Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Der Prozess scheint allgegenwärtig zu sein: Ein Mädchen in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Anders Behring Breivik vor Gericht in Oslo. Die Al-Kaida bewundert er, obwohl er den Islam hasst. Zu seinen Helden gehören Neonazis.
Am zweiten Tag des Prozesses gegen Anders Behring Breivik hat der mutmaßliche Mörder von 77 Menschen seine Taten ein weiteres Mal gerechtfertigt. "Ich würde es wieder tun", sagte Breivik am Dienstag vor dem Gericht in Oslo.
Gleich nach Verhandlungseröffnung war der Prozess zunächst unterbrochen worden. Anlass war der Facebook-Eintrag eines Schöffen, der vor Monaten die Todesstrafe im Fall Breivik als einzig angemessene Alternative bezeichnet hatte. Der Laienrichter wurde für befangen erklärt und durch einen neuen ersetzt.
Um die Motive seiner Taten deutlich zu machen, hat das Gericht dem geständigen Attentäter insgesamt fünf Verhandlungstage eingeräumt. Richterin Wenche Elisabeth Arntzen gestattete Breivik, eine schriftliche Erklärung zu verlesen. Aus den angekündigten 30 Minuten wurde trotz mehrfacher Ermahnungen eine reichliche Stunde. Dem Antrag der Hinterbliebenen-Anwältin Mette Yvonne Larsen, Breivik das Wort zu entziehen, gab das Gericht nicht statt.
In seiner Erklärung sagte Breivik, ihm sei gleichgültig, ob er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen werde, da er ohnehin "in einem Gefängnis geboren und aufgewachsen" sei. Norwegen und Europa seien einer Haftanstalt gleichzusetzen, in der Demokratie und Meinungsfreiheit nicht existierten. Stattdessen habe "das politische Etablissement" gegen den Willen der Bevölkerung und im Schulterschluss mit der Presse " Kulturmarxismus und Multikulturalismus zur Staatsdoktrin" erhoben.
Verstöße dagegen würden mit Ausgrenzung und Erpressungsversuchen geahndet. So hätten Europas Politik und Presse im Jahr 2000, nach dem Einzug der FPÖ in die österreichische Regierung, die Bevölkerung massiv unter Druck gesetzt. Zu "Helden" im Kampf gegen den Vormarsch des Islam gehören für Breivik deutsche Neonazis. Sozialdemokratische Jugendorganisationen bezeichnete er hingegen als "böse". Seine Opfer auf Utöya seien "keine unschuldigen Kinder" gewesen, sondern "politische Aktivisten".
In der späteren Befragung konzentrierten sich die Staatsanwälte Inger Bejer Engh und Svein Holden auf das Netzwerk von Gesinnungsgenossen, von denen Breivik in seinem sogenannten Manifest sowie in Verhören gesprochen hatte. Konkret hatte er einen Geheimorden namens Knigths Templar genannt. Das Netzwerk sei aber nicht so umfangreich, wie er dies ursprünglich habe glauben machen wollen. Um "Zeichen zu setzen", habe er sich anfänglich "zu pompös" dargestellt.
Inspirationsquelle: Al-Kaida
An diesem Nachmittag werden am Gericht in Oslo weitere bizarre Verbindungen deutlich. Als bedeutende Inspirationsquelle für den Kampf der "militanten Nationalisten", denen er sich zugehörig sieht, nennt der angeklagte Islamhasser das islamistische Terrornetzwerk Al-Kaida. Vor allem der Aspekt der Märtyrerschaft habe es ihm angetan, so Breivik, der konstatiert: "Die Al-Kaida ist die erfolgreichste militante Organisation der Welt."
