Ikea bringt Möbel mit eingebauten TV- und Soundsystemen

"Das ist ein großer Schritt für uns" - Marktstart im Herbst

Ikea will künftig unter der Marke "Uppleva" Möbel mit eingebauten Fernsehern und Musikgeräten anbieten. Der weltgrößte Möbelhersteller kündigte am Dienstag an, dafür in Kooperation mit dem chinesischen Elektronikkonzern TCL Multimedia eigens Produkte zu entwickeln. Die Schweden wollen ihre neue Serie demnach im Juni in fünf europäischen Städten an den Start bringen und ab Herbst in sieben Ländern Europas verkaufen. Die übrigen Märkte will das in der ganzen Welt für seine vergleichsweise günstigen Möbel zum Selbstzusammenschrauben bekannte Unternehmen bis Sommer 2013 ins Visier nehmen. Die Möbel mit integrierten Fernsehern, CD- und DVD-Spielern sowie drahtlosen Musikanlagen sollten das Problem des Kabelsalats im Wohnzimmer lösen, erklärte Ikea.

Logischer Schritt

"Das ist ein großer Schritt für uns", sagte der für Wohnzimmer-Einrichtungen zuständige Manager Magnus Bondesson zu Reuters. Nach dem neuen Konzept könnten die Kunden ihre aufeinander abgestimmten Möbel und Elektronikgeräte in einem Geschäft kaufen. Zu Umsatzerwartungen und Kosten für die neue Serie äußerte sich Ikea nicht. Die Branchenseite IDG meldet, dass das "Einstiegsmodell" inklusive Fernseher, Soundsystem und Allround-Fernbedienung ca. 6.500 Kronen (730 Euro) kosten werde.

Die Kooperation des von einer Stiftung kontrollierten Unternehmens mit den Chinesen ist nicht der erste Schritt über die Möbelbranche hinaus: Seit Jahren verkauft Ikea Haushaltsgeräte, die zusammen mit Whirlpool und Electrolux entwickelt werden.

Enorme Reichweite

Ikea könnte mit der Partnerschaft den Elektronikmarkt gehörig in Bewegung bringen. Der Konzern betreibt 294 Geschäfte in 26 Ländern und konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 um zehn Prozent auf 2,97 Milliarden Euro steigern. TCL Multimedia bietet in Europa vor allem Fernseher unter den Marken TCL und Thomson an. Der Gewinn betrug vergangenes Jahr rund 86 Millionen Euro bei knapp elf Millionen verkauften LCD-Fernsehern. (Reuters/red, derStandard.at, 17.4.2012)

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IDG

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