85-Tonnen-Schiff schlängelt sich durchs Mühlviertel

  • Die 85 Tonnen schwere "Marksburg" wurde in Linz auf einen Transporter verladen.
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    foto: apa/mathias lauringer

    Die 85 Tonnen schwere "Marksburg" wurde in Linz auf einen Transporter verladen.

Transport von Linz zum Moldaustausee führt durch Haarnadelkurven und dauert bis 19. April

Linz - Das 85 Tonnen schwere Freizeitschiff "Marksburg", das bis Donnerstag zu Lande von Plesching bei Linz nach Frymburk (Friedberg) am Moldaustausee in Tschechien gebracht wird, ist am Dienstagnachmittag auf einen Transporter verladen worden. Alles sei plangemäß verlaufen, hieß es von der Betreibergesellschaft Rosenberger Lipno Line s.r.o. Das Fahrzeug samt Schiff ist 48 Meter lang, etwa sechs Meter breit und bringt 203 Tonnen auf die Straße. Für den Transport durch Linz-Urfahr war sogar eine Fahrleitung der Straßenbahn entfernt worden.

Sprichwörtlich eng könnte es am Mittwoch werden, wenn der Transport eine Doppelkurve vor Hellmonsödt (Bezirk Urfahr-Umgebung) zu überwinden hat. Im Ortsgebiet selbst bleiben lediglich 13 Zentimeter zum Manövrieren. Eine Herausforderung wird auch der Kreisverkehr in Bad Leonfelden am Donnerstag.

28 Behörden und 140 Personen involviert

Der logistische Gesamtaufwand für den Spezialtransport beträgt etwa 400 Montagestunden. Er wird von Steyregg bis zum Zielort von drei Begleitfahrzeugen und bis zu 14 Mitarbeitern flankiert. Mehr als 28 Behörden und 140 Personen sind involviert.

Der Transport koste an die 100.000 Euro, hieß es. Der geschäftsführende Gesellschafter der Rosenberger Lipno Line, Lukas Dorn-Fussenegger, lobte die gute Zusammenarbeit mit Partner-Unternehmen und Politik. In Frymburk (Friedberg) soll das 1968 gebaute Schiff renoviert werden und unter dem neuen Namen "Adalbert Stifter" seinen Dienst tun. Die "Marksburg" war bereits Anfang März auf eigenem Kiel von Koblenz am Rhein (Rheinland-Pfalz) nach Linz gefahren. (APA, 18.4.2012)

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