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Heinrich August Winkler: "Die Debatten im Europäischen Parlament müssen so geführt werden, dass sich in allen nationalen Öffentlichkeiten ein Gefühl des ‚nostra res agitur'‘ - es geht um unsere Sache - einstellt."
Mit Winkler sprach Josef Kirchengast.
STANDARD: Manche vergleichen die Europäische Union in ihrem gegenwärtigen Zustand mit dem Römischen Reich kurz vor dem Untergang. Andere meinen, die EU werde, wie so oft, auch aus dieser Krise gestärkt hervorgehen. Was stimmt?
Winkler: Es gibt Situationen, wo man frei nach Kant sagen sollte: Optimismus ist sittliche Pflicht. Die Krise zwingt zur Entscheidung: Wir sehen, dass die Währungsunion ohne Politische Union nicht dauerhaft stabilisiert werden kann. Die jetzige Fiskalunion ist offenkundig nur ein Übergangsstadium, denn der Fiskalpakt ist ja ein zwischenstaatlicher völkerrechtlicher Vertrag von 25 EU-Mitgliedern, und ob es gelingt, ihn innerhalb von fünf Jahren in Gemeinschaftsrecht zu überführen, ist völlig offen.
STANDARD: Wie soll man in der gegenwärtigen Lage, wo allenthalben Anti-EU-Populismus grassiert, bei den Bürgern Unterstützung für eine politische Union fördern?
Winkler: Solange die EU ein Staatenverbund ist, sind die Mitgliedstaaten die Herren der Verträge. Für die demokratische Legitimation müssen die nationalen Parlamente sorgen. Das aber kann kein Dauerzustand sein, weil es ein ungeheuer schwerfälliges Verfahren ist. Wir müssen also über eine verstärkte Kontrolle durch das Europäische Parlament nachdenken. Wir müssen den Einigungsprozess demokratisch glaubwürdig legitimieren. Das bedeutet: Wenn es um die Übertragung von Budgetrechten auf die EU geht, muss der Souverän, also das Volk, gefragt werden.
STANDARD: Für Deutschland, aber auch für andere Länder würde dies eine Verfassungsänderung mit vor ausgehender Volksabstimmung bedingen.
Winkler: Wenn die proeuropäischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam für eine solche Verfassungsrevision werben, werden sie dafür eine Mehrheit bekommen. Aber sie müssen klarmachen: Die Alternative wäre das Ausscheiden aus der Euro zone und der Rückfall in die nationalstaatliche Isolierung. Wenn diese Alternative klar formuliert ist, werden wir in der Bundesrepublik eine überzeugende Mehrheit für die Politische Union oder, wie ich formulieren würde, für die Europäische Föderation, vielleicht sogar für die Vereinigten Staaten von Europa bekommen. Das gilt auch für Österreich, für Frankreich und alle anderen. Wenn es zu Abstimmungen kommt, muss die Alternative klar sein. Dann wird es in den meisten EU-Mitgliedstaaten demokratische Aufträge in Richtung mehr Europa geben.
STANDARD: Sehen Sie in der derzeitigen Krise die Gefahr nationalistischer und autokratischer Tendenzen wie in der Zwischenkriegszeit, wenn man etwa die Entwicklung in Ungarn betrachtet?
Winkler: Ja, ich sehe diese Gefahr. Und ich halte es für dringend notwendig, dass nicht nur die EU-Kommission gegensteuert, wie sie das derzeit tut, sondern dass vor allem die Dachpartei der Christ demokraten und Konservativen, die Europäische Volkspartei, ihre Verantwortung endlich wahrnimmt und der Fidesz von Viktor Orbán sagt, dass ein Abbau von Demokratie, wie er in Ungarn erfolgt, unvereinbar ist mit den Kopenhagener Beitrittskriterien und der Gesamtphilosophie der EU. Die europäische Einigungsbewegung war eine Bewegung gegen den Nationalismus. Deswegen heißt es den Anfängen zu wehren.
STANDARD: Hat die EU-Krise auch damit zu tun, dass es Europa bisher nicht schafft, eine zeremonielle Kultur zu entwickeln, die die Menschen auch im Herzen erreicht, so wie sich etwa die französische Republik oder die britische Monarchie selbst inszenieren?