Die Staatsanwaltschaft will Breivik wegen Unzurechnungsfähigkeit in eine psychiatrische Einrichtung einweisen lassen. (Anne Rentzsch aus Oslo, DER STANDARD, 18.04.2012)
33-Jähriger Massenmörder legt Beschwerde gegen Haftbedingungen ein
Parlament beauftragte Regierung mit Ausarbeitung des Gesetzes - Breite Mehrheit erwartet
Aufnahmen von Attentäter bisher nur in Prozess verwendet
Verurteilter Massenmörder bekommt für Begräbnis keinen Freigang
Die verschiedenen Gutachten im Fall Breivik seien keine Blamage für die Gerichtspsychiatrie, sagt Psychiaterin Adelheid Kastner
Polizei verfolgt nach Drohung mehrere Spuren
Mit offensichtlicher Befriedigung nahm Anders Breivik am Freitag das Urteil gegen ihn entgegen: Die Richter befanden ihn für zurechnungsfähig, wie der Attentäter es sich gewünscht hatte
70 Jahre nach Abtransport von hunderten Menschen in KZ
Norwegisches Rechtssystem kennt keine lebenslange Haftstrafe, Breivik könnte aber durch Sicherungsverwahrung für immer hinter Gittern bleiben
Außenminister Störe übernimmt das Gesundheitsressort - Espen Barth Eide neuer Außenminister
Kaum mehr als ein Jahr nach der Tat ist Anders Breivik verurteilt - Seine Tat wird Norwegen aber noch länger beschäftigen
Massenmörder verzichtet endgültig auf Berufung
Politologe Heidar über die Folgen von Utøya und neue Überwachungsmöglichkeiten der Polizei
Autor: Schriften untermauern Zurechnungsfähigkeit des Norwegers
Deutscher Experte Pfeiffer: Prozess hätte nicht öffentlich sein dürfen
Norwegisches Parlament diskutiert Konsequenzen aus Untersuchungsbericht
Kriminalpsychiater Hans-Ludwig Kröber über die Frage der Schuldfähigkeit und irre Grinser
Islamisten drohen in Brief mit "größerer Attacke als am 22. Juli"
Anwälte der Opfer verlangen Löschung - Deutscher erhielt Aufnahme von der rechten Fortschrittspartei
Norwegens Sicherheitskräfte hätten die Attentate von Anders Breivik verhindern oder zumindest früher beenden können: Was Kritiker den Behörden schon länger vorwerfen, bekräftigt nun auch die offizielle Untersuchungskommission in ihrem Abschlussbericht
Junge Zeugen sprachen im Prozess in Oslo darüber, wie sie Breiviks Taten erlebten
Stoltenberg nimmt Stellung zu Vorwürfen - Parlament will über Bericht diskutieren
Breivik wollte alle Menschen auf Utöya töten - Norwegischer Attentäter hatte weitere Terrorziele in engerer Wahl
Norwegischer Regierungschef: "Das Volk hat gewonnen" - Kranzniederlegung im Regierungsviertel - Bruce Springsteen bei Konzert am Abend
Es ist und wird noch viel Blut fliessen, dank der Stimmen der Blöden!
Noch einige Freunde gibt es ja.
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/u... m6qgzt.png
Aber es war niemand dabei und es gilt für solche Parteien wie schwarz/blau/orange immer die Unschuldsvermutung.
Ja dass liebe Geld....
Ich entnehme dem Ganzen wie es gelaufen ist. Die Ideen vom Haider, Schwarz macht mit um Rot auszuschalten, Internationale Gelder fliessen und in jedem Land der gleiche Schmäh - Ausländer kassieren und gehören raus.
Ösi Dummi glaubt es, die freuen sich darüber, inszenieren eine weltweite Wirtschaftskrise, durch Leman, dann könnte alles vertuscht werden und neu begonnen werden mit den Rettern. Die EU steht nur noch im Weg, also auch weg!
Die norwegische Richerrin dürfte sehr gute Arbeit leisten, wenn man dem Bericht im Spiegel vertrauen kann - http://www.spiegel.de/panorama/... 45,00.html
Schon erstaunlich wie derstandard irgendeinen Zusammenhang dieses Massenmörders mit der FPÖ herstellen will.
