Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Als Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán seinen Parteifreund János Áder am Montagabend erwartungsgemäß für das Amt des Staatspräsidenten designierte, ließ er ihn durch sein Sprachrohr Péter Szijjártó als " Ankermann" bezeichnen. Der Sprecher ließ keine Zweifel offen, was sich der Große Steuermann vom Matrosen am Ankergewinde des höchsten Staatsamtes erwartet: dass er "die neue Verfassungsordnung festigt und stärkt".
Der Vorgänger, Pál Schmitt, musste zu Monatsbeginn nach einer Plagiatsaffäre ruhmlos abtreten. In weniger als zwei Jahren hatte er ohne Murren über 360 Gesetze gegengezeichnet. Mit dem 52-jährigen Áder hat der Rechtspopulist Orbán vergleichsweise ein Schwergewicht für den Hüter der "neuen Ordnung" gefunden: einen, der nicht nur Gesetze unterschreiben wird, sondern selbst welche schreibt.
So arbeitete der studierte Jurist Áder, der seit 2009 für Orbáns Fidesz (Bund Junger Demokraten) im Europaparlament sitzt, das neue Wahlgesetz und die Justizverwaltungsnovelle aus. Beide Rechtsakte sind umstritten. Das Wahlgesetz dürfte Wahlforschern zufolge den Fidesz beim nächsten Urnengang 2014 begünstigen. Die Justizreform ist derzeit sogar Gegenstand eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens.
Der designierte Präsident ist verheiratet und hat vier Kinder. Er ist wie Orbán ein Fidesz-Mitbegründer. Unter dessen erster Regierung war er von 1998 bis 2002 Parlamentspräsident, von 2002 bis 2006 Fidesz-Fraktionschef. Im Sommer 2005 orchestrierte er aus der parlamentarischen Opposition heraus die Wahl des parteilosen Konservativen László Sólyom zum Staatspräsidenten. Der Husarenstreich brachte dem Polit-Strategen mit dem buschigen Schnauzbart unter Verweis auf den Westernhelden in Fidesz-Kreisen das Ehrenattribut "Charles Bronson aus Csorna" ein. Die westungarische Kleinstadt ist Áders Herkunftsort.
Doch gegen 2006 kühlte sein Verhältnis zu Orbán ab. Das Parteiblatt Magyar Nemzet brachte Áder mit einer Verschwörung gegen Orbán - der damals zum zweiten Mal hintereinander eine Wahl verloren hatte - in Zusammenhang. Davor hatte ihn der Parteichef in seinem angestammten Wahlkreis in Csorna bei der Listenerstellung übergangen. Áders Abgang nach Brüssel wurde in Ungarn auch als eine Art Verbannung interpretiert. Mit der am 2. Mai erwarteten Wahl zum Staatspräsidenten lässt er diesen Karriereknick hinter sich. (Gregor Mayer, DER STANDARD, 18.04.2012)
Ungarns umstrittener Premier bittet: "Keine Panzer schicken" - Kontroverse durch ironische Merkel-Bemerkung an Adresse Steinbrücks ausgelöst
Drei Männer hatten während Jüdischem Weltkongress "Sieg Heil" gerufen
Der Jüdische Weltkongress tagt in Budapest, die rechtextreme Jobbik protestiert
WJC will auch schärfere Gesetze gegen Rassenhass und die Leugnung des Holocaust
Aus Protest gegen das zunehmend minderheitenfeindliche Klima in Ungarn hält der Jüdische Weltkongress seine Vollversammlung in Budapest ab. Begründung: Das Land befinde sich auf einem gefährlichen Irrweg
Lauder: "Habe Orban-Interview mit Distanzierung von Jobbik nicht gekannt"
Statt 40.000 Verkaufsstellen in Supermärkten, Tankstellen und Trafiken wird es ab 1. Juli nur mehr 5500 "Nationale Tabakläden" geben
Ungarischer Premier sprach bei Eröffnung des Jüdischen Weltkongresses in Budapest von "Null-Toleranz" gegenüber Antisemitismus - WJC-Präsident Lauder hatte zuvor entschlossene Schritte gefordert
Vorsitzendem der Raoul-Wallenberg-Gesellschaft wurde das Nasenbein gebrochen
Protestaktion gegen Jüdischen Weltkongress
Aussprache mit EVP-Abgeordneten in Straßburg
Parlamentarische Versammlung entscheidet im Juni
Vizepräsident des EU-Parlaments: Wer europäisches Recht und Werte verletzt, muss korrigieren
Budapest warnt vor Eingriff in Souveränität der Staaten - Bereitschaft für Lösung - Richter-Causa geändert
In der bürgerlichen EU-Fraktion wird angeblich über einen Ausschluss der Orbán-Partei nachgedacht
Reding: "Sehr besorgt" bei Verfassungsgesetz
Ungarns Ex-Premier Gordon Bajnai organisiert die Opposition neu und fordert Viktor Orbán heraus. Wie er Frieden mit Banken und ausländischen Investoren schließen will, sagte er András Szigetvari
