Megaupload bereitete milliardenschweren Börsengang vor

18. April 2012, 15:36
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Kim Dotcom bestätigte Pläne - Feedback von Banken und Investoren war positiv

Kim Dotcom hat in einem Gespräch mit dem Portal Torrentfreak bestätigt, dass er mit Megaupload einen milliardenschweren Börsengang vorbereite. Das Handelsblatt hatte kurz nach seiner Verhaftung über entsprechende Pläne berichtet. Während die Ermittler eine Schließung der Filesharing-Seite anpeilten, hatte sich das Unternehmen bereits mit einigen der "Big Four", der größten Wirtschaftsprüfer getroffen. Im Jänner waren die Pläne dann nach dem Abdrehen der Plattform im Sande verlaufen.

Transparenz

Den US-Behörden zufolge wäre mit Megaupload eine "kriminelle Organisation" an die Börse gekommen. Kim Dotcom wies die Vorwürfe einer kriminellen Verschwörung als "Unsinn" zurück. Die "Big Four" sollten nämlich einen Einblick in alle Geschäftsbereiche von Megaupload erhalten, was grundsätzlich nicht einer kriminellen Vorgehensweise entspreche.

Banken reagierten positiv

Der in Hong Kong tätige Unternehmensberater Robert Lim hatte im Auftrag des Filesharing-Portals Anfang 2011 nach Investitionsmöglichkeiten gesucht. Das Feedback der meisten Banken und Investoren war Lim zufolge positiv, was einen "sehr erfolgreichen" Börsengang ankündigte. Unter anderem, weil Megaupload im Gegensatz zu vielen Konkurrenten in der Tech-Branche lukrativ war, so der Unternehmensberater. Die Nachricht von Kim Dotcoms Verhaftung schockierte Lim und er glaubt, dass der Plan zum Börsengang als Indikator dafür dient, das Unternehmen zumindest vom Vorwurf einer kriminellen Organisation freizusprechen. (ez, derStandard.at, 18.4.2012)

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