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vergrößern 645x430Der Nissan wird von vorn aufgeladen, ...
vergrößern 645x430... der Renault hat seine Steckdose an der Flanke.
vergrößern 645x430Der Ladevorgang an der normalen Steckdose dauert etwa acht Stunden, bei leerer Batterie eher etwas mehr.
(Bild: Nissan)
vergrößern 645x430Die Reichweite hängt von den Umständen ab, etwa ob geheizt wird oder nicht.
(Bild: Renault)
vergrößern 645x486Link: Nissan
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Es ist schon erstaunlich: Der Renault Fluence Z.E. ist keine kleine Öko-Kiste, wo hinten und vorn an Auto und Gewicht gespart wird, sondern eine ausgewachsene Limousine - die ausschließlich mit Strom fährt, also: Zero Emission. Die Frage lautet aber: Wie weit? Auf dem Papier stehen 185 mögliche Kilometer.
Dem trauen wir gar nicht und machen die Probe aufs Exempel. Wir rasen zwar nicht, sind aber auch nicht sonderlich sparsam. Vergnügter Stadtverkehr, in die Arbeit, dann wieder nach Hause, alles in kontrolliertem Umfang, dann aber kommt ein unvorhergesehener Umweg der Planung in die Quere, kurz raus aus der Stadt, das muss sich mit der Reichweite noch ausgehen, dann wird es finster, es regnet, es wird kalt. Zum unvorsichtigem und nicht vorausschauendem Fahren kommt also hinzu: Musik sowieso. Klimaanlage. Licht. Scheibenwischer. Und dann Stau in der Stadt, Stopp and Go, Hupen inklusive. Der Reichweitenanzeige kann man zuschauen. Sie bewegt sich. Sie fällt. Rapide. Und zu Hause keine Steckdose verfügbar, an der man den Wagen anhängen könnte. Außer man lässt an der Hausmauer das Kabel herunter.

Nissan Leav

Renault Fluence Z.E.
Am nächsten Tag geht es also um Meter. Und ums Stromsparen. Geht sich das noch bis in die Arbeit zur rettenden Steckdose aus? Licht aus. Radio aus. Heizung aus. Von Navi gar nicht zu reden. Kein Scheibenwischer. Nicht einmal blinken. Und ein bisschen den eigenen Popsch lüpfen, um dem Wagen eine Gewichtsersparnis zu imaginieren. Ganz langsam fahren. Eher rollen.
Es geht sich aus, der Wagen hängt an der Steckdose.
Um das klarzustellen: Wenn eine Reichweite von 180 Kilometer angegeben wird, heißt das in der Praxis: Im ganz normalen Alltag ohne Rücksichtnahme auf die Batterie werden es 80 Kilometer sein. Das ist ernüchternd. Und ist die Batterie wirklich einmal leer, reichen die versprochenen acht Stunden an der normalen Steckdose nicht, um sie wieder vollzukriegen. Da muss man schon noch ein paar Stunden am Netz drauflegen.
Gleiches gilt für den Nissan Leaf, ein vollwertiges Auto wie der Renault, super ausgestattet, von Puritanismus keine Spur. Platz für fünf Leute, jeder Komfort. Und auf dem Papier eine Reichweite von 175 Kilometer. Allerdings auch wiederum nur im Spargang.
Klimaanlage ein: zehn Prozent Reichweite weniger.
Was der Leaf besser kann als der Fluence: Er ist flotter und spritziger, beschleunigt schneller. Das Drehmoment ist toll, bis 50 km/h hängt man jedes andere Auto ab. Allerdings auf Kosten der Reichweite. Will man die auskosten, bleibt nur der Eco-Mode. Dann hat man die Beschleunigung einer angebundenen Knackwurst. (Michael Völker, DER STANDARD, 13.4.2012)
Strom ist eine super Energiequelle, wenn man am Stromnetz hängt, aber ein Mist, wenn man den Strom mitführen und nachladen muss:
Nachdem Elektroautos nur als Zweit- bzw. Zusatzwagen taugen, bleibt der Einsatzbereich sehr beschränkt und es werden Elektroautos noch in 20 Jahren kein Ersatz für ein vollwertiges Auto sein.
lg
Dimple
der einfachste weg wäre, wenn es ein halbwegs enges versorgungsnetz mit wechselakkus (sozusagen tankstellen) geben würde. einfach leerer akku raus, aufgeladener akku rein - dürfte normalerweise nicht länger als tanken dauern und viel weniger kosten. dann wären auch ca. 200 km reichweite kein problem.
das modell gibt es und es kann eigentlich nicht sonderlich schwierig sein, sowas umzusetzen.
ich könnte mit einem 300 km-Reichweiten-Auto 99 % meiner Anwendungsfälle abdecken (alles außer in den Urlaub fahren), mit einem 150 km-Auto 85 %. Allerdings müsste das reale Reichweite sein, also mit Klima, Radio, Heizung, Winter etc.
