Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Bei der Rekonstruktion der Tat waren der Polizist, der neun Mal auf die Frau geschossen hatte, und Zeugen vor Ort.

Die Schüsse wurden in diesem Haus in der Goldschlagstraße in Wien-Fünfhaus abgegeben.
Wien - Die mehrfache Schussabgabe eines Polizisten auf eine mit Messern bewaffnete Frau Anfang März in Wien ist am Dienstag bei einer Tatrekonstruktion erneut untersucht worden. Der betroffene Beamte, aber auch Zeugen hatten sich mit Experten und Ermittlern am Vormittag in der Wohnung der Frau in der Goldschlaggasse in Wien-Fünfhaus eingefunden, um den Ablauf des Polizeieinsatzes noch einmal nachzustellen.
Die Frau dürfte in der Nacht auf den 7. März selbst die Feuerwehr gerufen und angegeben haben, dass es in ihrer Wohnung in der Goldschlagstraße brenne. Die Feuerwehr rückte, verstärkt durch Polizisten, zu dem vermeintlichen Feuer aus. In dem Haus hat es dann zwar nicht gebrannt, doch bereits im Stiegenhaus waren lautstarke Schreie einer Frau zu hören. Die Einsatzkräfte fanden schließlich die Wohnung, aus der die Schreie kamen, und öffneten gewaltsam die Tür.
Schüsse womöglich in mehreren Tranchen
Kaum waren die Polizisten in der sehr engen Wohnung, verstummten die Schreie plötzlich. Die Einsatzkräfte durchsuchten daraufhin die Zimmer nach der Frau. In der Küche waren die Wasserhähne aufgedreht und der Raum bereits leicht überschwemmt. Als Beamte die Tür zum Bad gewaltsam öffneten, dürfte die 37-Jährige umgehend mit zwei Küchenmessern auf den ersten Polizisten losgegangen sein.
Was dann passierte, ist noch nicht geklärt: Die Frau dürfte jedenfalls einen anderen Beamten attackiert haben, woraufhin ein Kollege - nachdem der Einsatz von Pfefferspray keinen Erfolg zeigte - das Feuer auf sie eröffnete. Insgesamt wurden neun Schuss auf sie abgegeben. Ersten Ermittlungen zufolge steht im Raum, dass der Polizist die neun Schuss nicht hintereinander, sondern in mehreren Tranchen abgegeben hat, da die 37-Jährige ihre Attacken nicht stoppte.
Polizist am Boden ausgerutscht
Laut der Anwältin des betroffenen Polizisten, Astrid Wagner, hatte der Beamte die neun Schüsse abgegeben, nachdem die "an einer Psychose leidende Frau" nach den ersten Treffern nicht reagiert hätte. Aus dem Akt gehe hervor, dass die in der Dusche kauernde 37-Jährige plötzlich die Schiebetür aufgerissen und sich in einem äußerst engen Vorraum zunächst auf den Kollegen ihres Mandanten gestürzt habe.
Dieser Polizist sei auf dem fünf Zentimeter unter Wasser stehenden Boden ausgerutscht und hingefallen, worauf sich die Frau über ihn gebeugt hätte. Offenbar in diesem Augenblick fielen die ersten Schüsse. Als andere Polizisten den Beamten weggezogen hätten, habe sich die 37-Jährige ihrem Mandanten zugewandt, worauf dieser neuerlich geschossen habe. Die Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Notwehrüberschreitung. (APA, 17.4.2012)
Eigene Gesellschaft für die Organisation des Sanierungsfalls
Michaela Reitterer, Eigentümerin des Boutiquehotels Stadthalle, blickt von ihrer Dachwohnung im 15. Bezirk auf ein Lavendelfeld
Seit 8. April 2003 für die Öffentlichkeit zugänglich - Bisher 19 Millionen Entlehnungen, mehr als sieben Millionen Besucher
45-Jähriger landete mit gebrochener Nase im Spital
Laut Anfragebeantwortung wird "sukzessives" Aufsperren erwogen – Oxonitsch will sich nicht festlegen
Möglicherweise hatte der Mann die schweren Verletzungen nach einem Sturz erlitten
"Ich, der Wiener Gürtelbär, habe mir lange Gedanken gemacht, was ich nach dem Medienrummel um meine Person machen soll"
Wird in kommenden Jahren zum Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus - Teil der Wiener Spitalsreform
Dem Riesen-Teddy im Bereich der U6-Station Gumpendorfer Straße strömen die Facebook-Freunde nur so zu - Doch was steckt dahinter?
