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In Innsbruck ist die ÖVP in dreierlei Gestalt angetreten: die offizielle Parteiliste, eine Seniorenliste und ein Ableger unter dem Titel Für Innsbruck. Zusammen hat man rund 45 Prozent gehalten, die offizielle ÖVP und Für Innsbruck müssen jetzt noch den Kampf um den Bürgermeister entscheiden, aber sie werden gemeinsam regieren.
Man kann das als Zersplitterung (und Wählerverwirrung) betrachten - oder, unter bestimmten Umständen, als Rezept für die schwer leidende ÖVP anderswo, vor allem in der schwarzen Wüste Wien. Der Unterschied zwischen Wien und Innsbruck liegt darin, dass die eine Stadt mehrheitlich konservativ ist, die andere schwer rot, kräftig blau und einigermaßen grün.
Aber die ÖVP hat überall ein Grundproblem: Etwas aufgeschlossenere, modernere, "liberalere" Wähler können mit der traditionellen ÖVP und ihrer, sagen wir es nett, "Funktionärspatina", nichts anfangen. Das gilt besonders für Wien, wo die ÖVP einem modernen Großstadt-Lebensgefühl einfach nicht entspricht. Die Kinder der ÖVPler wählen grün, die Rechten wählen blau, und die Mehrzahl geht in die Wahlverweigerung.
Aus sich heraus wird sich die Wiener - aber nicht nur die Wiener - VP nicht erneuern. Eine bürgerlich-moderne Neugründung, die dann mit der traditionellen VP zusammenarbeitet, brächte natürlich die Gefahr einer Spaltung - oder die Chance, verlorene Wählerschichten zurückzuholen.(Hans Rauscher, DER STANDARD; 17.4.2012)
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warum kriegt dann ausgerechnet Strache in Wien 26% und matcht sich mit Häupl um den Bürgermeistersessel? Es gibt leider keinen Grund, den großstädtischen Wähler zu verklären. Der angeblich nicht so liberale Kleinstadt-Wähler in Innsbruck hat gerade den notorischen "Inländerfreunden" von der FPÖ die kalte Schulter gezeigt, mit einem Ergebnis unter 8%. Irgendwas kann an Rauschers Analyse nicht stimmen.
Tatsächlich sind die Schwarzen in Wien in der gleichen Verfasstheit wie die Roten in Innsbruck (und Tirol insgesamt): Eine profillose und ziemlich chaotische Truppe, von der niemand weiß, wofür sie eigentlich stehen. Ein Listensplitting würden die Wiener Schwarzen unweigerlich aus dem Gemeinderat katapultieren. Also kein so guter Denkansatz.
der Tiroler ÖVP wissen möchte:
http://derstandard.at/133453094... trafe-nach
In berechtigter Panik, werden sie jetzt nacheinander wahnsinnig?
Er zitiert auch noch "Gott" und die Biegsamkeit von Ethik.
... am Rande der Wahrnehmungsgrenze und beim verschwinden.
Nach der Logik von Herrn Rauscher könnte sich also die SPÖ in Tirol dadurch retten, dass sie sich ebenso aufspaltet? Das hielte ich für den Todesstoß...
"Dies ist aber der katholische Glaube:
Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit,
ohne Vermengung der Personen und ohne Trennung der Wesenheit."
aus dem Athanasischen Glaubensbekenntnis
es macht mir eigentlich angst...
taktik ist das einzige was zählt in österreich. schüssel hat seinen wahlsieg dem ins boot geholten grasser zu verdanken, und die övp innsbruck dem von fi geschassten platzgummer.
wenn es nur mehr darum geht zu taktieren, wann wird dann politik gemacht? die innsbrucker övp hatte nämlich einen absolut wählbaren spitzenkandidaten f.x. gruber. und den haben sie NACH der listenpräsentation abgeschossen. wie geht diese partei mit nichtmitgliedern um??
in Anbetracht, dass körperliche Züchtigung und Selbstjustiz in Österreich verboten sind.
Die Provokationen seitens der österreichischen PolitikerInnen und dessen Unfähigkeit sind kaum zu übertreffen.