Und man muss überall die Möglichkeit haben relativ einfach zu einem Platz zu kommen um aufzuladen.
Aber klar, ohne austauschbare Batterien und mit halben Tag aufladen wird ein Elektroauto niemals für alle und jede Anwendung geeignet sein.
... in den 90gern gabs noch die tragbaren Akku-Koffer für halbwegs gescheite Leistungen.
Heute muss man einen vergleichbaren Akku schon im Gerät suchen, weil er so ein kleines Teil ist!
... eine Entwicklung innherhalb weniger Jahre- wird beim E-Auto genauso!
Bei Handy und Videocam gab es aber immense Einsparungspotentiale bei der Elektronik. Beim E-Auto muss die Energie eingesetzt werden um die Reibungsverluste zu ersetzen. Da die aber physikalisch bestimmt sind wird sich nicht viel ändern, ausser das Auto hat nur 200kg.
So, die einzige Möglichkeit ist den Akku zu verbessern (Energiedichte) aber da scheint nicht mehr viel zu gehen.
Diese Ausschließlichkeitsargumente...!
Das E-Auto ist eine Super Ergänzung und gute Alternative in vielen Bereichen, E-mail hat ja auch nicht das Telefon abgelöst! Das Flugzeug hat nach nicht die Eisenbahn ersetzt - die Welt wird halt bunter und es gibt einfach mehr Möglichkeiten, für manche schwer zu verstehen?!
Innerstädtische Dienstleister (z.B. Boten), die Post, sogar Müllfahrzeuge sind beispielsweise ideale Kandidaten für Stromer!
aber eben Autos für Botendienste, Zweitwagen für GaragenbesitzerInnen, ... sind ein eingeschränkter Verwendungszweck.
Ein Familienauto (EIN!) wird das Elektroauto noch lange nicht werden können, speziell wenn keine Garage (Vorkühlung im Sommer, Warmhalten im Winter, Stromanschluss) vorhanden ist und der Anspruch auch ist, mehrere hundert km am Tag zu fahren.
lg
Dimple
ok, habe das zu schnell gelesen.
Glaube aber nicht dass es in der Stadt, klassische Einsatzgebiet von E-Autos, viele Familien mit 2 oder mehr Autos gibt. Das geht sich schon vom Platz her nicht aus.
eine radikale Lösung wäre:
verpflichtendes car-sharing in der Stadt mit E-Autos. Wenn nur mehr car-sharing gibt braucht man auch weniger Parkplätzte.
Am Stadtrand grosse Park und E-Ride Flächen von wo man mit dem konventionellen Auto oder Hybrid weiterfährt.
Ich halt' mir ja kein Auto in Wien - egal wie das angetrieben ist, steht das nur im Weg rum.
In einer Stadt, die so gut mit allerhand Verkehrsmitteln erschlossen ist, brauche ich das nicht.
Car2go ist da eine nette Alternative zum Taxi, finde ich.
oder car-sharing oder, oder...
... ausserdem gibt es ja nicht NUR Privatleute die Autos haben... ist dasselbe, als wenn man meint Einfamilienhäuser seien ein wesentlicher Bestandteil der Architektur - das glauben leider auch Viele, weil Sie eben von sich ausgehen und nur 1x im Leben bauen!
Für Kommunen und öffentlichen Nahverkehr, etc halte ich E-mobility für ein MUSS- bei Privaten, da wo angebracht und zweckerfüllend- muss jeder für sich selber herausfinden
Kabel waere toll, ja.
Das mit den 20 Jahren ist aber sehr spekulativ. Es koennte in absehbarer Zeit gute Loesungen fuer die Stromversorgung geben, ich taete das nicht ausschliessen. Es gibt derzeit recht massive Entwicklungen bei den Akkus und auch fuer eine Stromversorgung waehrend der Fahrt koennte ja mal eine Loesung kommen.
