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Ein Luftbild zeigt die Insel Utoeya nahe Oslo, auf der der Attentäter Anders Behring Breivik 69 Menschen ermordete.
Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik, der am Mittwoch vor Gericht weiter zu seinen Motiven für die beiden Attentate vom Sommer 2011 mit 77 Toten befragt wird, spaltet auch im sozialen Netzwerk Facebook die Gemüter. Zu finden waren Mittwochfrüh etwa die Seite "I HATE Anders B Breivik" mit 2.067 "Gefällt mir"-Einträgen und die Seite "Fuck You Anders Behring Breivik" mit 3.275 "Gefällt mir"-Einträgen.
"Free Breivik"-Fans
Ebenso existiert aber seit neuestem die Seite "Free Breivik" mit 406 "Gefällt mir"-Einträgen. Auf dieser ist der rechtsextreme Breivik in eindeutiger Position mit rechtem gestrecktem Arm und zur Faust geballter Hand abgebildet. Weiters zeigen ihn Fotocollagen als Superhelden oder mit Heiligenschein.
Die Gestalter der Seite, die, wie zu lesen ist, am Dienstag eingerichtet wurde, bezeichnen sie als Diskussionsplattform, die Breiviks Tat nicht unterstütze, sehr wohl aber seine Botschaft. Die Seite scheint die Meinungen der Nutzer besonders zu spalten: Während die einen seinen Tod fordern, erklären andere ihn zum "Helden", der "lange und frei leben" solle und "Meister der Gerechtigkeit" sei.
Update 11:33: Nach zahlreichen Beschwerden von Usern hat Facebook die Hass-Seite vom Netz genommen.
Weiterhin Online ist allerdings die Seite "Stoppt die Islamisierung Norwegens. Wie der Fernsehsender TV2 am Mittwoch berichtete kochte nach den menschenverachtenden Aussagen Breiviks vor Gericht am Dienstag die Debatte auf der Facebook-Seite über.
Unterstützung für Breiviks Gedanken
Viele hätten offen geschrieben, dass sie Breiviks Gedanken unterstützen, die Terrorakte vom 22. Juli 2011 aber nicht befürworteten. Breivik hatte vor Gericht mehr als eine Stunde lang sein ideologisches Manifest erläutert und behauptet, Norwegen werde durch die Einwanderung von Muslimen zerstört.
"Ich stimme ihm absolut zu. Er argumentiert stark und ich wundere mich, dass niemand dieses politische Talent erkannt hat, bevor er ein Massenmörder wurde...", schreibt ein Mann auf der Seite. Breiviks Morde machten keinen Sinn, aber in seinen Worten stecke viel Wahrheit, lassen sich andere Kommentare zusammenfassen.
Doch ihnen wird auch hart widersprochen: "Wir haben eine gut funktionierende Demokratie in Norwegen, die von unserer tollen Vielfalt gestärkt wird - das kann keiner zerstören."
Die Seite "Stoppt die Islamisierung Norwegens" hat auf Facebook rund 10.000 Anhänger.
(APA/red, derStandard.at, 18.4.2012)
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Aber die tun ja nix, die wollen ja nur spielen. Alles ganz liebe Burscherln, die nur nicht wissen wohin mit ihren Büchern und auch sonst keinerlei "Absichten" verfolgen.
Nicht islamische Menschen sind das Problem, sondern Islamisten. Und durch die werden auch viele, ganz normale, Islam-Gläubige in diese kranke Ideologie reingezogen.
Und noch immer wird dagegen nix getan, solche Leute unterrichten sogar....
Man braucht nix zu rechtfertigen.
Dass es irgendwo in Europa Verrückte gibt, die Breivik bewundern war von vornherein klar.
Dass es Leute gibt, die nur um der Provokation willen eine Breivik-Fan-Seite eröffnen war auch von vornherein klar.
Es gab und gibt Rechtsradikale, Islamhasser und - zahlenmässig vermutlich viel bedeutsamer - Trolle. Hat's immer gegeben. Wird's immer geben. Das ist kein bedeutsames Problem, weder gesellschaftlich noch netzpolitisch.
Und langsam sollte man zwischen "Islam-Hasser" und "Islamisten-Hasser" zu unterscheiden beginnen.
Solange das nämlich nicht der Fall ist, kommen immer die Falschen zum Handkuss.
Vergleich: Hätten wir heutzutage noch Kreuzritter, wären die im Vergleich die Islamisten und der Rest die "Christen".
es ist einfach nur wiederwärtig.
einerseits handelt es sich um einen massenmörder, der überdies kinder schlachtete, für diese drecksschleuder wird alles getan, was für sonst niemanden getan wird. andererseits gibt es natürlich menschen in diesem land, welche sich gegen die zuwanderung von menschen aussprechen, die unser demokratisches system, unsere werte und unser dasein, als ganzes in frage stellen. die sich selbst als die herrenmenschen bezeichnen. die alle anderen praktisch zum abschuss freigegeben haben. seien es hindus, orthodoxe, christen, juden und besonders atheisten.
die breviks werden geschützt. die menschen müssen befürchten, ob ihrer meinung ins gefängnis gehen zu müssen.
Ich würd ihm keine halbe Stunde geben wenn er nen Freispruch rausholen könnte. Heftig find ichs nur das die maximale Strafe in Norwegen 21 Jahre ist. Zum Vergleich Kim (Dotcom) Schmitz drohen 20 Jahre, dafür das auf seiner Filesharing Seite illegale Filme etc. hochgeladen wurden. (Ja... Raubkopierer böse - schlecht für Industrie bla fasel - eh scho wissn) und der Typ bekommt max. 21 Jahre dafür das er verdammt nochmal über 70 Menschen umgebracht hat. Ich würde in diesem Fall eine Ausnahme fordern und ihm lebenslänglich in Einzelhaft verordnen. Mindestens.
Eine Seite, die ein aktuelles emotional heisses Thema in bewusst provokativer Weise behandelt? Auf Facebook? I'm SHOCKED! SHOCKED!
Was kommt als nächstes?
Veröffentlichte Sauffotos, die Facebook-Benutzern den Job kosten?
Rassisische Youtube-Kommentare mit schlechter Rechtschreibung?
Flamewars über die Qualität diverser Betriebssysteme?
Pornographische Darstellungen von eigentlich eh allem?
Da heisst's dranbleiben, lieber Webstandard!
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