Offensichtliche Finanzverbrecher und korrupte Politiker werden von einer Politjustiz von der "Unschuldsvermutung" bis zur Verjährung" geschützt. Politiker, die selbst tief im Sumpf stecken, sprechen immer nur von "Grauzonen".
Ein Finanzministerin, die nicht einmal auf deutsch stotterfrei einen geraden Satz rausbringt, darf uns im Ausland blamieren.
Viele unserer Politiker gehörten rausgeschmissen - und all die dubiosen Finanzjongleure sofort in U-Haft.
Dann hätten die Menschen wieder mehr Vertrauen in die Politik und gingen auch wählen.
bitte korrigiert mich, wenns nicht so war, aber:
diese zersplitterung hat ja auch schon mal das bzö vor dem rausschmiss aus dem nationalrat gerettet:
und zwar als das bzö mit spitzenkandidat hojac in kärnten als "liste jörg haider" angetreten ist.
wahlbetrug vom feinsten.
bei der landtagswahl 2009 kam der gleich trick zum einsatz.
dass sie, herr rauscher, nach der innsbruck-wahl über die grundprobleme der övp sinnieren - die es zweifellos gibt.
im umkehrschluss frage ich mich allerdings: stellt der verlust in innsbruck für die SPÖ kein problem dar?
ein wenig fühle ich mich an 2006 zurückerinnert, nur diesmal sind es die journalisten die sagen: der wähler hat sich geirrt :-))
Dieses Wahlergebnis ist eine absolute (allerdings natürlich zu akzeptierende) Katastrophe! Es zeigt wieder mal, wie rechtskonservativ verbohrt Tirol und eigentlich ganz Österreich sind.
Ich bin zutiefst schockiert und "fremdschäme" mich!
nachdem es eine kommunalwahl war inkl. eines (övp-getragenen) bürgerInnenvereins, ist das ergebnis nicht eins zu eins als ideologisch motiviert zu lesen. rechtskonservativ verbohrt ist also ein wenig hart im urteil. der großteil der leute ist mit dem großteil der kommunalen politik einfach soweit zufrieden, dass die lebensverhältnisse eben einigermaßen passen.
die größe der vp-gruppen sorgt zudem für einen hauch von vielfalt - entscheidungen fallen nicht allein aus einem rechtskonservativen blickwinkel (spritzenautomaten, schwulenstadtfest, solarförderung)
wenn tiroler nach der 45%rot15%grün-wienwahl von einem bolschewiki-sieg sprechen würden, ist es ja auch nicht wahr ...
wenn Sie noch immer nicht erkennen, dass es für den bürger völlig irrelevant ist, ob das politmarionetterl ein schwarzes oder ein rotes kapperl trägt, sind hopfen und malz verloren.
völlig egal ob man övp oder spö wählt: die politik bleibt die gleiche.
das man/frau nicht getan hat?
Was ist die Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und den Wählerinnen in Innsbruck? Und falls Sie dort gewählt haben, dann, Ihrem Posting entsprechend wohl kaum die ÖVP oder einen ihrer Ableger.
Ich halte es aber für besonders seltsam, sich für etwas fremdzuschämen, was schlichtweg weder ein Verbrechen noch unmoralisch, oder ethisch fraglich ist, wie die Wahl einer oder mehrerer Parteien, die nicht Ihrem Weltbild entsprechen.
Was stellen Sie sich denn vor, dass es in der Politik nur einen richtigen Weg gibt, den alle zu erkennen haben, und wer das nicht tut ist schlecht?
Dass Ihre Ansichten die einzig integren sind?
Wäre ich des Fremdschämens mächtig, würde ich mich jetzt für Ihr Posting schämen (k. irrealis).
Nett dass Sie sich an diesem Wort aufhängen, das ich extra in Anführungszeichen gesetzt habe, um solchen Kommentaren wie dem Ihren vorzubeugen ;-)
Nichtsdestotrotz schreibe ich hier natürlich und logischerweise nur meine eigene subjektive Meinung. Ergo darf ich mich "fremdschämen" für was auch immer ich möchte.
Dass Sie sich für meinen Kommentar "fremdschämen" tut mir zwar Leid, vermiest mir aber jetzt meinen Tag auch nicht ;-)
Für ethisch bedenklich halte ich es schon, die ÖVP zu wählen
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