Bei Telefonen konnte man den Stromverbrauch und die Akkuleistung gegenueber vor 10 Jahren deutlich verbessern, bei Autos ist dieses Potential nicht vorhanden. Fuer das Fahren, heizen und klimatisieren braucht man Unmengen von Energie. Das muss wo her kommen.
Dow/Kokam hat vor 2-3 Monaten einen Durchbruch bei den sehr leichten Pouch zellen verkündet... 20Ah bei 450g Gewicht.... inzwischen ist man dort bei 150Ah beim gleichen Gewicht!
http://www.dowkokam.com/tech-cells.htm
Und Größe und das Gewicht ist der ausschlaggebender Faktor... leistungsmäßig kann man viel realisieren- doch es muss ins Auto passen und es darf nicht zu schwer werden (da sonst wieder höherer Energiebedarf)
Also ja, der Hersteller gibt einen dementsprechenden Wert für seinen Akku bekannt - aber bei welcher Nennspannung? Energiedichte wäre aus gutem Grund Wh/kg - es ist halt ein gewaltiger Unterschied ob man 143Ah/g bei 1,2V oder 12V hat.
Die besten einsatzbereiten Akkus haben etwas über 300Wh/kg, die besten Labormuster 1000Wh/kg. Damit man unter realen Bedingungen (Licht/Radio/Heizung/Klima...) mit vernünftiger Geschwindigkeit und existierender Technologie 100km weit fahren kann, sind ~20kWh nötlig. Die Reichweite eines normalen PKW erfordert etwa 400kg Akku der ca. 100.000€ kostet. Zudem hat kaum ein Privatmann einen Stromanschluss, der das Aufladen über Nacht ermöglichen würde.
Selbst wenn das 10xbilliger wird - keine Chance gegen CtL/GtL.
Nennspannung Lifepo4-Zelle üblicherweise immer 3,2Volt.
d.h. jetzt kaufbare DowKokam mit 90Ah x 3,2V= 288Wh, Gewicht ca 900g = ca. 300Wh/KG - stimmt Sie haben recht!
900g X 72 (in meinen Fall) = ca. 67KG - stimmt auch.
... und wo ist jetzt das Problem?!
Ein Stromer BRAUCHT keine 600km Reichweite- weil es (bald) in jeder Garage zu Hause & beim Job ne Steckdose gibt- aber keine Sprit-Zapfzäule!
Hier wird bedarfsgerecht getankt/geladen, wie beim Handy auch... da könnte man auch Akkus machen die 2Wochen nicht geladen werden müssen- aber wozu die 2-3Kg zusätzlichen Akku rumschleppen?!
Beim Verbrennungsauto sind auch leicht 1.000PS möglich (siehe Bugatti) - aber wozu braucht man die? Wenn 100PS auch meistens reichen?!
Sonst würde VW den Veyron Motor ja auch im Golf anbieten...
Die Infrastruktur die plötzlich "überall" vorhanden sein soll kostet ja auch Geld, oder was denken sie was es kostet, den Firmenparkplatz umzugraben, damit an jedem Autostellbplatz eine Steckdose ist?
Und wie stark ist die elektrische Anbindung einer Firma mit 100 Parkplätzen wohl dimensioniert, dass sie ohne weiteres plötzlich 300kW zusätzlich fürs Laden der Fahrzeuge ziehen können?
Ein herkömmlicher PKW kann schon all das, was ein E-Auto kann, nur besser und billiger. Solange das E-Auto keinen handfesten Vorteil bietet, sondern schöngerechnet werden muss, und man für einige dutzend Mal pro Jahr doch wieder einen konventionellen PKW braucht, ist das was für Idealisten - und wie die Gesamtenergiebilanz aussieht, ist eine ganz andere Frage
Und, wo hin will man den verpflanzen? In einen Golf? Mit dem Motor alleine ist es da nicht getan.
Nein, es ist nicht /leicht/ in einem Auto > 500 PS zu haben. Es ist nur /moeglich/, aber mit hohem technischen und finanziellen Aufwand verbunden, wenn man das auch fahren koennen will.
Ich hab auch durchaus Respekt vor Ihrem DIY-Projekt - aber es geht in dem Artikel darum E-Mobilität mit den Leistungen herkömmlicher PKW zu vergleichen, und da ist man noch für Jahrzehnte weit entfernt, sogar dann wenn die Fortschritte der Akkutechnologie so weitergehen wie in den letzten 15 Jahren.
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