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Unter der großen Halle des Petersdoms in Rom befindet sich das Grab des Apostels Petrus, umgeben von den Grabstätten etlicher Päpste und einer Reihe von Kapellen. Eine solche unterirdische Kapelle wählte der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari, zugleich Medienbischof, um in einer Frühmesse in der Predigt vor Teilnehmern einer Informationsreise in den Vatikan, auch die Situation der österreichischen Kirche klar anzusprechen: "Wir sind gefährdet. Wir werden weniger und es besteht die Gefahr einer Implosion. Wir dürfen aber weder depressiv werden, noch aggressiv - im Sinne eines Rückzugs auf eine stolze, kleine Elite".
Diese Philosophie der "kleinen, aber feinen Herde" hat in der österreichischen Kirchenhierarchie ihre Anhänger, Kapellari gehört nicht dazu. Es ist aber eine gewisse Ratlosigkeit zu spüren, wie die Kirche die Erosion des Glaubens und innerkirchliche Rebellionen wie die "Pfarrerinitiative" Helmut Schüllers überstehen soll.
Die römischen offiziellen Gesprächspartner reagieren überwiegend routiniert: Es gibt lächelnde weltläufige Verharmlosung der Probleme, eloquentes Umdrehen kritischer Fragen. "Warum beschäftigen sich so viele Initiativen mit dem Innenraum der Kirche, sie sollten ihre Energien nach außen, in die Mission, stecken", sagt etwa Bischof Josef Clemens, einst Sekretär bei Kardinal Ratzinger in der Kongregation für Glaubensfragen, jetzt im Päpstlichen Rat für die Laien. Und es gibt diplomatisch formulierte Härte: Der Papst hat in seiner Gründonnerstagsrede auf die österreichische Pfarrerinitiative und ihren "Aufruf zur Ungehorsam" Bezug genommen und Schüller hat das als "Gesprächsangebot" von Benedikt XVI. interpretiert. "So etwas wird durch die Bischöfe des Landes behandelt", schiebt Pater Federico Lombardi, Leiter des Vatikanischen Presseamtes, das Thema weg. Schüller wird keinen Termin beim Papst bekommen.
Benedikt Steinschulte allerdings, Mitarbeiter im Päpstlichen Rat für die Sozialen Medien, redet nicht herum: "Die Probleme, die in diesem Pontifikat entstanden sind, liegen im Inneren der Kirche". In der Kirchenführung herrsche "Realitätsverlust. Sie begreifen nicht, wie so etwas in Österreich oder Europa entstehen kann".
Kapellari lässt im Gespräch allerdings keinen Zweifel, dass er den Aufruf zum Ungehorsam durch Schüller als "Ungeheuerlichkeit" empfindet. Er scheut sich nicht, von einer Gefahr der Kirchenspaltung zu sprechen - und hinter der offiziellen Gelassenheit römischer Gesprächspartner dürfte doch eine beträchtliche Verunsicherung über diese Priesterrebellionen (nicht nur in Österreich) herrschen. "Da ist man sich in Rom über die Sprengkraft dieser Vorgänge nicht im Klaren", sagt Steinschulte. Kapellari (und implizit auch Kardinal Schönborn) dürften diese Sprengkraft allerdings richtig einschätzen. Kapellari scheint zu wissen, dass man jetzt nicht mit Strafmaßnahmen kommen darf; allerdings muss er damit rechnen, dass Schüller nicht aufgibt.
Vor 50 Jahren fand das Zweite Vatikanische Konzil statt. Damit habe der ganze Unsinn mit "Reform" und "Öffnung" angefangen, meinen viele erzkonservative Katholiken. Aber auch ohne das Konzil hätte die Kirche heute große Schwierigkeiten, weiterzumachen wie bisher. Sie ist, nicht nur in Österreich, wirklich gefährdet. Über die geistige Kraft, die trotzdem noch da ist, demnächst. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 18.04.2012)
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. . . wenn man/frau sich retrospektive vergegenwärtigt, wie sich Monsignore Mag. Helmut Schüller mit seiner “Pfarrerinitiative“ in die breite Öffentlichkeit “hochgespielt“ hat, dann fällt auf, daß er dahingehend meist entweder im Windschatten bzw. zeitgleich mit der in breitester medialer Öffentlichkeit geführten kirchlichen Mißbrauchsdebatte in Erscheinung trat.