Im übrigen ist der Islam eine intolerante, menschenverachtente Religion. Und es ist Ziel Europa zu missionieren und islamisch zu machen.
http://www.stern.de/politik/a... 13250.html
strache hetzt (bei bedarft mit kreuz in der hand) in erster linie gegen menschen islamischen glaubens und gegen sozialdemkoraten und linke im allgemeinen. und dann kommt einer, der sich selber gerne wie strache in seinen hetzcomics als kreuzritter sieht, lobt diese partei und attakiert genau dieselben feindbilder die auch die fpö hat (nur eben nicht mit einer steinschleuder sondern gewehr). und sie wollen behaupten der standard konstruiert jetzt einen zusammehang?
wenn menschen mit islamischen hintergrund menschen ermorden ist ihnen der zusammenhang zwischen islam und terror natürlich ganz klar, sobald ihre heilige fpö irgendwie mit terror verbunden wird dann hat es plötzlich nichts miteinander zu tun.
Wachturm, Bibel, Torah oder n Pamphlet ueber Waldfeen sind doch eh alles ein Brei. Who cares?
Ob ich jetzt den christlichen oder den muslimisch Abraham-Schmonzes lese ist doch auch schon halbwurst.
Ich bin Atheist und ueberzeugt davon, dass weniger Religion und Gutglaeubigkeit, aber mehr Verstaendnis fuer das Leben anderer helfen wuerde. Eine Meile in den Schuhen anderer und so.
Deswegen interessieren mich Religionen bzw, wichtiger, ihre aktuellen Auslegungen und Praktiken. Weil sie mir ein paar Dinge verraten koennen ueber ihre Praktikanten. ZB. was mit guten und schlechten Leuten nach dem Tode passiert, ob es Busse und Erloesung geben kann fuer Boese, das beeinflusst ja die Lebensart.
Aha, und die FPÖ ist nicht intolerant und menschenverachtend?!
Und hat nicht das Ziel, zumindest Österreich zu missionieren, und zu einem Volk von Nationalisten und christlichen Fundamentalisten zu machen (erinnere: Ihr Freund Strache, der mit dem Kreuz herumfuchtelt)?!
99,999 % der Moslems, die in Österreich leben, sind weitaus toleranter und menschenachtender als Strache & Co. Was allerdings kein Kunststück ist, das muss ich schon zugeben.
Übrigens: wie tolerant und menschenachtend ist denn die katholische Kirche (denke da an die Institution, ausgehend vom Vatikan)?
Sie müssens ja wissen.
Aber muß Sie enttäuschen, meine Devise ist, leben und leben lassen. Aber schauen Sie sich doch mal die islamischen Länder an, wollen Sie z.B wie in Saudi Arabien leben? Ich nicht! Und desshalb muß mit allen rechtstaatlichen Mitteln gegen die Islamisten vorgegangen werden.
Jaja. Und auf den Kreuzzügen, in der Bartholomäusnacht, während der Inquisition und bei der Türkeninvasion war auch alles "rechtsextreme fanatiker"? Re-ligion bedeutet "Wiederverbindung". Und KEINE Religion hat das zustandegebracht, seit der Zeit, als die Menschen anfingen sich bei Stammesfehden den Schädel einzuschlagen.
WOW.... Sie scheinen sich ja wirklich auszukennen bezüglich Islam! Kann es sein, dass Sie alles darüber nur aus dem Fernsehen haben?
Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander und Sie werden sehen, dass nicht alles mit dem Islam zusammenhängt. Mentalität und Kultur haben sehr wenig mit Religion zu tun. Genauso wie dieses Geschwafel über einen "heiligen Krieg" oder das Tragen von irgendwelchen Schleiern bei Frauen (außer beim Gebet). Das hat rein garnichts mit Islam zu tun. Aber was erzähle ich Ihnen da.... Sie wussten das wahrscheinlich eh schon. ;-)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.