Fürth ist Aufstieg nicht mehr zu nehmen

16. April 2012, 22:55

Niederlage von Robert Almers Düsseldorfern in Dresden lässt in Franken die Korken knallen

Dresden - Dynamo Dresden hat am Montag in der 2. deutschen Fußball-Liga mit einem 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf (mit Österreichs Teamkeeper Robert Almer) der SpVgg Greuther Fürth zum vorzeitigen, erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verholfen. Durch den Sieg der Dresdner hat Tabellenführer Fürth bei noch drei ausstehenden Spielen neun Punkte Vorsprung sowie die um 31 Treffer bessere Tordifferenz als der derzeitige Dritte SC Paderborn.

"Ein Traum wird wahr", freute sich Fürths Manager Rachid Azzouzi. Trainer Mike Büskens hatte nur einen Wunsch an seine Mannschaft, die sich in Fürth zum Feiern versammelt hatte: "Lasst mir ein Bier übrig." Im Fürther Stadion war die Party bereits in vollem Gang. "Vor ein paar Monaten habe ich noch auf dem Sofa gelegen und wusste nicht, wie es weiter geht. Und jetzt bin ich aufgestiegen", sagte Deutschlands Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah.

Vor 26.367 Zuschauern war Dresden von Beginn an die engagiertere Mannschaft und kam schon mit der ersten Torchance zur Führung. Beim Doppelpass-Versuch zwischen Dedic und Robert Koch behinderten sich die Düsseldorfer Abwehrspieler Assani Lukimiya und Christian Weber gegenseitig, die Bochumer Leihgabe Dedic schob mühelos zu seinem zwölften Saisontor ein. Der slowenische Nationalspieler und sein Sturmpartner Poté stellten die Hintermannschaft der Gäste in der ersten Halbzeit ein ums andere Mal vor größere Probleme.

An der alten Wirkungsstätte von Düsseldorfs Coach Norbert Meier, der von 2006 bis 2007 Dynamo trainierte, fand die Fortuna vor der Pause kaum zu ihrem Spiel. Fast aus heiterem Himmel fiel der Ausgleich durch Bröker, der Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten mit einem Schuss vom Strafraumeck keine Chance ließ.

Nach der Pause war Düsseldorf zunächst dem Führungstreffer näher, ein Distanzschuss von Christian Weber strich nur knapp am Toreck vorbei (57.). Auf der Gegenseite gelang Almer eine Glanzparade bei einem Volleyschuss von Koch (62.). Acht Minuten später war der Österreicher jedoch machtlos: Nach einem Lattenkopball von Koch drückte Poté den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie. Düsseldorf rutschte durch die Niederlage auf Platz vier zurück. (sid/APA/red, 16. 4. 2012)

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nteressant ist ja, dass zwei unmittelbar angrenzende......

..Stödte dann jeweils in der 1. Bundesliga sind.

Echt cool.

Dortmund und Gelsenkirchen sind ja bekanntlich wie Wien und Bregenz.

Ja, wahnsinnig interessant

Lieber Düsseldorf und Pauli mit in die erste als Frankfurt.

eine relegationsrunde zwischen fc köln und fortuna düsseldorf hätte schon was

mein favourite wär ja eher hsv-st.pauli gewesen...

wobei man muss sagen

bei augsburg hat es auch keiner für möglich gehalten dass sie eine chance haben in der bl zu bleiben.

Auch wenns diesmal eine Niederlage war, aber was man so hört macht Almer seine Sache ja ziemlich gut, wäre schön wieder mal eine längerfristige Nummer 1 im Team zu haben.

Özcan hat noch bessere Noten dieses Frühjahr!

düsseldorf wäre besser gewesen für die 1.liga...

ist ja noch nicht vorbei, die chance lebt noch.

Gratulation nach Fürth

Auch wenn der Frust ob der gezeigten Leistung gestern abend noch tief sitzt, ernst gemeinte und ehrliche Gratulation an die Unaufsteigbaren.

