Zwei weitere staatliche Unternehmen sollen in diesem Jahr ebenfalls noch an die Börse gehen.

Finanz- und Wirtschaftsminister Keat Chhon nannte den Start der Börse einen "historischen Tag" für sein Land, das zu den ärmsten der Welt gehört. Der Aktienhandel bedeute einen "großen Sprung vorwärts" für Kambodscha. Er appelliere an Investoren im In- und Ausland, sich zu beteiligen.

Die offizielle Währung in Kambodscha ist der Riel, bezahlt wird aber fast alles in Dollar: Nach Angaben der asiatischen Entwicklungsbank sind mehr als 90 Prozent des im Umlauf befindlichen Geldes in Kambodscha Dollar. In den ersten drei Jahren des Aktienhandels dürfen Käufer und Verkäufer daher auf die US-Währung zurückgreifen.

Kambodscha lag nach der Herrschaft der Roten Khmer (1975 bis 1979) und Jahrzehnten des Krieges wirtschaftlich am Boden. Bis zur Wirtschafts- und Finanzkrise war die Wirtschaft des Landes aber deutlich gewachsen. 2010 erholte sich die Wirtschaft wieder, das Bruttoinlandsprodukt stieg um 5,9 Prozent. (APA, 18.4.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.