Winkler: Ich stimme Ihnen völlig zu. Die EU ist in den letzten Jahren immer mehr als bloßes Eliteprojekt verstanden worden. Entscheidende Fragen wie die Erweiterung wurden weit gehend hinter verschlossenen Türen verhandelt. Daraus erklärt sich zu einem guten Teil das, was man Eurofrust nennen kann. Dieses Gefühl, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht dabei sind, ist für den europäischen Gedanken hochgefährlich. Und deswegen müssen sich auch die nationalen Parlamente europäisieren. Das Europäische Parlament muss auf mittlere Sicht mehr Kompetenzen bekommen, und seine Debatten müssen so geführt werden, dass sich in allen nationalen Öffentlichkeiten ein Gefühl des "nostra res agitur" - es geht um unsere Sache - einstellt. Europa braucht ein Wir-Gefühl.
STANDARD: Wie kann sich das in der nach Osten erweiterten EU entwickeln?
Winkler: In dem Augenblick, da die EU über den alten Wes ten, das lateinische Europa, hinausgegriffen und auch byzantinisch-orthodox geprägte Länder einbezogen hat, wurde es mit der Herausbildung eines Wir-Gefühls etwas schwieriger. Denn diese Länder haben eine völlig andere Entwicklung vollzogen, sie haben etwa die westliche Tradition der Gewaltentrennung lange nicht gekannt. Ich kann mir ein europäisches Wir-Gefühl vom Polarkreis bis zum Peloponnes vorstellen, aber es wird sehr schwierig werden, es zu entwickeln. Ein europäisches Wir-Gefühl von Karelien bis Kurdistan überfordert meine Fantasie. Ein Großeuropa bis zum Euphrat scheint mir ein Ausdruck von politischem Volontarismus, ein völlig ahistorisches Gebilde, etwas, das man im Englischen "imperial overstretch", eine imperiale Überdehnung nennt.
STANDARD: Stichwort Überdehnung: Kann die EU ein Vollmitglied Türkei verkraften?
Winkler: Wenn die Türkei bereit wäre, die Kopenhagener Beitrittskriterien von 1993 zu erfüllen, dann ja. Diese Kriterien verlangen nicht nur die volle Verwirklichung des Rechtsstaates, der Menschen- und Bürgerrechte, sondern auch die Bereitschaft, an einer Politischen Union mitzuwirken. Sie müsste also auch bereit sein, Hoheitsrechte gemeinsam mit anderen auszuüben oder auf supranationale Einrichtungen zu übertragen. Das heißt, ein postklassischer Nationalstaat zu werden, wie es alle EU-Mitgliedstaaten sind, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht. Aber es gibt nicht das geringste Anzeichen dafür, dass die Türkei bereit ist, von ihren überlieferten Vorstellungen von nationaler Souveränität abzulassen. Aber wenn die Beitrittsverhandlungen nicht zu einer Vollmitgliedschaft führen, darf es keinen Bruch zwischen der EU und der Türkei geben. Es muss ein Zustand angestrebt werden, der über das Maß der bisherigen Zusammenarbeit hinausgeht.
STANDARD: In Ihrem Monumentalwerk "Die Geschichte des Westens", dessen dritter Band 2014 erscheinen soll, sprechen Sie von einer historisch beispiellosen Erfolgsgeschichte, was die Ausbreitung von Demokratie und Menschenrechten betrifft. Zu den westlichen Werten, wenn man das so sagen kann, zählt aber auch der Kapitalismus, dessen ex treme Ausformung eher die niedrigen menschlichen Triebe fördert - Stichwort Gier. Diese Spannweite westlicher Werte charakterisiert ja auch die aktuelle Krise.
Winkler: Die Geschichte des Westens ist auch eine Geschichte ständiger Verstöße gegen die eigenen normativen Forderungen. Aber alle, die sich ihre Rechte erst mühsam erkämpfen mussten - Sklaven, Frauen, Proletarier - konnten es tun unter Berufung auf die Ideen der amerikanischen und der französischen Revolution von 1776 und 1789. Menschenrechtserklärungen waren sozusagen klüger als ihre Verfasser, zu der auch Sklavenhalter zählten. Das gilt auch für den Kapitalismus. Der demokratische Sozialismus, wie ihn die europäische Arbeiterbewegung hervorgebracht hat, war auch ein Beitrag zur Weiterentwicklung des westlichen Projekts.
In Europa und Nordamerika haben sich unterschiedliche Formen von politischer Kultur des Westens entwickelt. Und wo immer Amerikaner und Europäer mitein ander streiten, streiten sie um die unterschiedliche Auslegung gemeinsamer Werte, ob beim Verhältnis zwischen Staat und Religion, beim Zweck von Strafen und der Art des Strafvollzugs oder bei den sozialen Verpflichtungen des Staates. Die Zähmung des Finanzkapitalismus lässt sich mit den westlichen Werten, der demokratischen Kontrolle von Macht, begründen. Insofern haben die westlichen Werte eine ungeheure subversive Kraft entwickelt ...