So sehr mich die Hinrunde der Tuna erfreute, seit Ende Dezember ist der Wurm drinnen und der Aufstieg wohl so gut wie Geschichte.

Die kleine Chance lebt noch, dazu müssen gegen Union, Fürth und den MSV allerdings mindestens 7 Punkte her.

Sollte es die TUNA nicht schaffen dann bitte Pauli, Paderborn braucht keiner in Liga 1.

Bin gespannt ob Henry Kissinger jetzt tatsächlich zur Aufstiegsfeier kommt.

Fahrstuhl!

Hoffentlich steigen die gleich wieder ab. Hätte lieber traditionsreichere Klubs wie Düsseldorf oder St. Pauli als Fixaufsteiger gesehen. Ich glaube die haben nicht einmal einen Zuschauerschnitt von 10.000. So etwas hat in der 1. Bundesliga einfach nix verloren!

Lol, ein echter experte hat da gepostet

In der 1. Buli gibts kaum einen verein, der mehr tradition (= alter UND erfolg) hat als fürth.

Vor dem krieg bestand sogar die halbe nationalmannschaft aus kleeblättlern!

Wen interessiert bitte was vor dem Krieg war?

Also zuerst von Tradition zu sprechen und dann fast die halbe Vereinshistorie für uninteressant zu erklären, ist ja selten widersinnig.

Tradition umfasst auch den Zeitraum, der nicht aktiv miterlebt wurde.

Sie sprechen von traditionsreichen Clubs. Also ist auch das interessant was vor dem Krieg war.

Man muss es so sehen: Jetzt hat die deutsche BuLi eben auch ihr Mattersburg und sie wird es insgesamt verschmerzen können. Interessant wäre allerdings wenn mit Paderborn noch ein zweiter echter Dorfklub aufsteigen würde, ich kann mir schon vorstellen dass es in dem Fall den einen oder anderen misston von welcher Seite auch immer geben könnte.

Andererseits: Fürth bzw das Fürther Stadion (heißt das noch Playmobilstadion?) wird nächste Saison annähernd eine 100%ige Auslastung haben, davon kann man ausgehen

gelten über 100.000 einwohner wirklich als dorf?

wolfsburg nur etwas mehr als fürth. kaiserslautern hat knapp unter 100.000. von sinsheim will ich gar nicht reden.

traditionsreicher ?

Worauf beruht diese Einschätzung - außer historischer Unkenntnis?
Fürth ist immerhin - im Gegensatz zu den anderen - dreimaliger Deutscher Meister! (1914, 1926 & 1929)

1914 sogar durch ein Tor in der Nachspielzeit in der 153 (!) Minute.

Wenns nach dem geht müsste RB Leipzig automatisch aufsteigen, weil sie so einen super Zuseherschnitt haben.

... aber die Wahrheit liegt am Rasen :-)

fürth ist ein echter traditionsverein, das duell mit nürnberg ist das älteste derby deutschlands.

Fortuna war einmal deutscher meister, st. pauli noch nie, Fürth drei mal.

Falsch, wer sich ...

... auf sportlichem Weg in einer starken 2. Liga derart souverän durchsetzt, hat sehr wohl was in der BL verloren!!!

Zum Zuschauerschnitt:
In den nächsten Jahren werde im Gewerbegebiet an der Fürther Südwesttangente ein reines Fußballstadion für 20.000 Besucher entstehen, so die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz in Fürth. Bei dem Neubau werden besonders auf eine "gesunde Zuschauerstruktur" geachtet, so der Verein. Deshalb plane man neben 12.000 Sitzplätzen auch 8.000 Stehplätze mit ein. Daneben sollen 30 Business-Logen und 1.000 sogenannte Business-Seats entstehen. In der Saison 2014/15 will die Spielvereinigung Greuther Fürth in das neue Stadion einziehen.
Quelle: BR, studio Franken

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