“Endgültig auffällig“ geschah dies in den Tagen Ende Juni/Anfang Juli 2011, als Christoph Kardinal Schönborn wieder einmal “österreichweit“ an der Reihe war.
Bedarf es noch weiterer Ausführungen ?!?,
. . . außer daß die
“Schüllersche Pfarrerinitiative“
von Inhalt und Stil her lediglich als
billige und plumpe
“Kleriko-Populismus-Inszenierung“
anzusehen ist . . .
isn't it ?
searching “helmut schüller“ at
www.wienerzeitung.at
!!! www.diepresse.com !!!
RELIGION SA 21.04.2012 | Online
"Helmut Schüller: Brief an den Papst"
www.derStandard.at
www.nachrichten.at
www.kurier.at
www.profil.at
Christian RAINER / MO 16.04.2012
!!! but especially !!!
www.news.at
and so on . . .
Egal, welche Probleme in diesem Pontifikat dazugekommen sind,
die grundlegenden Probleme der katholischen Kirche haben mit diesem Pontifikat wenig zu tun.
Die Anpassungsmöglichkeiten der "göttlichen Botschaft" sind an ihre Grenzen gestoßen.
Die Zeit für Opferglauben, Schuld, Erbsünde, himmlische Jungfrauen, Gottessöhne, göttliche Botschaften, Himmel und Hölle etc. etc. läuft ab.
Zumindest in jenen Weltgegenden, in denen die Priesterkaste keine absolute Macht mehr hat.
Jener beunruhigende "Kultur"kreis, in dem ein Gott und sein vermeintlich verkündeter unabänderlicher Wille nicht angetastet werden dürfen, wird entweder diesbezüglich nachkommen oder in wirtschaftlich-kultureller Steinzeit verharren.
Man muss es österr. Journalisten und "Kirchenkritikern" leider immer wieder sagen:
Die Kirche ist die größte und wachsende (!) Glaubensgemeinschaft der Welt und sie ist tatsächlich weltweit vertreten.
Nochmals: Der Welt.
Somit ist es völlig egal, was irgendwelche selbsternannten "Kirchenkritiker" hinter den 7 Bergen in Österreich maulen. Und wenn ganz Österreich aus der Kirche austritt, ist es auch bedeutungslos. Diese weltweite Kirche könnte nur einen fatalen Fehler begehen, nämlich ein westeuropäisches Zeitgeist-Organisatiönchen zu werden - siehe die superPC
Anglikanische Kirche, von denen danach hundertausende zu den Katholiken überliefen. Jene
Katholiken, die eine Zeitgeistkirche haben wollen, sollen gehen.
es geht da um richtig und falsch, nicht um mehrheiten oder zeitströmungen. im ii vatikanum ist das erkannt worden. wenn sich heute priester wieder selbst in den mittelpunkt stellen und als götzen anbeten lassen, ist das sünde. wenn priester homosexuelle verfolgen und beschimpfen ist das sünde.
mitgliederstand - das katholische universal"argument".
und nicht ganz so komfortabel, wie es scheinen mag. der missionierungsertrag in den entwicklungsländern reicht gerade mal, um sich insgesamt in ein leichtes plus zu retten - das aber unter dem allgemeinen zuwachs der weltbevölkerung liegt.
das problem ist aber nicht mehr oder weniger zeitgeist, sondern, dass die kirche...
...anderen vorschreibt, wie sie zu leben haben, aber sich selbst überhaupt nicht d'ran hält
...von ihrem "theoretischen" grundkonstrukt (bibel) so weit entfernt ist, wie die ddr von marx
...primär machterhalt betreibt und selbstzweck ist zum vorteil von ein paar alten senilen männern
und das alles unter berufung auf einen gott, den sie in dieser form so selbst erfunden haben, weil in der bibel steht von einem solchem NICHTS!!!
In den USA sind die Katholiken die liberalste christliche Kirche. Die Schwäche der Katholischen Kirche ist nicht die mangelnde Anpassung an den Zeitgeist, sondern ein Mangel an missionarischem Eifer und letztlich an Glaube. So sehe ich das als Proestant und Mitglied der Pfingstbewegung.
in der katholischen kirche ist nie eine persönlche entscheidung notwendig.man wird als kind getauft,die firmung läßt man über sich ergehn.das sind alles sachen die von der elterngeneration ausgehn.eine entscheidung gibts dann bei der kirchensteuer,wenn du zahlst bist du drinnen,ansonsten draußen.aber was hat das mit religion zu tun.zahlen ist kein religionsbekenntnis.es ist möglich sich sein leben lang in der kirche zu bewegen u.als ihr mitglied zu gelten,ohne sich wirklich zu bekennen.das ist ein großer unterschied zu pfingstkirchen.
religion überall auf der welt ist mit mit geschrei u. fanatismus verbunden.irgedwie paßt das nicht zu der stillen rätselhaftigkeit des existierens.das 'sein' wird immer ein geheimnis bleiben.