STANDARD: ... deren aktuelle Wirkungsfelder die arabische Welt und China sind?
Winkler: Vieles davon wird in der "Arabellion" oder etwa in der chinesischen "Charta 08" aufgegriffen. Dieses Dokument, wesentlich mitverfasst von dem mit elf Jahren Haft bestraften Friedensnobelpreisträger 2008, Liu Xiaobo, ist eines der bewegendsten Dokumente im Geiste der frühen Menschenrechtserklärungen, die in den letzten Jahren zu Papier gebracht wurden. Die autoritären und totalitären Machthaber unserer Zeit haben allen Anlass, dies ernst zu nehmen. Man kann diejenigen inhaftieren, die ihre Menschen- und Bürgerrechte einfordern, aber man kann diese Gedanken nicht ausrotten. Sie wirken weiter und stellen jede Art von Tyrannei immer aufs Neue infrage. Der Westen hat an realpolitischem Gewicht in den letzten hundert Jahren dramatisch verloren. Aber das normative Projekt des Westens feiert immer neue Triumphe. (DER STANDARD, 17.4.2012)
Zur Person
Heinrich August Winkler, geboren 1938 in
Königsberg, der Stadt Immanuel Kants, ist einer der renommiertesten
deutschen Historiker. Sein zweibändiges Werk Der lange Weg nach Westen
(2000), in dem er Deutschlands Entwicklung zur westlichen Demokratie
schildert, wurde zum Bestseller. Ähnlich große Anerkennung erfuhr die
bisher in zwei Bänden vorliegende Geschichte des Westens
(C.-H.-Beck-Verlag), deren dritter und letzter Teil 2014 erscheinen
soll. Winkler steht in einem kritischen Naheverhältnis zur SPD. (red)
Die Folgen der Schuldenkrise nahmen bei der Vorstellung des Jahresberichts von Amnesty in Wien einen wichtigen Platz ein. Zudem werde in Ungarn und Russland die Demokratie ausgehöhlt
EU-Parlament fixierte Termin
Brüssel will von den Innenministern erst Fakten haben, bevor man weiterredet
Europas Politik sucht den richtigen Ton im sozialen Netz
Die 2004 beschlossenen Kampfverbände haben noch keinen Einsatz bestritten - Ein Fehlkonstrukt sind sie trotzdem nicht
Gespräche mit Kosovo über Assoziierungsabkommen können starten
Deutschland, Österreich, die Niederlande und Großbritannien verlangen in einem Brief härtere Maßnahmen gegen Armutseinwanderung
Das Scheitern der Gespräche zwischen Serbien und Kosovo ist nur ein Mosaikstein beim Stillstand der EU-Erweiterung. Kroatien tritt der Union am 1. Juli bei, dann dürfte vorläufig einmal Schluss sein
Preis war bereits 2005 zugesprochen worden
Plenum des Europaparlaments und die Mitgliedsstaaten müssen noch abstimmen
Großes Personalkarussell nach Europawahlen im Mai 2014 - EU-Außenbeauftragte: "Es ist manchmal sehr anstrengend"
Spindelegger fordert "Grundausstattung" für konsularische Hilfe in Notfällen - Deutschland will mehr Effizienz durch Stellvertreter
EU-Regionalkommissar Johannes Hahn spendet dem Bundeskanzler ein überraschendes Lob
Breite Mehrheit fordert Nachverhandlungen mit Staaten
Deutschland legte Veto gegen Beitritt Rumäniens und Bulgariens ein - Mikl-Leitner für Grenzöffnung in zwei Stufen
In den vergangenen Jahren lag der Fokus bei den Überlegungen zur EU häufig allein auf der Eurokrise. Doch der politische Aspekt der Union ist keineswegs ausdiskutiert - das zeigte einmal mehr die Reihe "Europa im Diskurs"
Deutsche Kanzlerin: "David Cameron und Großbritannien sind weiter Teil der EU"
Pressestelle des Parlaments spricht von "leichter" Verseuchung
Laut "Kurier - Müsste bei Gipfel erst noch unter Dach und Fach gebracht werden
Laut "Spiegel" sieht deutsche Regierung Voraussetzungen derzeit nicht gegeben
Deutsch-französische Einigkeit auch in EU-27 zentral
Politikwissenschafterin Julia Mourão Permoser über die Rolle der Religion im EU-Parlament und die fast inexistente Nichtreligiosität der österreichischen EU-Abgeordneten
Klaus Hänsch, früherer Präsident des EU-Parlaments, über Europrobleme und Europas Rolle in der Welt
Graham Watson, der Chef der Liberalen im EU-Parlament, lobt den Budgetkompromiss des Rates und fordert dennoch Nachbesserungen. Über die Europa-Position der Regierung in seiner britischen Heimat sei er bestürzt, sagte er zu Christoph Prantner
Wir als Argument gegen die (die Russen, die Amerikaner, die Chinesen ... gegen alle die uns nur wirtschaftlich an die Gurgel gehen wollen).
