Mundloser Wurm ernährt sich von giftigen Gasen

17. April 2012, 18:09
  • Olavius algarvensis ist ein eher unscheinbares, aber faszinierendes Geschöpf vor der Küste Elbas.
    foto: hydra/mpimm/c.lott

    Olavius algarvensis ist ein eher unscheinbares, aber faszinierendes Geschöpf vor der Küste Elbas.

Der Wurm lässt Bakterien für sich arbeiten und kann seine eigenen Stoffwechselprodukte nutzen

Bremen - Es ist ein eher unscheinbares Geschöpf, das sich vor der Küste Elbas im Mittelmeer tummelt. Für Biologen stellt der Meereswurm Olavius algarvensis indes gleich aus mehreren Gründen ein Faszinosum dar: Der weiße, vielfach gewundene Wurm ernährt sich nämlich von Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff, wie die Forscher im Fachblatt PNAS schreiben. Bei der Nahrungsaufnahme lasse der Wurm Bakterien für sich arbeiten, die unter seiner Haut leben. Diese nutzen die Energie aus den Gasen, um Kohlenhydrate zu produzieren.

"Sie sind dabei so effektiv, dass der Wurm im Laufe der Evolution seinen kompletten Verdauungsapparat inklusive Mund und Darm aufgegeben hat und sich nur über die Symbionten ernährt", teilte Nicole Dubilier vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen mit. Auch aus Wasserstoff und organischen Nährstoffen in der Umgebung können die Bakterien des Wurms Energie gewinnen.

Auch eigene Stoffwechselprodukte werden genutzt

Für den Meereswurm gebe es aber noch eine Nahrungsquelle, schreiben die Forscher vom Max-Planck-Institut und der Universität Greifswald zusammen mit Kollegen aus Freiburg, Italien und den USA: Dank der Bakterien könne er seine eigenen Stoffwechselprodukte nutzen. "Der Wurm kann deshalb nicht nur auf seinen Verdauungsapparat, sondern auch auf seine Ausscheidungsorgane verzichten", erläuterte Dubilier. Das sei bisher von keinem einzigen Meerestier bekannt.

Die Expertin beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem ungewöhnlichen Wurm. Dass seine Bakterien energiereiche Schwefelverbindungen nutzen können, war schon länger bekannt. In der aktuellen Studie konnten die Wissenschafter nun aber weitere Stoffwechselwege entschlüsseln. (APA/red, derStandard.at, 17.4.2012)

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15 Postings

ein perpetuwurmile, sozusagen.

macht aus sch... leben.nett

Ein Leben ohne Essen...

...arm.

und? wie schmeckt er?

Vermutlich

wie süßes Fleisch. (Fleisch plus Kohlenwasserstoffe = Zucker)

ey, cool!

fleisch-spaghetti, sogar als nachspeise geeignet!

Die Suche nach intelligentem Leben im All beschränkt sich auf Planeten, die der Erde ähneln.

Doch diese Lebensform läßt die Vermutung zu, dass auch auf Planeten wie der Venus intelligentes Leben in ganz anderer Form entstanden sein könnte.

kann mich dieser meinung nur anschließen...

Falsche Schlussfolgerung

Lesen Sie den Artikel noch mal ganz genau!

Und vor allem: Wo kommt der Wurm nochmal vor? (Auf der Venus?) Und was frisst er wirklich? (Schwefelwasserstoff - nein!)

Zumindest Leben, ob es überhaupt so etwas wie intelligentes Leben gibt ist fraglich ;)

Es soll ja auch Menschen geben, die nur von Licht leben

Manche glauben bis zu ihrem (Hunger-)Tod daran.... Aber Spass beiseite. Ich finde den Artikel und den Wurm sehr interessant. Zusammen mit seinen Bakterien ist das Tier alleine schon ein fast komplettes Ökosystem. Das könnte man sich als einzigen Überlebenden einer grossen Weltweiten Katastrophe vorstellen...

Zum Glueck bin ich Unglaeubige.

Es gibt also tatsaechlich ein Tier, das von seinen eigenen Flatulenzen lebt.

Wie koennte man sich den Gedankengang eines schoepfenden Gottes bei der Herstellung von so etwas vorstellen?

Für Gläubige ist dieser Wurm eine Brut des Teufels.
Und hat nicht Gott auch den Teufel erfunden?

Wohnt der in meinem Bett?

bei starker kohlenmonoxidentwicklung sollten Sie die bettdecke bitte nur bei offenem fenster lupfen.

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