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Stefan Brändle erklärt sie, dass der Präsident nicht davor zurückschreckt, den Wählern die Wahrheit zu sagen.
STANDARD: Hat Nicolas Sarkozys Kampagne ein Motto?
Kosciusko-Morizet: Der Präsident will den Franzosen die Wahrheit sagen, auch wenn sie unangenehm ist. Hollande verspricht, Geld auszugeben, das er nicht hat; zudem geht er zum Teil widersprüchliche Allianzen ein.
STANDARD: Wie ist Ihr Wahlkampf organisiert?
Kosciusko-Morizet: Sarkozy macht diesmal Wahlkampf mit einer kleinen Struktur, die es ihm erlaubt, sehr flexibel zu reagieren und mit den Leuten in direkten Kontakt zu treten.
STANDARD: Sarkozy stellt den freien Personenverkehr à la Schengen infrage. Ist er wirklich pro Europa?
Kosciusko-Morizet: Absolut. Er will ein Europa mit einer Führung, bei der die Staats- und Regierungschefs das Sagen haben - nicht die EU-Kommission in Brüssel. Das gilt auch für Schengen und den freien Personenverkehr.
STANDARD: Zu Beginn seines Mandats schuf Sarkozy eine Steuerobergrenze für Großverdiener ...
Kosciusko-Morizet: Sarkozy will, dass die wohlhabenden Franzosen in ihrem eigenen Land investieren. Er will die reichen Bürger nach Frankreich zurückholen, damit sie hier ihre Steuern zahlen.
STANDARD: Wo liegt dann der Unterschied zu Hollande? Auch er will Steuerexilanten besteuern ...
Kosciusko-Morizet: Typisch Hollande! Er hat diese Idee von Sarko zy übernommen, bloß um auf den fahrenden Zug aufzuspringen.
STANDARD: Wie gedenkt Sarkozy das Image des "Präsidenten der Reichen" loszuwerden?
Kosciusko-Morizet: Dieses Image ist total falsch. Von zehn Milliarden Euro an Steuergeschenken während seines Mandats betrafen nur 600 Millionen die Spitzenverdiener - also sechs Prozent. Die Linke fabrizierte daraus Sarkozys schlechten Ruf als Beschützer der Reichen. Da hat unsere Kommunikation total versagt. In Wahrheit hatte die Linke, als sie von 1997 bis 2002 unter Lionel Jospin an der Macht war, den Reichen weit höhere Geschenke gemacht. (DER STANDARD, 17.4.2012)
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Heute einen Brief vom Nicola gekriegt (ich nehme an, Auflage 45Mio, an alle Haushalte):
>es ist nichts schöner an der Demokratie als die Liebe zu seinem Land...
In der schnulzigen Art geht's dann 34(!!) Seiten weiter...
Um dann folgendermassen zu enden:
>Französinnen, Franzosen, mehr als je zuvor braucht Euch dieses in Euren Herzen festgeschriebene Frankreich.
Ich brauche Sie.
Helfen Sie mir, das starke Frankreich zu bauen.<
jetzt glaub' ich's dann wirklich...
Es ist vor Allem der Inhalt dieses Briefs.
Ein Möchtegernintellektueller und Pseudophilosoph tut das, was er nicht kann.
Und die Entscheidung Hollande zu wählen schient diesmal vielen leicht zu fallen, jedenfalls leichter als noch vor fünf Jahren bei Royal.
Da muss Ihr Enthusiasmus gedämpft werden. Die Wähler der rechten Le Pen Partei werden eher rechts wählen und das ist nicht zu unterschätzen.
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