Wir Österreicher sind in den Zeiten des kalten Krieges (gar noch nicht so lang`her) mit den Russen, mit den Amerikanernm mit den Rotchinesen und vielen anderen gleichzeitig zurechtgekommen ohne ein System das den Bürger,- Wähler,- Steuerzahler langsam entmündigt!
unsinn, österreich hatte eine sehr sehr gute und diplomatische aussenpolitik.
ganz besonders unter kreisky. was damals in relativ kurzer zeit erreicht wurde und an beziehungen aufgebaut wurde, bringt "die EU" in ihrer derzeitgen form nicht mal in 100 jahren zusammen
Kreisky ist Honecker, Gaddafi & Co hinten reingekrochen.
"1978 ließ sich der Wiener als erster Westpremier bei SED-Chef Erich Honecker blicken" - das war die Zeit als an innerdeutschen Grenze Menschen die dem realsozialistischem Paradies entfliehen wollten, abgeknallt wurden.
Nachlesen:
http://www.spiegel.de/spiegel/p... 37836.html
http://wissen.spiegel.de/wissen/im... humb=false
http://www.chronik-der-mauer.de/index.php... 914/page/0
Der Fehler „Europäische Währungsunion“ entstand aus dem Gedanken, „dass Staaten, die eine gemeinsame Währung haben, nie Krieg gegeneinander führen“. Dieser Gedanke war schon der zweite Fehler; der erste Fehler bestand darin, sich gar nicht bewusst gemacht zu haben, was eine Währung ist und woraus Kriege entstehen. Wäre man sich dessen bewusst gewesen, hätte man zuerst die nationalen „Währungen“ in echte Währungen (konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährungen) umgewandelt, die nationalen Bodenrechtsordnungen korrigiert und den zollfreien Handel (Freihandel) zwischen den europäischen Staaten eingeführt. Der dauerhafte Frieden wäre dadurch bereits gesichert gewesen:
http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/04/k... ieden.html
Die Krise eines Systems durch die beinahe schon religiös anmutende Flucht in die Vertiefung eben dieses krisnhaften Systems heilen zu wollen ist geradezu absurd und typisch für "europäische" Lösungsansätze!
Bevor man zulässt, das einzelne krank gewordene Teile Europas durch ein Ausscheiden aus der zur Bürde gewordenen Währungsunion gesunden können, will man lieber das Gesamte im Rahmen der politischen "Vollunion" infizieren und dadurch letztlich alles zum Scheitern bringen.
Dass sich die EU, entgegen aller uns gemachten Versprechen, zu einer ebensolchen entwickelt hat dürfte mittlerweile dem Unbedarftesten in Sachen Politik und Wirtschaft klargeworden sein.
Wie abgehoben die Politiker aller EU-Staaten sind und wie gering deren Bezug zum Volk ist wird uns mittlerweile fast täglich vor Augen geführt.
Allein, ein Scheitern wird erst zugegeben wenn es zu spät ist für andere, sinnvollere Lösungen.
Weder ist, zurzeit, eine politische Union aussichtsreich und infolge dessen ist es auch keine monetäre Union. Der Moloch Brüssel verschlingt Unsummen an Geldern die wesentlich besser verwendet werden könnten. Noch mehr Erweiterung wird die Situation nur verschlimmern.
WIR haben schon lange nichts mehr zu sagen!
Leider haben das die Allerwenigsten bis dato auch verstanden.
Einer der Hauptgründe weshalb es immer noch soviele EU - Hurra - Jubler gibt.
Eigenständiges Denken ist nach wie vor unpopulär, eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu artikulieren/begründen, ebenfalls.