Sie meinen offensichtlich die organisierten Religionen, die Institutionen. Aber auch dort gibt es sehr verschiedene Gruppen. Ich denke, in den christlichen Kirchen Mitteleuropas finden sich kaum fanatische Schreier (Ausnahme: bestimmte religiöse Internetportale), sondern eher konziliante, dialogbereite Gläubige. Die Ökumene steht heute so hoch im Kurs wie noch nie seit der Reformation.
die aussage, daß die landesbischöfe für die reformpfarrer zuständig sind ist zynisch.die können in den angesprochenen fragen gar nicht selber entscheiden,gleichzeitig sollen sie es richten.wie soll das gehen?
sie dürfen von rom aus gar nicht für die pfarrerinitiative sein,die vorgaben sind in wahrheit sehr strikt.die verantwortung wird aber auf sie abgeschoben.das sind so typische mechanismen in hierarchischen systemen.
die aufforderung gehorsam zu sein steht quasi als überschrift da die für alle gilt,das ist sehr zentral.das motto'aufforderung zum ungehorsam' ist daher sehr klug gewählt.hoffentlich geben die rebellen diese parole nicht auf.
I. / V
in
memoriam
Prälat
Dr. Leopold Ungar
1964 -- 1991
Caritas-Präsident
von Österreich
(. . . im jahr 2012 wäre er 100 jahre . . .)
- datiert mit sonntag 7. november 1999 –
(. . . refreshed am di 24. Jänner 2012 . . .)
II. / V
und
das gewissensspieglein an der wand
spricht nun mit/zu unserem ex-caritas-presidente & generalvikar-vienna “ade“
inzwischen süffisant
“he.“ schü . . . . “he.“ schü . . . . du . . . . caritas-& seelsorge-praktikant
vertiefe christliches ethos - nicht kirchlich-scheinheiligen geist -
und
vor allem deinen menschlichen verstand
oder
bist du und ein paar andere nicht nur mit der moral schon so am sand
und
ward/seid ihr denn immer
so
. . . . .
III. / V
. . . . .
so
aufrichtig wie anständig und ehrlich - außer selbstherrlich -
soll heißen
eure wahrhaftigkeit ist entbehrlich
wenn
es geht um zivilcourage
in
unserm land
das zu können/wissen wäre nämlich ja wirklich interessant
wenn
man haben will
bei
anderen Menschen eine gute hand
für
dieses unsre so schöne und wertvolle land
IV. / V
PS:
liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, nicht überall, wo
CARITAS & SEELSORGE draufsteht, ist auch SEELSORGE & KIRCHE
drinnen
oder noch höflicher formuliert:
sehr geehrte Damen und Herren, Sie brauchen nicht
"schüller'n geh‘n",
um K I R C H E & SEELSORGE zu
versteh'n
V. / V
. . . . . und lieber Monsignore Helmut Schüller, bitte auch die "Hollabrunner Jahre" nicht vergessen, kann ja wirklich nicht ganz ausgeschlossen werden, daß "Ihre Priesterberufung" von dort "mitbeeinflußt" wurde, ganz im Gegensatz zu Ihrem jahrzehntelangen Vorgänger als allseits hochgeschätzter, hochgeachteter Caritas-Präsident von Österreich (1964 – 1991), der seine Berufung zum Priester in existentiell sehr, sehr schwierigen - nicht nur "gesellschaftlich" - Zeiten in der Benedektiner-Abtei Seckau in der Steiermark erfuhr . . . . .
. . . . UNGAR---RELOADED---for---2012 . . . .
Großes Fragezeichen . . . "weltanschaulicher Notstand“ . . . denn,
. . . was und wieviel wußte "Helmut, the r.-catholic-conquerer-2012" nicht erst kurz vor Erscheinen des profil vom 27. März 1995 von dem am Cover "vorgestellten Kardinal" . . . insbesondere im Hinblick darauf, daß "He." "Schü." etwa 8 Jahre eines seiner bevorzugten "Hollabrunner Religionskinder" war . . .
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