Eine Führung durch den Tempel des buddhistischen Ordens Fo-Guang-Shan in der Sechshauserstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk
Westbahnhof, Stadthalle, Lugner City und die Schmelz
Stellen Sie sich vor, die Polizisten wären nicht "reingegangen", und die Frau hätte sich selbst etwas angetan.
Dann hätte es mit Sicherheit geheißen: "Warum hat die Polizei das nicht verhindert? Die waren ja sogar dort."
Vor dem "Reingehen" wussten die Polizisten ja noch nicht, ob sich die Frau "nur" selbst etwas antun wollte, oder, wie es leider passiert ist, sich ihre Agression gegen andere (hier die Polizisten) richten würde.
"[...] Boden ausgerutscht und hingefallen, worauf sich die Frau über ihn gebeugt hätte. Offenbar in diesem Augenblick fielen die ersten Schüsse."
Und wann kam jetzt der Pfefferspray zum Einsatz?
Wenn sich die Frau über den Polizisten gebeugt hat, kann man dann überhaupt (wie angegeben) zunächst auf die Beine schießen ohne den Kollegen zu gefährden (der wahrscheinlich die Hände schützend vor sich gehalten hat)?
Es gibt viele Fragen zu klären. Die Situation war sicher sehr angespannt und sicher nicht einfach zu lösen. Ich möchte jedenfalls nicht in so eine Situation kommen und die Situation war sicher schwer zu lösen. Die Geschichte ist mMn jedoch keinesfalls schlüssig und es wurden zu viele Versionen präsentiert, was Fragen aufwirft.
Mit heutiger Technik wäre es kein Problem, jeden Polizeieinsatz in Bild und Ton aufzuzeichnen.
Im Ausland machen das einige Polizeibehörden, in Österreich werden die Polizisten sich aber garantiert vehement dagegen wehren, die halten tendenziell gar nichts von objektiven Beweismitteln dieser Art.
...gegen das Tragen von Namensschildern wehren.
Früher gab es zumindest die Nummer, angehängt an einen Uniformknopf.
Bei Polizeieinheiten in anderen Ländern gibt es das Namenschild schon längst, bei uns gibt es sogar auf die Frage nach der Dienstnummer oft die Antwort 0815 oder 4711.
Übrigens gibt es bei einem Teil der Exekutive ( dem Bundesherr ) sehr wohl Namensschilder.
Die österreichische Polizei ist eine Organisation, die in der Bevölkerung nur beschränktes Vertrauen genießt und wenig tut, um das zu ändern.
Ich habe den Eindruck, dass gegen die schwärzesten der schwarzen Schafe derzeit intensiver vorgegangen wird, aber der Weg zu Vorzeigetruppe ist noch ein weiter....
Nicht böse sein, aber eine "Vertrauensstudie" von "Reader's Digest" ist eher keine Quelle mit hinreichender Seriösität.
Und selbst in dieser Studie liegt die Polizei mit 20 Prozentpunkten weit abgeschlagen hinter den anderen Blaulichtorganisationen wie Rettung und Feuerwehr.
Vertrauen sieht anders aus, vor allen in einem so sensiblen Bereich.
ja, kann man sehen wie man will. quellen anzweifeln ist leicht und ich könnt natürlich noch andere umfragen googlen, aber ich bin zu faul dafür.
und dass eine blaulichtorg, welche mit zwangsgewalt ausgestattet ist schlechter abschneidet als eine, die kleine kätzchen von bäumen und menschen aus brennenden häusern rettet... ist selbst erklärend
im internationalen vergleich herrscht auf jeden fall in österreich großes vertrauen in die polizei
...die Hoffnung, dass sich bei der Polizei endlich etwas Positives tun wird, teile ich.
Ich möchte nämlich hier in Zukunft möglichst wenig gegen Prügelpolizisten, Rambos und andere polizeiliche Ungustln schreiben müssen.
Nur, das liegt nicht beim Bürger, das liegt beim Bürger in Polizeiuniform.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.