Solange sich die Menschen durch die Mainstream- Medien mit immer neuen Skandälchen und anderen durchsichtigen Manövern vom wesentlichen, nämliche unserer und unserer Kinder Zukunft, ablenken lassen, wird sich daran auch nichts ändern.
der ist ihnen sicher zu steil ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Fili... etsalnikos
Aber dieser Gedanke wurde doch schon gefördert. Nachdem wir uns diese Eurokraten-Diktatur nun schon seit 17 Jahren "live" geben, kommen wir mit Sicherheit zum Schluss: WIR pfeifen auf die EU!
Bitte noch mehr Interviews dieser Art, durch diese Interviews bekommt das gemeine "Stimmvieh" erst einen Eindruck WIE abgehoben dieser ganze EU-Diktatur-Moloch ist. WIR sind Österreich und nicht irgendeine Provinz von Brüssels Gnaden!
Darum: Raus aus dieser Super-EUdssr bevor es endgültig zu spät ist.
Weg mit Bürgerbevormundung, Überregulierung, und Bürgerbespitzelung.
Zum Kotzen diese EU und Ihre arroganten Befürworter.......
und in 20 jahren werden leute wie Sie suddern wenn die einzelnen, besonders die kleinen Staaten in Europa (sprich Wir), zwischen den Machtspielen von China und den USA aufgerieben werden. Deshalb braucht es ein vereinigtes Europa und keine Nationalstaaten.
Warschauer Pakt und NATO standen sich bis an die Zähne bewaffnet auf der Weltbühne Europa gegenüber und hatten interesse an einem Neutralen Puffer zwischen D/IT und IT/CSSR, und wenn wir ganz ehrlich sind verlief Österreichs Geschichte so wie sie verlaufen ist nur Dank der "Gnade" der Siegermächte. Großes Glück war auch das die Öster. Politiker zu dieser Zeit von ihren Erfahrungen und nicht von ihren Parteiakademien geprägt waren und so konnte Österreich sich etablieren. Falls es Europa zerreist wie damals befürchte ich dass die USA und China sich die "Rosinen" rauspicken werden und ein kleines Land wie das Unsrige würde auf der Strecke bleiben...
in machtspielen aufgerieben zu werden setzt vorraus, daß man mitspielt - bin dafür aus diesem irren spiel der geisteskranken auszusteigen und zu versuchen auf regionaler ebene strukturen zu schaffen, die zumindest bei den wichtigsten produkten unabhängigkeit und autarkie garantieren - dh. lebensmittelversorgung ohne monsanto und nestle, trinkwasser ohne zwischenhändler, strom aus eigener produktion.....also einfach eine alternative zu den jetzigen, konzerngesteuerten strukturen schaffen, die im idealfall intern sogar ohne schuldgeld auskommt und auch da eine gemeinnützige alternative anbietet - und dann sollen die menschen selbst entscheiden, welches system sie vorziehen
in der Grundversorgung möglichst autark zu leben ist auch ein Wunsch von mir, aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen wie das funktionieren soll. Die österreichische Landwirtschaft wird in hohem Außmas mit EU Geldern unterstützt, und ohne Atomstrom könnte sich unser Land kaum selbst mit Strom versorgen. Wir leben außerdem in einer globalisiert Welt, und ohne mit den "Global Playern" zu leben (wie etwa Nestle, und das sage ich äußerst wiederstrebend, die Praktiken dieses Konzern sind mir leider gut bekannt) halte ich für sehr schwierig
... und was sagt der Herr Supergscheit zu :
http://www.welt.de/politik/d... heben.html
Also wenn ich Mittelständler für die EU bin, muss ich Kriminalität schlucken, mich - respektive meine Währung (-sicherheit) an andere verkaufen, habe nicht das Geringste mit zu reden, aber zahlen darf ich dafür? ...so wie die Feuerwehr einen Brand löscht? oder wie? Zum Gipfel all Dessen darf ich mich dann von anatolischen Migranten, die ich nich wollte und auch nicht brauche, aber auch zahlen darf (als Steuerzahler) als Nazi beschimpfen lassen?
oder eine erweiterte eu des rätsels lösung ist, der hat anscheinend nicht mitbekommen, wie dort wirklich gearbeitet wird und lebt in gewisser weise in einer traumwelt, angetrieben von den marketing-bildern die eu.
europa ist ein vielfältiger kontinent, sowohl kulturell, politisch als auch wirtschaftlich. gerade ein historiker müsste das eigentlich wissen. ein solches gebilde zu vereinheitlichen ist im gegenteil eine große gefahr. europa sollte stattdessen lieber auf seine stärken setzen - nämlich die vielfalt - anstatt es authoritären staaten gleichzumachen - die alles gleichmachen wollen.
