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Oslo - Erschöpft, unsicher, genervt: Die Staatsanwaltschaft hat den norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik am dritten Prozesstag in einem Kreuzverhör in die Enge getrieben. Anklägerin Inga Bejer Engh versuchte, die bizarre Gedankenwelt des Islamhassers vor dem Gericht in Oslo Stück für Stück zu entlarven. Der 33-Jährige wich den meisten Fragen aus. "Ich möchte keine Informationen geben, die zu weiteren Festnahmen führen könnten", sagte er.
Nachdem sich Breivik am Dienstag noch mit dem Massaker vom Sommer 2011 gebrüstet hatte, wirkte er am Mittwoch beinahe resigniert. Immer wieder wurde deutlich, wie groß seine Sorge ist, dass seine Überzeugungen als Hirngespinste abgetan - und seine Taten damit als Verbrechen eines Geisteskranken eingestuft werden. "Ich hoffe, Sie legen weniger Gewicht darauf, mich lächerlich zu machen, und mehr auf die Sache", sagte er an die Adresse der Staatsanwältin.
Die Anklägerin versuchte vergeblich, Näheres über seine Kontakte zu anderen Rechtsextremisten und das angebliche Netzwerk der "Tempelritter" zu erfahren. Er habe vor allem über das Internet Kontakt zu Gleichgesinnten im Ausland gesucht, sagte Breivik, wollte aber keine Details nennen. "Mein Eindruck war, dass die meisten militanten Nationalisten in Norwegen unter Beobachtung standen." Das sei für ihn ein großes Problem gewesen.
Erfundene "Tempelritter"
Staatsanwältin Engh machte deutlich, dass sie nicht an die Existenz der "Tempelritter" glaubt. Breivik erklärte hingegen, er sei Kommandant einer Tempelritter-Zelle gewesen. "Das bedeutet, dass ich ein Fußsoldat war, der mit anderen verbunden war. Aber mehr will ich darüber nicht sagen", betonte der 33-Jährige. Zugleich behauptete er, es gebe noch zwei weitere Terrorzellen in Norwegen. "Ich bin eine von Dreien. Das habe ich die ganze Zeit gesagt." Es handle sich um Ein-Mann-Zellen. In Medienberichten wurden allerdings Zweifel an der Darstellung Breiviks angemeldet.
Die Staatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass Breivik ein Einzeltäter ist. "Sie versuchen zu zeigen, dass ich lüge und mir Dinge ausgedacht habe. Wir können genauso gut gleich zum Schluss kommen, dann brauchen Sie mich nicht lächerlich zu machen", warf er der Anklage vor. Später betonte er, er sehe nur einen Freispruch oder die Todesstrafe als gerechtes Urteil an. Die nach norwegischem Recht vorgesehene Höchststrafe von 21 Jahren nannte er armselig: "Ich will die Todesstrafe nicht, aber ich hätte das Urteil respektiert."
Zu Beginn der Befragung am Dienstag hatte sich Breivik noch mit der "spektakulärsten Operation eines militanten Nationalisten in Europa in diesem Jahrhundert" gebrüstet und mit seinen Attentaten geprahlt, bei denen im vergangenen Sommer 77 Menschen in Oslo und einem Jugendcamp auf der Insel Utoya umkamen. Er darf noch bis Montag sein Weltbild erklären.
Im Internet findet seine Botschaft offenbar Unterstützer. Nach seiner menschenverachtenden Aussage vom Dienstag sei die Debatte auf der Facebook-Seite "Stoppt die Islamisierung Norwegens" hochgekocht, berichtete der Fernsehsender TV2 am Mittwoch. Viele hätten offen geschrieben, dass sie Breiviks Gedanken unterstützten, die Terrorakte vom 22. Juli 2011 aber nicht befürworteten. Die Seite "Stoppt die Islamisierung Norwegens" hat auf Facebook bereits rund 10.000 Anhänger. (APA, 18.4.2012)
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der Templer gestellt.
Das Templerkreuz auf dem Titelblatt, und drunter das Motto.
Dazu eine Phantasieuniform mit dem Templerkreuz in der Herzgegend, und den Totenkopf am Oberarm.
Nur das 700-Jahrjubiläum des Verbotes der Tempelritter hat er genau um ein Jahr verfehlt.
Ich denke auch, dass die Taten dieses selbsternannten Tempelritters nicht den selbst formulierten Ansprüchen genügen, nämlich die "spektakulärste Operation eines militanten Nationalisten in Europa in diesem Jahrhundert" zu sein. Da wird man etwa in der Gegend von Srebenica noch schlimmere Beispiel finden.
So ist Breivik auch ein Gegner der Gleichberechtigung von Mann und Frau - kein Wahlrecht fuer Frauen, ordentlich gebaeren fuer das Wohl Norwegens, so sind seine Ideen.
Allerdings zaehlt er zu seinen bevorzugten Autoren John Stuart Mill. Und der war ein ganz entschiedener Befuerworter des Frauenwahlrechts.
Und so geht das weiter und weiter und weiter...
http://maxblumenthal.com/2011/07/a... amophobia/
America’s Breivik Complex: State terror and the Islamophobic right
http://maxblumenthal.com/2011/08/a... bic-right/
Uri Avnery: "Wehret den Anfängen"
Den israelischen Friedensaktivisten Uri Avnery schaudert es, wenn er daran denkt, dass dies die neuen Freunde seines Landes sind und dass sich auch der Attentäter von Norwegen selbst als Freund Israels bezeichnete.
http://www.dw.de/dw/articl... 22,00.html
diesen Prozess in aller Öffentlichkeit stattfinden zu lassen. Hier gibt man dem Täter eine Bühne um sich in Szene zu setzen. Breiviks unverhohlenem Geltungsdrang wird voll Rechnung getragen und in diesem Sinne vollendet er gerade ungehemmt sein Werk/Verbrechen. Ein Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit wäre für Breivik schlimmer als jede Höchststrafe. Ihm stünde nicht mehr zu als ein kleiner Zeitungsbericht über die Urteilsverkündigung im Chronik-Teil zu, gleich neben den Kleinanzeigen...
die Öffentlichkeit an Informationen teilhaben zu lassen.
Es ist immer ein Fehler den Ausschluss der Öffentlichkeit zu fordern.
Gerade eben weil wir schon -fast- überall ausgeschlossen werden, macht die Politik mit uns was sie will. Um Demokratie zu leben benötigt es Informationen, in einer Diktatur freilich, geht es ohne diese -viel besser- !
Wer Information als Übel betrachtet, sollte seine Präferenzen nochmals genau überdenken.
mfg dance
Der hat zugegebener massen über 70 Menschen vorsätzlich getötet. - Zugegebener massen. - Was brauchts noch ? Wegsperren für alle Ewigkeit oder mittelalterlich: freilassen (Vogelfrei) Der aufgeplustete Prozess ist unnötig. Er hat die Tat gestanden, es gilt der gestandene Vorsatz = weg mit ihm für immer ! - Egal ob psychisch krank oder nicht. Solche Menschen sind (leider) nicht "Gesellschaftskompatibel" .
die sich in der URL, abgekürzt, zum Motto der Templer bekannte (kath. NL), ist nach Breiviks Aktion überstürzt übersiedelt.
Die Übersetzung der lateinischen URL besagte danach: "Wohin das Schicksal uns trägt".
Freud schau oba.
Staatsanwalt schau hin.
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