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In Österreich ist der Einkauf oft erheblich teurer: Ein der Gründe der immer wieder genannt wird, ist die kleinteilige heimische Landwirtschaft.
Wien - Wien ist hinsichtlich der Lebensmittelpreise teurer als Berlin. So hieß es Mitte März nach einer Erhebung der Arbeiterkammer in Supermärkten bzw. bei Diskontern. In Österreichs Bundeshauptstadt muss man im Schnitt um rund neun Prozent mehr ausgeben als in der deutschen Hauptstadt, teilte die AK damals in einer Aussendung mit.
Der Handel ist mit solchen Preisvergleichen nicht zufrieden. Diese seien teilweise unseriös, partiell nicht nachvollziehbar und oft in der Relation weit übers Ziel schießend. "Es gibt Preisunterschiede in beide Richtungen", betonte Bundesspartenobfrau Bettina Lorentschitsch Montagabend vor Journalisten.
Höhere Lohnnebenkosten
Dass es in Österreich teilweise höhere Preise gibt, liege an den deutlich höheren Lohnnebenkosten in Österreich, die neun Prozentpunkte über dem Wert in Deutschland liegen sollen. Dazu kämen höhere Produktionskosten durch eine kleinteiligere Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie. Dass etwa der deutsche Handelsriese Rewe mit "Billa", "Merkur" "Penny" und "Bipa" ohnehin konzernweit in Deutschland einkaufe, stimme nicht. So kämen 90 Prozent des Fleisches aus Österreich. Außerdem seien viele Handelsprodukte in Österreich günstiger als in Deutschland.
Teil der Marktwirtschaft
Und so wie es Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland gebe, so seien auch die Preise regional innerhalb der Staaten verschieden. "Unterschiedliche Preise sind Teil der Marktwirtschaft", betonte Bundesspartengeschäftsführer Rene Tritscher. Und er rechnete vor, dass die Margen des Handels ohnehin besonders niedrig seien - der Gewinn würde lediglich bei ein bis drei Prozent des Umsatzes ausmachen.
Tritscher erinnerte daran, dass zwar manche Preisunterschiede zwischen Deutschland und Österreich recht spektakulär in den Medien rüberkommen würden - aber kaum Auswirkungen aufs Geldbörsel hätten. Als Beispiel wurde ein Schwammtuch genannt, dass bei einem Preisvergleich der Arbeiterkammer hierzulande um 410 Prozent teurer war. Dabei ging es lediglich um einen Preisunterschied von 53 Cent.
Kritik an Bundeswettbewerbsbehörde
Kritisch äußerten sich die Handelsvertreter zur Vorgangsweise der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) bei den kürzlich durchgeführten Hausdurchsuchungen bei Rewe Österreich. "Eine ermittelnde Behörde sollte zu einem laufenden Verfahren keine Äußerungen abgeben", meinte Lorentschitsch. Die BWB hatte sich beklagt, dass ihr bei Rewe ein sehr aggressives Verhalten von Konzernführung und deren Rechtsvertretern entgegengeschlagen sei.
Verhaltene Kritik kam auch am Vorstoß vom Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), beim Spritpreis rund um Reisewellen einen Preiskorridor einzuführen. Das finde man "nicht so lustig", schon die zuvor eingeführte Spritpreisdatenbank habe nur einen "hinterfragenswerten Effekt" gehabt. (APA)
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Alle Posts, die bloß behauptete oder reale Preisunterschiede auflisten (im Stil von "Essiggurkerl in D 50 Cent, bei uns 3 Euro 80") kriegen viele grüne Balken.
Die wenigen Versuche einiger, dem Gründe entgegen zu halten (hohe Kollektivverträge, hohe Lohnnebenkosten, weiter Transportwege bei geringere Besiedlungsdichte, Bauordnung, was weiß ich noch alles) werden konsequent mit rot markiert.
Was sagt uns das?
Ich will keine Gründe hören?
Ich wills gar nicht wissen?
Vielleicht weil viele von ihren aufgezählten Argumenten nicht stimmen?
Bevölkerungsdichte Wien: 4025 Einwohner/Km2
Bevölerungsdichte Berlin: 3861 Einwohner/km2
Kollektivverträge: Kann ich wegen schwerer Informationszugänglichkeit und wenig Zeichen jetzt nicht im Einzelnen belegen aber die Bruttojahreslöhne sind in D idR. höher und das bei 6 Wochen Urlaub.