Die wir nun seit ca. 20 Jahren geniessen durften ?
Reisefreiheiten, Kulturaustausch, keine Grenzformalitäten.
Ich habe es genutzt und genossen.
Viele haben es noch kaum bemerkt. Bevor die Vorteile des WIR für alle erlebbar werden, werden wir alles wieder verspielen, so fürchte ich.
hey, wir halten doch zusammen:
http://www.25frames.org/media/scr... ns/302.jpg
das wir gefühl ist vermutlich stärker als je zuvor, denn es fokusiert sich endlich gegen die macher der eu - das wir gefühl offenbart sich zb. in der occupy bewegung - es ist beflügelt von der hoffnung auf freiheit und induividualität, und wird von der offensichtlichen tendenz zur vereinheitlichung unter zentralistischem regime bei gleichzeitiger aufhebung sämtlicher freiheiten bis hin zur offenen sklaverei noch zusätzlich befeuert
lesen sie den Artikel über Frankreichs tote Fbriken oben.
Begraben wir die EU bevor sie uns begräbt und lassen wir Europa an den historischen Trennlinien geteilt.
Die romanischen Länder sollen ihr nationales Ding machen und wir in Mitteleuropa bis zur Othodoxiegrenze machen unser Föderales.
Früher dauerte es Jahrhunderte, bis ein Großreich in die Geschichte einging, heute maximal ein paar Jahrzehnte.
Das Problem "Der EU" ist mM. das sie von den Bürgern weit weg sind, nicht offen kommunizieren, von Lobby und sonstigen Meinungsmachern durchzogen ist, und nur alle heiligen Zeiten einmal etwas positives vom Elfenbeintempel heraus kommt.
Meistens wird gegen die Bürger agiert, denen sich die Politiker maximal peripher verpflichtet fühlen, und das wird die wahre Bewährungsprobe. Die Bürger, die man einfach aussen vor lässt, über die drüber regiert wird - national wie auf EU Ebene.
Und so eine EU braucht schlicht niemand. Eine freie EU für die Bürger wurde damals versprochen, eine EU-Diktatur ist daraus geworden.
Wenn die Menschen in den einzelnen Ländern einige Gemeinsamkeiten aufweisen, oder sagen wir besser, gemeinsame Interessen verfolgen würden - auf Ebene der Bürger, wäre das auch in größerem Stil möglich.
Die EU ist oberflächlich betrachtet, ein, aus einigen Ländern zusammengewürfelter Haufen, mit eigenen Interessen, wirtschaftlichen Voraussetzungen, und sozialen Standards, die einfach nicht zusammen passen.
Schon allein das unter einen Hut zu bringen, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Aber auch das wird nicht unversucht gelassen, die Standards für Bürger auf das niedrigste Niveau zu senken, um so einen Angleich zu schaffen. (Wirtschaft zu stark in Deutschland, schwach in Spanien - also soll D zurückfahren wurde mal vorgeschlagen.)
Solang es kein gemeinsames Interesse auf der Ebene der Bürger gibt, etwas zu verbessern oder zu ändern, was auf die gesamte EU einen positiven Effekt hätte, wird es immer schlechter in nächster Zukunft.
Es gibt da keine Solidarität, in GR bringen sich die Menschen um, kämpfen auf den Straßen, in Spanien wohl bald das selbe, und die anderen Bürger - aus anderen Ländern fürchten sich "nur" vor den sich daraus ergebenden Konsequenzen der umverteilung. Anstatt sich bspw. mit den Spanieren oder mit den Griechen zu verbünden.
Wenn das passiert, dann wäre es mal ein positives Signal, für ein "gemeinsames Europa der Bürger," das steht aber nicht zu erwarten.
Die EWR war abe auch ein Friedensprojekt nach dem 2. Weltkrieg, oder auch besser: die Einsicht, dass gewisse Reserven besser gemeinsam genutzt und bearbeitet gehören....
Nichtsdestotrotz sehe ich auch weiteren Erweiterungsschritten mit großer Sorge entgegen...
"wo allenthalben Anti-EU-Populismus grassiert"
Die heutige EU ist deswegen im Niedergang ,
weil sie über PR Floskeln hinaus
nur in eine Diktatur des Kapitals mündet .
Zu Demokratieabbau ,
Installation von bankennahen Politikern
und folgender Verweigerung der Volkswahl :
http://www.heise.de/tp/artike... 780/1.html
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