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Eine solch stürmische Jahresanfangsrallye haben die Aktienmärkte selten erlebt: Der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 legte 2012 in der Spitze um 12,7 Prozent zu. Beim ATX summierten sich die maximalen Gewinne sogar auf fast 20 Prozent. Angesichts dieser Werte verwundert es nicht, dass die Rallye allmählich ins Stocken gerät. Zwar befinden sich die beiden Auswahlbarometer noch immer mit 8,9 Prozent (ATX) bzw. 3,3 Prozent (Euro Stoxx 50) im Plus. Jedoch haben sich die Indizes bereits deutlich von den Jahreshöchstkursen entfernt.
Mit einem Verlust von jeweils über 200 Punkten vom Top scheinen Euro Stoxx 50 und ATX eine Konsolidierungsphase eingeläutet zu haben. Diese könnte durchaus noch anhalten. Denn in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Seitwärtsphasen durchaus mehrere Monate dauern - für Anleger, die in Inline Optionsscheinen investieren ein Idealszenario. Denn mit diesen Papieren lassen sich solche Perioden perfekt ausnutzen: Solange sich der Basiswert innerhalb einer durch das obere und untere KO-Level vorgegebenen Bandbreite bewegt, erzielen Inliner den Maximalertrag von 10 Euro.
Gemessen an der Zahl der ausstehenden Papiere ist die Société Générale im Segment der Inline Optionsscheine führend. Unter Hinzurechnung der Unterformen - Duo Inline, End Inline und Trend Inline Optionsscheine - können Anleger bei den Franzosen aus über 2.300 verschiedenen Papieren auswählen. Die Deutsche Bank hat aktuell 641 Inliner im Angebot, die Commerzbank bringt es auf 59 Stück. Allerdings haben die beiden deutschen Emittenten im Gegensatz zur Société Générale auch etliche Papiere auf Währungen im Programm. Andere Emittenten tummeln sich in dem Nischenmarkt nur ab und zu auf speziellen Kundenwunsch.
Der jüngste Ausbau der Produktpalette der Société Générale gilt Inlinern auf Indizes. Neu im Programm sind Papiere auf die US-Auswahlbarometer Dow Jones, Nasdaq 100 und S&P 500 sowie die asiatischen Indizes Hang Seng China Enterprises (HSCEI) und Nikkei 225. Interessant ist etwa ein bis September 2012 laufender Inliner auf den HSCEI (ISIN DE000SG2ZCF9). Mit einem Abstand zum unteren KO-Level von 21,2 Prozent und zum oberen KO-Level von 20,5 Prozent befindet sich der Basiswert aktuell fast exakt in der Mitte der vorgegebenen Range. Angesichts des komfortablen Risikopuffers und der maximalen Rendite von 31,2 Prozent bzw. 76,2 Prozent p.a. verfügt der Inliner über ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
Sehr hohe Chancen bergen Papiere, denen zwei Basiswerte zugrunde liegen - Duo Inline Optionsscheine genannt. Bei diesen Warrants ist das Risiko gegenüber einem klassischen Inline Optionsschein natürlich erhöht, da insgesamt vier statt zwei KO-Levels bis zum Ende der Laufzeit intakt bleiben müssen. Dafür erlauben diese Papiere wesentlich größere Ertragschancen. Interessant ist ein Inliner (ISIN DE000SG2UNR2) mit den Basiswerten DAX und Euro Stoxx 50.
Fazit: Bei einem Duo Inline Optionsschein kommt es darauf an, dass der DAX bis zum Bewertungstag am 15. Juni 2012 immer zwischen 4.974,09 und 7.779,99 Punkten sowie der Euro Stoxx 50 zwischen 1.892,01 und 2.959,29 Punkten notiert. Im Erfolgsfall wird der Inliner zu 10,00 Euro getilgt, was auf Basis des aktuellen Briefkurses von 8,62 Euro einer Renditechance von 16,0 Prozent bzw. 104,0 Prozent p.a. entspricht. Ein Vergleich mit einem klassischen Inliner auf den DAX zeigt die größeren Renditechancen des Duo Inline Optionsscheins auf: Bei einem ebenfalls bis Mitte Juni laufenden Papier (ISIN DE000SG2RBS1) von der Société Générale mit den KO-Levels 4.950 und 7.850 Punkten, die ungefähr mit denen des Duo-Scheins vergleichbar sind, können Anleger derzeit eine maximale Rendite von lediglich 3,2 Prozent bzw. 16,3 Prozent p.a. erzielen.
Christian Scheid ist Chefredakteur Zertifikate Austria

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Sinkende Schwellen erhöhe Chance auf vorzeitige Rückzahlung
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