Nach Uderns, zum Nordpol

17. April 2012, 16:59
  • Bernadette Abendstein als junges Mädchen in dem poetischen Märchen "Wie hoch ist oben".
    foto: gerhard kainzner

    Bernadette Abendstein als junges Mädchen in dem poetischen Märchen "Wie hoch ist oben".

In einem Stadl im Zillertal hat Hakon Hirzenberger ein Theaterfestival gegründet: Steudltenn startet heute mit einem Kinderstück

Uderns/Zillertal - Das sonst vornehmlich von Touristen heimgesuchte Zillertal lockt seit vergangenem Jahr vermehrt auch Theaterfreunde an. In der Gemeinde Uderns hat der umtriebige Schauspieler, Regisseur und Kinderbuchautor Hakon Hirzenberger in einem uralten Stadl das Theaterfestival Steudltenn gegründet. In der heurigen zweiten Saison wird u. a. Elfriede Ott "das Beste aus [ihren] 200 Jahren" geben, das Pop-Duo Papermoon live konzertieren und die Prärie-Komödie Winnetou IV für Erheiterung sorgen.

Zu Beginn aber kommen vor allem Kinder auf ihre Rechnung. Das poetische Märchen Wie hoch ist oben (18.-21. 4.) in der preisgekrönten Inszenierung von Hakon Hirzenberger eröffnet heute das Festival. Ein kleines Mädchen, das nicht wahrhaben will, dass seine Großmutter bald sterben muss, macht sich auf die Suche nach einer Zauberin, die den Lauf der Zeit anhalten und den Kreislauf von Leben und Tod durchbrechen soll. Aber es muss feststellen, dass es einen Winter braucht, damit es wieder Frühling werden kann. Nelson der Pinguin macht sich dann nächste Woche (25.-28. 4.) auf eine abenteuerliche Reise vom Südpol zum Nordpol, um seine Kollegen, die Eisbären, kennenzulernen. Viel Zeit bleibt ihm nicht, denn durch das Abschmelzen der Polkappen sind diese in Gefahr.

Der Pianist Gerhard Gruber ist von Beruf auch Stummfilmbegleiter. Fritz Langs Klassiker Metropolis und den legendären Komikern Stan Laurel & Oliver Hardy (28.+29. 4.) wird er auf dem Klavier die akustische Dramatik verleihen.

Ab 10. Mai gastiert dann in Uderns das Wiener Schuberttheater mit Freaks , einer Performance, die auf dem gleichnamigen Horrorklassiker (1932) von Tod Browning basiert. Die "Freaks" werden in dieser Inszenierung von Puppen dargestellt. (Dorothea Nikolussi-Salzer, DER STANDARD, 18.4.2012)

Bis 26. 5.

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.