Wien startet mit Wohnbau-Initiative in Aspern

  • Aspern Pre-Visited: Der Bauträger ÖVW (eine 100-Prozent Tochter der Erste Bank) wird in der Seestadt auf vier Bauplätzen 330 Mietwohnungen bauen.
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    Aspern Pre-Visited: Der Bauträger ÖVW (eine 100-Prozent Tochter der Erste Bank) wird in der Seestadt auf vier Bauplätzen 330 Mietwohnungen bauen.

  • Zwei der 14 Bauplätze liegen direkt am 50.000 Quadratmeter großen See, der der neuen Stadt ihren Namen gibt. Der Detailplan unten zeigt die Nummern der Bauplätze und wer dort baut, oben die Lage dieses Gebiets im Seestadt-Masterplan.
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    Zwei der 14 Bauplätze liegen direkt am 50.000 Quadratmeter großen See, der der neuen Stadt ihren Namen gibt. Der Detailplan unten zeigt die Nummern der Bauplätze und wer dort baut, oben die Lage dieses Gebiets im Seestadt-Masterplan.

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Im Jahr 2016 sollen schon 6.000 Menschen in der Seestadt Aspern leben, die ersten Wohnungen dürften im Winter 2014/15 fertig werden

20.000 Menschen sollen im Wiener Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern einmal wohnen, 8.000 Wohnungen sind dort insgesamt geplant. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) hat am Dienstag im traditionellen "Bürgermeister-Pressegespräch" im Wiener Rathaus (allerdings ohne den Hausherrn Michael Häupl, der weilt in Singapur) den Startschuss für die ersten 1.603 Wohnungen bekanntgegeben.

Diese ersten Wohnungen entstehen im Rahmen der "Wohnbauinitiative", die Ludwig vor mehr als einem Jahr gestartet hatte. Die insgesamt 14 Einzelprojekte auf ebensovielen Bauplätzen werden mit acht verschiedenen Bauträgern sowie den Konsortialpartnern Vienna Insurance Company (Wiener Städtische) und Erste Bank umgesetzt.

Nachjustierung bei zwei Projekten nötig

Der von der Stadt Wien installierte Fachbeirat habe den Projekten durchwegs eine hohe Qualität beschieden, so Ludwig. Bei zwei Projekten seien allerdings noch Änderungen nötig, "die positive Empfehlung des Fachbeirats erfolgt daher erst nach Vorlage der verbesserten Planungen".

Alle Bauträger haben sich für die Finanzierungsvariante mit geringerem Eigenmittel-Anteil entschieden (150 Euro je Quadratmeter, 6,10 Euro/m² an monatlicher Nettomiete); ein Bauträger bietet auch die Wahl zwischen geringerem oder höherem Eigenmittel-Anteil (500 Euro/m² und 4,74 Euro/m² Monatsmiete).

Diese Mietzinshöhen gelten, wie berichtet, für die ersten zehn Jahre. Nach Ablauf dieser Frist dürfen die Bauträger bei Neuabschlüssen von Mietverträgen (und nur dann) einen "angemessenen" Mietzins einheben.

Erste Wohnungen im Winter 2014/15

Die ersten Wohnungen sollten im Winter 2014/2015 auf den Bauplätzen D5A, D7 und D11 fertig werden. Dort bauen die Bauträger "Urbanbau" und "Eisenhof" insgesamt 182 Wohnungen. Alle anderen Bauplätze haben Frühjahr 2015 als geplanten Bezugstermin.

Neben den Projekten aus der Wohnbauinitiative lässt die Stadt Wien in Aspern auch geförderte Mietwohnungen errichten. Im Juni wird die Jury 760 Mietwohnungen und 300 Studentenheimwohnungen sowie die geplanten Baugruppenprojekte mit insgesamt weiteren 150 Wohnungen begutachten.

6.000 Bewohner im Jahr 2016

2016 sollten dann schon mehr als 3.000 Wohnungen in Aspern bezogen sein, erwartet sich Ludwig. Die Seestadt könnte dann in vier Jahren schon 6.000 Bewohner zählen - also annähernd ein Drittel der geplanten 20.000 Seestädter.

Auch Mieter so genannter "Smart"-Wohnungen sollen dabei sein, schließlich will der Wohnbaustadtrat ein Drittel der nächsten 6.000 gefördert errichteten Wohnungen in Form dieser Kleinwohnungen für Singles und Geringverdiener bauen lassen.

Im Rahmen der Wohnbauinitiative werden wienweit 6.250 Wohnungen entstehen. Neben der Seestadt in Wien-Donaustadt (22. Bezirk) werden die sechs Konsortien auch in den Bezirken Leopoldstadt (2.), Favoriten (10.), Simmering (11.) und Floridsdorf (21.) bauen. Insgesamt werde eine runde Milliarde in diese Bauten fließen, kündigte Ludwig an. (Martin Putschögl, derStandard.at, 17.4.2012)

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