Vor der Plenardebatte des EU-Parlaments über mögliche Verstöße gegen Grundrechte in Ungarn machte die EVP-Fraktion Premier Orbán die Mauer - Sie fordert "Fakten" und Rechtsverfahren - Orbán versprach Änderungen
Ein Treffpunkt der Protestbewegungen soll zwangsgeräumt werden. Die Schließung des Kulturbeisls Sirály folgt dem rechtspopulistischen Muster, widerspenstigen Lokalen den Boden unter den Füßen wegzuziehen
Kommissionspräsident Barroso: "Werden die notwendigen Schritte setzen, wo dies erforderlich ist" - Orban verspricht Anpassungen
Die Krise um mögliche Verletzung von Grundwerten der EU durch Ungarns Regierung spitzt sich zu. Die für Justiz zuständige Kommissarin Reding kündigt ein Verfahren an, droht mit Entzug von EU-Geldern. Premier Orbán rudert zurück, will Fehler korrigieren
Gegenveranstaltung "Gib Gas!" soll am Tag des "Marsches des Lebens" stattfinden
Nach der umstrittenen Verfassungsänderung wird im Europaparlament erneut ein Verfahren gegen Ungarn verlangt
Tausende skandierten: "Verfassung ist kein Spielzeug"
EU-Parlamentspräsident und deutsche Kanzlerin mahnen Ungarn wegen Verfassung
ging mein Kommentar über in dieser Zeitung verloren gegangene ungarische Akzente in den Namen.
Man muss hier schon ungarischer Präsident werden, bevor man die Akzente dazubekommt.
jedoch an die geschätzte Red.: Akzente in den ungarischen Namen sind keine Dekorationen.
1. Gibt es keine "Akzente", sondern lange und kurze Vokale
2. Haben Sie zwar damit recht, dass es einen Unterschied ausmacht im Ungarischen, jedoch ist Realität, dass ohnehin 99,5% der Nichtungarn keinerlei Ahnung haben, wie man ungarische Namen ausspricht, ob jetzt Orbán oder Orban oder Gyurcsány oder Gyurcsany steht, bleibt für den nichtungarischen Leser also vollkommen irrelevant.
Das ist eine Sache der Aussprache. worauf ich hnweisen wollte ist das Faktum, dass in vorangegangenen Artikeln dieser Zeitung hier zu Áder KEINE Akzente gesetztt wurden.
Interessant, dass manche Leser ein solches Faktum mit - bewerten. Das ist mir nicht nachvollziehbar.
vielmehr ist die frage ob die orbansche diktatur nicht erst jetzt den anfang gefunden hat? so rechte machtgeile recken lassen sich ihre macht ungern schnell nehmen. sie machen sich alle öffentlichen und ursprünglich unabhängigen institutionen untertan und unterdrücken und verfolgen alle politischen gegner. und dann wird es schwer gegen das orbansche regime vorzugehen.
UND Du hast mich jetzt so neugierig gemacht: Wie war es? Ihr müsst mir darüber berichten!!! Habt Ihr Deutsch oder Ungarisch gesprochen?
Ich melde mich natürlich bei Dir sobald ich nach Wien komme! (Zu einem Naschmarkt-Besuch bin ich nämlich immer bereit!)
da wir beide Österreicher sind Deutsch - das wird die Volksgruppenproblematikposter sehr freuen.
war aber wirklich spannend, so ein Blind Date. Haben uns auf "Anhieb" verstanden. in 6 Jahren lernt man sich ja doch kennen :-)
Haben tolle 1,5 Stunden gemeinsam verbracht, wenn wir nicht beide (er private, ich berufliche) Verpflichtungen gehabt hätten, hätte es sicher noch viiiiiiel länger gedauert.
Man kann nicht ewig schwindeln. Irgendwann hat alles ein ende. Die Verbrecher haben alles mit Schulden finanziert und gleichzeitig auf die eigene Tasche gewirtschaftet. Darum liegt die Verschuldung so hoch. Orban sei Dank ist jetzt aus mit Schuldenmacherei. Zum Beispiel BKV hat seit 20 Jahren fast keinen neuen Autobus gekauft trotzdem ist bankrott.Warum???????
Die Wirtschaft ist so wie die Gesundheit: Kaputtmachen geht leicht , heilen dauert viel länger!
Die Komcsis und die Liberos haben die Wirtschaft und Gesellschaft „krankgemacht“ heilen müssen jetzt die „Anständigen“ "meine Freunde", aber die Heilung geht nicht schnell - die Heilung dauert!!!! Zum Beispiel die Schulden - wer hat die Schulden verdoppelt? Wo wurden die Gelder investiert? Wer muss jetzt die Schulden zahlen und wie? Seien Sie ehrlich – glauben Sie wirklich dass die Leute die das Land ruiniert haben (Komcsis und Liberos Diebe) würden jetzt auf wundersame Weise das Land gesundmachen? Ungarisch gesagt „A kecskére bízni a káposztát“.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.