Weiterer Transportweg erklärt nicht wieso österr. Produkte in D. billiger sind. Lohnnebenkosten sind dort etwas weniger - ja.
Schlüssig dargelegt hat der Handel aber nicht wieso er bei uns sehr viel teurer ist. Da kann man durchaus eine überzogene Preisgestaltung vermuten.
Und wieso sind die Tarifverträge Handel D und die Kollektivverträge Handel Österreich schwer zugänglich?
Braucht 10 Minuten Google-Recherche, und man findet raus:
D: 6,- Stunden-Mindestlohn, 40h, Arbeiterverhältnis, 6 Wochen Urlaub bei 6 Tage woche, 12 Gehälter
Ö: 1.350,- KV-Gehalt, 38,5h, Angestelltenverhältnis, ebenfalls 6 Wochen Urlaub bei 6 Tage Woche, 14 Gehälter.
Ich teile da eher die Meinung des Vorposters, dass manche vor lauter gier nach noch und noch und noch billigeren Lebensmitteln die Fakten nicht sehen wollen.
ad Kollektivverträge: Geht ja nicht nur um die im Handel sondern auch um die KVs sämtlicher Zulieferer. Auch die haben Einfluss auf den Preis. Wenn Sie die richtig vergleichen wollen brauchens keine 10 Minuten sondern können eine Seminararbeit schreiben. Und nicht jeder KV ist so einfach zu finden wie der des Handels.
Bevölkerungsdichte: Hat nicht so viel mit Logistik zu tun. War ein Arg. von Rote Lagune. Und bezieht sich auf Folgendes: Je mehr potentielle Kunden/Filiale desto mehr Potentieller Umsatz, desto kleiner können die Margen sein.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob sich Ihr Agurment auf den Beschaffungs- oder den Absatzmarkt bezieht.
Aber Beschaffungsseitig: Was würde die großen europaweit agierenden Konzerne (Spar, Rewe etc...) an einem gemeinsamen Einkauf bei typischerweise nicht regionalen Artikeln (z.B: Kosmetik, Hygieneartikel, Markenware bei Lebensmittel....) hindern? Dann hätten sie gleich noch größere Abnahmemengen. Und wenn sie sich auf die Absatzmenge/Filiale beziehen, sind wir wieder beim Bevölkerungsdichteagrument.
warum argumentiert und vergleicht jeder mit Lohnnebenkosten, fuer die Kalkulation sind die gesammten Lohnkosten ausschlaggebend, was der einzelne davon in die Tasche bekommt ist fuer die Kostenrechnung nicht relevant. Wenn alle Wirtschaftsvertreter immer mit Lohnebenkosten rechnen, dann weiss ich warum sie Funktionaere sind. Als Unternehmer waeren sie schon pleite.
Diese Zwischengänger erzielen aufgrund langfristiger Verträge ein risikoloses Körberlgeld und treten sonst kaum in Erscheinung.
Aldi Süd und Hofer Österreich bieten viele Produkte fast zeitgleich an. Dabei handelt es sich um Ware, die meist aus China importiert wird.
Jedes Produkt ist in Österreich deutlich teurer.
Das lässt sich via Internet problemlos nachvollziehen.
Wir Österreicher sind für die Aldi-Brüder Deppen, die ohnehin nichts schnallen.
Bei üblichen kleinen Päckchen ist es tatsächlich billiger diese in Deutschland aufzugeben und international nach Österreich zu versenden, als mit unserer Post innerhalb von Österreich!
Vergleich für ein kleines Päckchen (20x10x5cm, 200g):
Österreichische Post:
innerhalb Österreich: 3,8€
Öst. ==> Deutschland: 13,25€
Deutsche Post:
innerhalb Deutschlands: 2,2€
De ==> Öst: 3,45€
http://tinyurl.com/bwh8x9d
Die Österreicher müssten preissensibler werden und bei einer Preiserhöhung sofort das Produkt oder den Händler wechseln. Erhöhungen mit geballter Faust zu schlucken, wird den Handel nicht beeindrucken.
Die Österreichpreise liegen ganz klassisch deutlich über den deutschen.
... wenn gleiche produkte wesentlich mehr kosten (auch unter berücksichtigung der angeführten argumente).
Aber was zum Teil in der deutschen Land- /Lebensmittelwirtschaft abgeht - soviel kann man von dem industrie mist gar nicht essen wie man sp.@!8en will. Und da speziell im Norden von D.
Wer vielleicht schon einmal das Vergügen hatte zum Beispiel Käse aud Nord-D. zu essen... brrrrr
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