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Leider immer noch topaktuell und bestimmt nicht nur auf Österreichs Fußballplätzen: Homophobie und Rassismus. Doch es gibt auch Fans, die sich für eine Verbesserung der oftmals unakzeptablen Umstände auf den Rängen einsetzen. So zum Beispiel die FreundInnen der Friedhofstribüne, eine Fanvereinigung des Wiener Sportclubs bzw. Wiener Sportklubs, die ein Zeichen setzen will und am Freitag beim Regionalligaspiel gegen den SV Horn (19.30 Uhr live in Dornbach) ein Wandertransparent der deutschen Faninitiative "Fussballfans gegen Homophobie" aufhängen wird. Und das als angeblich bisher einziger Verein Österreichs, der sich dieser Initiative angeschlossen hat!
Im Rahmen dieses Spiels wollen die Fans mit dieser Aktion, sowie dem Verteilen von Flyern, Infomaterial und einem T-Shirt-Verkauf zu Gunsten der Initiative, ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es möglich sein muss, auch auf dem Fussballplatz seine sexuelle Orientierung ohne Angst vor Diskriminierung und Ausgrenzung offen zur Schau tragen zu können.
Aktion gegen Rassismus in Wolfsberg
Auch der WAC/St. Andrä setzt klare Zeichen. Der Leader der "Heute für Morgen" Erste Liga reagierte mit einer Aktion auf den jüngsten rassistischen Vorfall. Der in Bosnien-Herzegowina geborene WAC-Stürmer Mihret Topcagic wurde von den eigenen Fans aufgrund seiner Herkunft beschimpft. Beim Heimspiel gegen FC Lustenau wurden am Dienstag in der Wolfsberger Lavanttal Arena in den Fansektoren Rote Karten gegen Rassismus und Transparente gezeigt. Auch die Mannschaft stellte sich mittels einer Transparentbotschaft geschlossen hinter die Aktion. Auf den Zuschauerrängen wurden Infobroschüren verteilt.
"Es waren zwar nur 3-5 Personen, welche rassistische Äußerungen getätigt haben, aber selbst eine ist zuviel. Anti-Rassismus-Aktionen werden vom Verein immer unterstützt. Rassismus hat bei uns nichts verloren - Das war immer so und wird auch immer so sein", sagte WAC/St. Andrä-Präsident Dietmar Riegler.
Der 23-jährige Mihret Topcagic, seit heuer österreichischer Staatsbürger, wurde von einigen Zuschauern als "Scheiß Jugo" beschimpft. Trainer Nenad Bjelica, der bei der EURO 2004 für die kroatische Nationalmannschaft spielte, verurteilte die diskriminierenden Parolen und hielt fest, dass "derartige Beschimpfungen auf Fußballplätzen nichts verloren haben, die große Mehrheit der Zuschauer in Kärnten lehnt diese auch ab." (red, hon, derStandard.at, 17.4.2012)
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